Verdienen... Das ist eine schwierige Angelegenheit und oft einfach nur Auslegungssache. Aber wie soll man überhaupt beurteilen, ob man jemanden verdient hat? Man selber unterschätzt oder überschätzt einen und geblendet von der Liebe, kann gar keine vollends durchdachte Entscheidung entstehen...
Harry's POV:
"Ich habe ihn verletzt.", flüsterte Bell. "Ich habe ihm gar keine Chance gegeben.", fügte sie hinzu. "Bell...", murmelte ich und stellte das Tablett auf meinem Schreibtisch ab. Ich hasse es, wenn sie sich Vorwürfe macht... Ich hasse es, sie zerbrochen zu sehen... Es zerstört mich. Ich setzte mich neben sie auf mein Bett. "Harry, es stimmt.", flüsterte sie. "Ich hätte mich zusammenreißen sollen für dich.", fügte sie weinerlich hinzu. Nein, sie kann nichts dafür. Louis ist halt der Arzt von ihrem Vater gewesen. Ich bin schuld. Ich allein, weil ich sie nicht vorgewarnt habe. Ich hätte es ihr sagen müssen, aber ich vergesse es, weil ich nur an sie denken konnte. Ich habe mich wirklich Hals über Kopf in sie verliebt. "Bell, mache dir keine Vorwürfe. Es ist erst eine Woche her. Wir verstehen das und auch wenn Louis nicht diese Rolle in deinem Leben spielen wollte, kann man es nicht ändern und wenn du jetzt noch nicht bereit bist, dann bist du es irgendwann und dann schaffen wir das zusammen.", flüsterte ich ihr Mut zusprechend zu und streichelte zärtlich über ihre Wange. Ich will sie ablenken von ihren Gedanken. Sie soll sich deswegen nicht fertig machen. Ich weiß zwar, dass Louis verletzt ist, aber es ist meine Schuld nicht ihre. "Harry...", wisperte sie. Ich nickte, um ihr meine Aufmerksamkeit zu zeigen und rückte etwas näher an sie. "Ich habe dich gar nicht verdient.", flüsterte sie ernst. Geschockt schaute ich sie an. Wie kann sie das nur denken? Das stimmt nicht. Ich bin der, der sie nicht verdient hat. Ich bin der, der sie nicht vor Louis gewarnt hat. Ich bin der, der sie durch Liam zerstört hat. Ich bin der, der ihr das verheimlicht. Ich habe Bell nicht verdient. Nachdenklich schaute ich auf den Boden. Ich bin so ein Egoist. "Ich denke, es ist eher anders herum.", murmelte ich. Ja, ich bin ein Egoist... Ich bin schlecht für sie. Nein, meine Vergangenheit ist schlecht für Bell. Meine Vergangenheit... Sie holt mich immer wieder ein. Sie zerstört alles, was mir lieb ist. Sie zerstört mich. Ich verliere alles und ich bin sicher früher oder später werde ich Bell wegen meiner Vergangenheit auch verlieren. Ich liebe sie zu sehr, um sie zu verlieren. Ich will und kann sie nicht verlieren. Solange sie mein sein will, werde ich bei ihr sein. "Harry, sag so etwas nicht. Du bist so ein wundervoller Mensch. Du bist immer für mich da. Du baust mich auf. Du gibst mir das Gefühl, etwas wert zu sein. Harry, du bist das Wichtigste in meinem Leben und gerade die einzige Stütze, die mich vor dem Fallen hindert.", sagte sie ernst und legte ihre kleine Hand sanft an meine Wange. Ich begann zu lächeln. Ich liebe sie so sehr... Ein Lächeln von ihr und mein Leben hat einen Sinn. Ein Lächeln von ihr und mein Herz schlägt doppelt so schnell. Ihre Worte... Ich bin ihr wichtig... Ich lächelte vor mich hin. Sie ist wertvoll und ich will ihr das Gefühl geben, dass sie das Wertvollste in meiner Welt ist, denn sie ist meine kleine Bell, meine Prinzessin. Ich näherte mich ihrem Gesicht bis unsere