Eine besondere Nacht

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Kapitel 6

                                                                     Eine besondere Nacht

In der Nacht verbrachte Luna damit sich in eine Seite in die andere Seite zu drehen. Sie konnte einfach nicht einschlafen. Sie seufzte als sie aus dem Fenster sah, das einzige Licht, das in den Raum schien, war das von dem Mond und es war nicht gerade viel, denn die Vorhänger verhinderten es. Luna setzte sich auf und schwang ihre Beine aus dem Bett und stand auf. Sie richtete sich ihr Nachthemd und lief auf das Fenster zu und zog langsam die Vorhänge auseinander.

„Die Natur ist wunderschön", flüsterte Luna erstaunt, als ihr eine unglaubliche Sicht auf das von Mond beleuchtete Phantomhive Anwesen bot und die Sterne leuchteten heute sehr hell. Luna zog die Vorhänge wieder zu und ging auf ihre Tür zu, leise öffnete sie es und trat schließlich hinaus. Luna streifte durch die dunkle Halle, auf der Suche nach der Bibliothek, die früher ihr Lieblingsplatz war als sie noch jünger war. Lange brachte sie nicht zu suchen und fand es schließlich in einem schmalen Gang. Vorsichtig öffnete das Mädchen die große Tür, ein angenehmer Duft empfing ihre Nase und ließ sie lächeln. Sie hatte den Geruch von Bücher vermisst, sie liebte es schon damals einen interessantes und spannendes Buch zu lesen.

Luna ging auf einem großen Bücherregal zu und fuhr mit ihrem Fingern über die Bucherrücken und las jeden Buchtitel. Sie hatte das Gefühl, dass sie beobachtet wurde, aber ignorierte es und setzte ihre Suche nach einem interessanten Buch fort. Sobald sie ein Buch fand setzte sie sich auf einen der Sessel und begann zu lesen, bis sie ein Pfeifen hörte.

Das Mädchen hob eine Augenbraue, aber ließ sich nicht beirren und las trotzdem weiter. Das Pfeifen hörte nach einigen Minuten wieder auf und es wurde wieder still im Raum. Luna wusste, dass jemand hier war, deswegen schaute sie hin und wieder um. Wer es wohl war?

Als sie von ihrem gemütlichen Sitzplatz aufstand, seufzte sie leise vor sich hin und platzierte das Buch in ihre richtige Stelle zurück, sie drehte sich vom Bücherregal weg, sie nahm sich ein neues Buch vom Regal und drehte sich um und sah direkt in Sebastians rotbraune Augen.

Sie sprang zurück und schnappte erschrocken nach Luft. Woher kommt er so plötzlich und wie lange stand er schon hier? Der Butler grinste, als er die Reaktion von der blondhaarigen Mädchen sah.

„Sebastian. Von wo kommst du plötzlich her? Hast du schon vergessen, dass du dich nicht so an mich ran schleichen sollst?", äußerte sie sich flüsternd. Der schwarzhaarige Mann näherte sich ihr kichernd.

„Es tut mir wirklich leid, Liebes. Was machst du hier in so einer später Stunde?", fragte Sebastian das Mädchen vor ihm.

Sie schaute auf ihre Füße hinunter und stotterte: „I-Ich konnte nicht mehr schlafen, deswegen kam ich her um etwas zu lesen."

Sebastian stieß einem weiteren Lachen aus, er legte seine rechte Hand unter ihr Kinn, hob ihren Kopf an um ihre Seelenspiegel zu blicken. Sie erschrak ein wenig durch diesen plötzlichen Körperkontakt, aber verlor sich dann in seinen rotbraunen Augen. Seine Augen schienen in den leicht beleuchteten Raum zu glühen, die sie auf jeden Fall fesselten.

Luna erwachte aus ihre Trance artige Zustand, als sie spürte wie Sebastians linker Arm ihre Taille umschlang und sie enger an sich zog so dass sich ihre Körper fast berührten. Luna spürte die Schmetterlinge in ihrem Bauch, da sich sein Gesicht ihren langsam näherte.

