Kapitel 32

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*Alexas PoV*
Ich hatte Angst. Ich konnte mich nicht erinnern schonmal so eine Angst in meinem Leben gehabt zu haben. Angst davor was passieren könnte, was ich tun müsste, wenn es zum Schlimmsten kam.
Mark war nicht vollständig überzeugt gewesen, aber hatte sich dennoch bereit erklärt, die Situation unbemerkt zu beobachten, falls etwas aus dem Ruder laufen sollte. Dann würde er eingreifen.
Aber zu ende bringen, müsste ich es.
Wenn Tim wirklich der Böse in dieser Geschichte war, war es meine Aufgabe ihn zu töten. Und ich wusste nicht ob ich es tun konnte. In mir gab es immer noch einen Teil, der versuchte eine andere Lösung zu finden. Aber bis jetzt erfolglos. Und jetzt stand ich hier.
Mein Plan ging in die erste Runde.
Tim betrat den Trainingsraum. Es kostete mich alles an Selbstbeherrschung, seine Umarmung zu erwidern.
"Hey. Gehts dir gut? Wo warst du denn?" Ich schüttelte mich und sah gespielt ängstlich zu ihm hoch.
"Will hat mich entführt. Er ist wirklich verrückt! Er hat Behauptet einer von uns ist ein Erwählte von Hades und tötet alle. Nicht Will selber." Innerlich klopfte ich mir gerade selbst auf die Schulter, da ich mich wirklich glaubwürdig anhörte.
Ich konnte spüren wie Tim sich rin bisschen verkrampfte und mich losließ.
"Und? Glaubst du ihn?" Ich kaute auf meiner Unterlippe.
"Ich weiß nicht. Ich meine, möglich wäre es schon. Aber müsste diese Person nicht wenigstens irgendwie auffallen?" Ich drehte Tim bewusst den Rücken zu und tat als würde ich aus dem Fenster schauen. Dann seufzte ich.
"Ich weiß nicht was ich glauben soll. Er hat so überzeugt geklungen. Als würde er wirklich glauben, was er da erzählt." Ich drehte mich wieder zu Tim. Er schien sich sichtlich unwohl zu fühlen und langsam wurde mir das Herz schwer.
"Du könntest mir ja helfen, dem ein bisschen auf die Spur zu gehen. Natürlich ohne den anderen was zu verraten." Ich sah ihn bittend an und Tims Mundwinkel zuckten.
"Ich denke nicht, dass das eine gute Idee ist, Alexa." wies er mich ab und immer mehr schwand meine Hoffnung, er wäre es nicht.
"Wieso nicht? Ich meine wir müssen Hades Erwählten doch finden." Wieder drehte ich ihm den Rücken zu, diesmal kramte ich ein bisschen in der Waffentruhe herum, ohne wirklich mach was zu suchen.
"Aber wenn du mir nicht helfen willst mach ich es halt alleine." Ich konnte spüren wie Tim hinter mich trat aber ich blieb ruhig damit er nichts merkte. Tim schnaufte.
Dann legte sich ein Arm um meinen Hals und drückte zu. Ich keuchte auf als mir dir Luft abgeschnitten wurde und sich Schmerz in meinem Körper ausbreitete.
Doch so schnell es auch gekommen war, verschwand es auch wieder und Tim ließ einen kleinen Schrei los. Sofort brachte ich einige Meter zwischen uns. Tim hatte einen Pfeil in seiner Wade stecken und Mark stand mit einem Bogen in der Tür.
"Verdammte scheiße." fluchte Tim und drehte sich auf den Rücken.
"Wieso tust du das Tim? Und warum erst jetzt?" Ich musste es einfach wissen. Wie konnte man sich bloß so verstellen?
"Weils Spaß macht." keuchte Tim. Mark schien diese Antwort gar nicht zu gefallen, denn er drehte mit dem Fuss ein bisschen an dem Pfeil in Tims Körper rum. Tim verzog das Gesicht.
"Ihr seid einfach nur Blind gewesen. Ihr alle. Das Chaos hat immer dann angefangen wenn ich irgendwo aufgetaucht bin. Nie hat einer gefragt von wem ich erwählt worden bin oder habe meine Kräfte benutzt. Es hat euch einfach nicht interessiert. Aber du Mark." Jetzt sah er in an.