Lippen nur noch wenige Millimeter voneinander entfernt waren. "Ich liebe dich, Bell.", hauchte ich und drückte meine Lippen zärtlich auf die ihren. Bell... Nur sie schwirrt in meinem Kopf herum. Vorsichtig drückte ich sie zurück ins Kissen und beugte mich über sie. Mit meinen Ellbogen stützte ich mich ab, um nicht mit meinem Gewicht auf ihr zu liegen. Ich vertiefte den Kuss und legte meinen Oberschenkel zwischen ihre Beine, um ihr näher zu sein. Ich kann ihr nicht widerstehen. Mein Herz schlug schnell gegen meine Brust und ich musste in den Kuss hinein lächeln, als sie ihren Rücken durch drückte und ihre Brust auf meine traf. Ich löste mich von ihren Lippen, nur um ihre zarte Haut an ihrem Hals zu küssen. Langsam strich ich mit meinen Lippen hoch bis unter ihr Ohr. Sie seufzte. Ich lächelte gegen ihren Hals. Ich liebe die Wirkung, die ich auf sie habe. "Du machst mich verrückt.", wisperte ich in ihr Ohr. Sie kicherte und löste sich aus meinem Griff. Sie setzte sich auf meinen Schoß und nahm meine Hände in ihre kleinen. Was hat sie vor? Neugierig musterte ich sie. Sie versuchte meine zwei Hände mit nur einer Hand zu umfassen, aber es klappte nicht. Ich begann zu schmunzeln. Bell ist einfach süß. Unsicher schaute sie mich an und umschlang meine Handgelenke mit ihren zwei kleinen Händen. Sie streckte sie über meinen Kopf, während sie sich automatisch über mich beugte. Das ist heiß... "Wenn du glaubst, dass du der Einzige bist, der Verführen kann, dann liegst du falsch.", flüsterte sie kurz vor meinen Lippen. Ich schluckte und meine Augen verdunkelten sich. Sie wirkt zwar schüchtern und ich weiß genau, dass sie nicht wirklich weiß, was sie tut, aber das macht es süß und nicht weniger heiß... Nur ganz zaghaft berührten ihre Lippen die meinen und strichen dann über meine Wange. Sie hinterließ vereinzelte Küsse. Gott Bell... "Bell.", raunte ich. Lachend löste sie sich von mir und schlug kichernd ihre Hände vor ihren Mund. Süß aber nicht weniger fies... Mich erst gut fühlen lassen und dann so aufhören... gemein! Ich drehte sie schnell um und beugte mich wieder über sie. Erschrocken quiekte sie auf, weshalb ich schmunzelte. Ich liebe es, sie so glücklich zu sehen wie jetzt. "Du bist fies.", hauchte ich ernst. Mit großen Augen schaute sie mich an. "Aber das ist unglaublich sexy.", raunte ich und bemerkte lächelnd, dass sie eine Gänsehaut bekam. Ich kann mich nicht zurückhalten... Leidenschaftlich drückte ich meine Lippen auf ihre. Sie macht mich verrückt und zu dem Menschen, der ich sein will... Wir lösten uns nur langsam voneinander. Ich liebe dieses kleine Mädchen so... Ich strahlte sie an. Bell wurde rot und ein süßes Lächeln bildete sich auf meine Lippen. Schüchtern schaute sie weg. Noch immer mag sie es nicht, wenn man sie länger an sieht. "Harry, das Essen.", sagte Bell plötzlich. Scheiße, das habe ich total vergessen. Mist! Hoffentlich ist es noch nicht kalt... "Oh stimmt.", murmelte ich und stand schnell auf. Ich holte das Tablett...
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Do you rescue me? (Harry ff)
FanfictionAllein, wann ist man allein? Man kann allein sein, weil man weder Freunde noch Familie hat oder man besitzt beides und fühlt sich allein... Annabell ist 16 und ist eigentlich glücklich mit ihrem Leben bis etwas Schreckliches geschieht. Wer wird sie...