Kapitel 29

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Nach mehreren Stunden gab es immer noch nichts Neues. Wie lange dauert die OP bitte? Ich bekam immer mehr Angst um Leon. Es muss was schlimmes sein sonst würde es doch nicht so lange dauern, oder? Oh man. Was ist wenn er....NEIN VILU DENK NICHT AN SO WAS! ER SCHAFFT DAS WAS AUCH IMMER ER HAT. Es war mittlerweile 21Uhr und ich schlief vor Erschöpfung mit dem Kopf auf Kyles Schulter ein. Als ich aufwachte war ich alleine im Gang. Alles war still. Wo ist Kyle? Ist Leons OP vorbei? Ich beschloss diese Frau da an der Info (?) zu fragen. »Ehm... Hallo. Ich hab da mal 2 Fragen...« »Hallo, ja was kann ih für sie tun?« Sie war echt nett (keine Ironie). »Naja also vor ein paar Stunden wurde Leon Vargas hier eingeliefert und operiert... Ist die OP vorbei? Und ehm haben sie einen muskulösen, tätowierten, glatzköpfigen, gepiercten Mann um die 40 gesehen? Er ist der Vater von Leon Vargas.« »Also ja ich kann ihn beides beantworten. Herr Vargas wurde zu Ende operiert und sein Vater ist bei ihm.« »Kann ich zu ihm?« »Naja also...eigentlich nicht aber ich mache da mal eine Ausnahme da ich sehe welche Sorgen sie sich machen. Also er liegt [...].« »Sie wissen gar nicht wie dankbar ich ihnen bin.« Ich sprintete zum Aufzug und rannte anschließend den Gang entlang auf der Suche nach Leons Zimmer. Ich rannte dabei beinahe einige Leute um aber das war mir egal. Ich wollte zu Leon. Verdammt diese Ungewissheit bringt mich noch um! Oh man ich hatte Fede voll vergessen! Egal darum kümmern ich mich später oder so.

Ich fand dieses fucking Zimmer einfach nicht. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr. Mir war alles zu Viel. Ich ließ mich an der Flurwand tränenüberströmt nieder. Ich zog meine Beine an und vergrub mein Gesicht in meinen Händen.

Warum verdammt, warum ist das hier alles so Scheiße? Was habe ich getan oder Leon? Niemand hat so was verdient, aber das interessiert Gott ja nicht. Nein, ich bin nicht gläubig aber irgendwen muss man ja die Schuld geben. (Versteht das Bitte nicht falsch. Das ist keine Beleidigung oder sonst was.). Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Jedoch traute ich mich nicht aufzublicken. »Komm mit zu Leon.« Kyle. Ich sprang auf und fiel ihm in die Arme. Er erwiederte die Umarmung. So was habe ich dringend gebraucht, es tut gut zu wissen das man jemanden hat auf den man sich verlassen kann. Es ist nicht nur Kyle, aber er ist ja im Moment nur hier niemand anders weiß davon. Nachdem wir uns gelöst hatten ging er mit mir zu Leon. Auf dem Weg erzählte er mir wie es ihm geht. »Er ist auf der Intensivstation und liegt im Koma. Ob er durchkommt weiß niemand. Naja also er hat Krebs. Er hat es anscheinend niemanden erzählt. Aber warum denn nicht!? Naja aufjedenfall hat er auch einige gebrochene Rippen und ein gebrochenes Bein. Genauso wie eine Gehirnerschütterung.« Er hat..Krebs. Ich konnte nicht noch doller weinen weil meine Tränen schon ununterbrochen flossen. Nun standen wir vor seinem Bett. Blass, dunkle Augenringe, Kratzer im Gesicht, der Rest war unter seiner Bettdecke, so musste man sich Leon vorstellen. Ich schnappte mir einen Stuhl und setzte mich neben Leon. Ich umschloss mit meiner kalten Hand seine warme. »Was machst du nur für Sachen? Wieso hast du das niemanden gesagt? Oh man werd bloß wieder gesund was soll ich ohne dich machen? Ich liebe dich, verlass mich bitte nicht okay? Ich glaube an dich du schaffst das!«

In Love with a  Bad Boy ~ LeonettaWo Geschichten leben. Entdecke jetzt