"Du hast mir nie vertraut. Also brauchte ich einen Grund, einen offensichtlichen Grund, dich zu hassen. Also habe ich mir deinen Pfeil und Bogen geschnappt. Und manipuliert. Der Pfeil war verzaubert. Er war darauf fixiert meine Schwester zu treffen." Mark sah Tim ausdruckslos an und ich schlug mir dir Hand vor den Mund.
"Du Arschloch hast deine eigene Schwester umgebracht." stellte er trocken fest.
"Sie wusste zu viel und ich brauchte einen Grund dich zu meiden. Es war eine Win-win Situation." Das war ja noch viel schlimmer als ich dachte. Ich spürte wie mir ein paar Tränen über die Wange liefen. Aber Tim war noch nicht fertig damit Mark zu provozieren.
"Dann kam Jennifer hier her." Er spuckte ihren Namen förmlich aus und Mark spannte sich an.
"Ich habe ihr den Floh ins Ohr gesetzt gegen Wills Leute zu kämpfen. Und und ich habe dafür gesorgt, dass sie gefangen wurde. Sie war ein richtiges Biest." Tim lachte leise auf und Mark, blind in seiner Wut, ging auf Tim los.
"Mark nicht!" rief ich noch. Genau das wollte Tim doch. Das wir uns ihm näherten. Aber da war es schon zu spät. Um Tim herum traten Flammen auf, wie bei einer kleinen Explosion und Mark wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert bis er mit dem Rücken gegen die Wand knallte. Sofort lief ich zu ihm hin. Tim war in diesem Moment vergessen und so bekam ich auch nicht mit wie er sich den Pfeil aus dem Beim zog und die Wunde in Sekundenschnelle heilte.
"Alexa." flüsterte Mark und hob ein Stück sein Hand. Bevor sie aber mein Gesicht erreichen konnte, erschlafft sie und fiel zu Boden.
Zitternd legte ich eine Hand auf Marks Brust, dirket über dem Herzen.
Nichts. Kein Herzschlag.
Ich fing hemmungslos an zu weinen und der Druck auf meiner Brust wurde noch stärker, fast nicht mehr zum aushalten. Ich würde nicht nur sterben wie alle vor mir, sondern auch noch jemand unschuldigen mit in den Tot reisen. Oder besser gesagt hatte mit in den Tot gerissen.
"Ach Alexa. Keine Angst. Du wirst im bald folgen." Ich hörte seine Worte. Aber ich hatte keine Angst. Mit jeder Sekunde die verstrich wuchs ein anderes Gefühl in mir. Eins das stärker war als Ansgt.
Die Wut. Es fühlte sich an als würde sie sich durch meine Adern fressen, wie ein unaufhaltbares Feuer, das mit jedem Augenblick größer wurde. Und alle diese Wut richtete sich jetzt gegen Tim.
Es war als würde dieses Gefühl aus mir herausbrechen wollen und ich stieß einen unkontrollierten Schrei aus.
Die Fenster des Raumes wurden in Tausende Splitter geschlagen und Tim ging mit einem Schmerzverzogenden Gesicht zu Boden und hielt sich die Ohren zu. Es war als würde jemand anderen meinen Körper steuern, meine Gefühle hatten vollkommen die Kontrolle übernommen. Ich schnappte mir das Kurzschwert von der Wand und in dem Moment wo meine Hand den Griff umschloss wurde die Klinge von Flammen eingeschlossen. Tim riss die Augen auf als ich ihm die Spitze an die Kehle drückte. Ich sah wie ein winziges Blutrinnsal aus seinen Ohren lief.
"Du hast nicht das Zeug dazu." keuchte er mit kratziger Stimme. Ich lachte bitter auf.
"Unterschätze mich nicht." Mit einer schnellen Bewegungen zog ich die brennende Klinge über seine Kehle. Wenige Sekunden später fiel sein Körper leblos zur Seite. Der Boden färbte sich rot. Ich lies das Schwert los und taumelte einige Schritte zurück. Es war als hätten mich jetzt alle Kräfte verlassen und ich fiel auf die Knie. Kurz danach schluckte auch mich schwärze.

So meine Leute, das war es dann mit dieser Geschichte. Es wird heute oder morgen noch einen Epilog geben :) Ich danke euch für die Reads und die ganzen Votes ;*. Schreibt mir bitte wie euch die Geschichte gefallen hat oder kommt das Ende jetzt zu plötzlich? Danke ;)

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