„Es gibt etwas ganz Besonderes an dir Luna...", begann Sebastian zu reden und wendete seinen Blick nicht von ihren Augen ab. Luna blieb still, wurde aber mit einer unmenschlichen Geschwindigkeit  gegen die Wand gedrückt, mit seiner Hand umschlang er sanft ihre Handgelenke und drückte sie gegen die Wand. Ihr Buch fiel mit einem leisen Knall auf dem Boden, das Geräusch hallte im Raum mehrmals, da es hier sehr ruhig war.

„...deine Seele ist wie kein anderer, die ich bis jetzt je kennen lernte habe", beendete er während seine Augen pink aufleuchteten und beinahe berührten sich ihre Lippen.

„Was meinst du damit?", fragte Luna und sah ihm immer noch in die Augen. Der schwarzhaarige gluckste und entgegnete ihr: „Du bist der einzige Mensch der mich jemals fühlen ließ."

Das an der Wand gedrückte Mädchen stand still da, sie wusste nicht wie sie reagieren sollte. Was meint Sebastian damit?

Sebastian bewegte sich grinsend näher und fragte: „Hast du keine Angst vor mir?"

„Was gibt es hier zu befürchten?", fragte sie mit einer spöttischen grinsen, dies veranlasste Sebastians Grinsen ein Stück größer zu werden und ihre Lippen trafen sich sogleich.

Luna stand für einen Moment erschrocken da, aber erholte sich schnell wieder von dem Schock. Sie schloss ihre blauen Augen und erwiderte diesen überraschenden Kuss. Ihr erster Kuss.

Sein Griff lockerte sich um ihre Handgelenke und ihre Körper drückten sich beinahe gegeneinander. Ihre Arme rutschten von seine Hand hinunter und suchten ihr Weg um seinen Nacken, er wiederum schloss seine Arme um ihre schmale Taille. So blieb es für einen Augenblick, bis Sebastian begann ihre Hals langsam nach unten zu küssen. Als Luna realisierte was los war, ließ sie errötend von ihm ab.

„Äh...Ich äh... sollte dann mal ins Bett", stotterte Luna und hob das Buch von Boden auf und ging auf das große Regal zu, sie stellte sich auf die Zehenspitzen und legte das Buch zurück in den ursprünglichen Platz. Von hinten schlangen sich starke Arme um sie und weiche Lippen beganngen wieder ihre Nacken zu küssen. Sie seufzte auf, befreite sich von seine Arme, drehte sich um und verengte ihre Augen.

„Gute Nacht Liebes", sagte er kichernd und küsste ihre Wange, bevor er lautlos die Bibliothek verließ. Sie schüttelte lächelnd ihr Kopf und verließ ebenfalls das Zimmer, sie konnte nicht glauben was passiert war. War es ein Traum oder doch die Realität?

In ihr Zimmer angekommen legte sie sich auf das Bett und rotte sich wie eine Katze zusammen. Ihre Hand suchte wie jeden Tag den Weg zu ihre Halskette.

 ,,Mutter, Vater. Ich vermisse euch so!", murmelte Luna traurig in ihr Kissen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und eine einzige Träne rollte ihre Wange hinab, als sie an ihre tote Eltern dachte. Obwohl Sebastian sie gerade geküsst hatte konnte sie diese Gedanken nicht ablegen, aber vielleicht würde dieser Schmerzen irgendwann nicht mehr so schlimm sein. Ihre Familie war einfach unersetzlich!

Ihre Augen fielen müde zu und sie versank, wie jeden Tag, in ihre eigene Welt.

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Danke fürs Lesen. Wie es weiter geht erfährt ihr das nächste Mal

LG eure DianaXDiana




Black Butler-Ein Verlorenes FamilienmitgliedWo Geschichten leben. Entdecke jetzt