Willst du spielen?

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Der Herbst zog langsam ins Land und je roter die Blätter der Bäume wurden, desto roter wurde auch die Brille durch die Mia auf Sven sah. Fast jeden Tag ging sie klettern, sofern es die Schule zuließ. Mit Sven konnte sie über alles reden. Zumindest in der Kletterhalle. In der Schule behandelte er sie wie Luft. Mia ihn auch. Die Beiden wollten nicht, dass andere etwas davon mitbekamen, dass sie sich gut verstanden. Für Sven war es vor allem wichtig, dass seine Freunde davon nichts erfuhren. Moritz und die anderen hätten ihn sonst platt gemacht. Und zwar wortwörtlich.

Mittlerweile hatte sich Mia mit einigen Mädchen aus ihrer Klasse befreundet. Aber die meiste Zeit in den Pausen verbrachte Mia mit Finja, einem Mädchen aus der Parallelklasse. Ab und zu schaute diese auch bei ihr zu Hause vorbei.

Mit Moritz und seiner Gang war es gleich geblieben. Mindestens einmal die Woche war sie dran. Heute auch wieder. In geschlossener Dreieckformation mit Moritz an der Spitze ( Mit wem auch sonst?) kamen sie auf Mia zu gelaufen. Ihr kam es wie in einem Film vor:

Die Sonne schien von hinten auf die Jungs und ließ es um sie herum leuchten. Die Klamotten wippten lässig hin und her. Moritz Haare leuchteten golden und sahen so verstrubbelt richtig niedlich aus. MOOOOMENT Mal.....Halt! Stop!....Hatte sie gerade gedacht Moritz sähe niedlich aus?! Das konnte doch nicht wahr sein! Sie stand kurz vor ihrem Untergang und bezeichnete den Vollstrecker als niedlich?! Außerdem mochte sie doch Sven!

Ein bisschen schwärmen ist doch erlaubt. Du bist schließlich ein Mädchen, oder etwa nicht?

beruhigte eine innere Stimme sie. Weiter konnte Mia auch nicht darüber nachdenken, denn Moritz und seine ,,Freunde" standen schon vor ihr und bildeten wie üblich einen Kreis um sie.

,,Na hallöchen. Wie geht's uns denn heute?", fragte Moritz mit zuckersüßer Stimme.

,,Ga...Ga..Ganz gut...", stotterte Mia.

,,Das ist aber überhaupt nicht gut, wenn es dir nicht gut geht", sagte Moritz heuchlerich.

,,Warum? Ich habe doch gesagt, dass es mir gut geht", wunderte sich Mia.

,,Ach Schätzchen", erwiderte Moritz mit gespielter Verzweiflung. ,,Weißt du denn nicht, dass heute Gegenteiltag ist? Alles was man sagt, ist das Gegenteil von dem, was man meint. Also geht es dir in wirklichkeit schlecht...Und wir müssen dir UNBEDINGT helfen", stieß Moritz mit einem teuflischen Lächeln auf dem Gesicht aus.

Mia wurde kreideweiß im Gesicht und ihre Pupillen weiteten sich vor Schreck. Bisher waren die Sachen ja schon arg genug gewesen...Aber was würde jetzt denn kommen??!!

,,Wir spielen ein bisschen Roulett", sagte Moritz.

,,Mia ist die Kugel und wir stoßen sie solange hin und her, bis sie auf den Boden fällt. Und dann wird geschaut in wessen Bereich sie liegt. Vorher werden dazu Wetten geschlossen, vor wem sie liegen bleiben wird", erklärte Paul. Paul war der schlaue Kopf dieser Bande. Ohne ihn wären ihre Machenschaften an der Schule sonst wahrscheinlich schon längst aufgeflogen.

Ein Zettel wurde hervor geholt und mit Kulli eingetragen, wer was tippte. Dann war Spielbeginn. Moritz fing an Mia zu Paul zu schubsen, dieser schubste sie weiter und Mia landete in den nächsten Armen und wurde gleich wieder weggeschubst. Es ging eine ganze Zeit lang so. Wäre ganz normale Pause gewesen, hätten ihr Finja oder ihre Freundinne aus der Klasse geholfen. Aber es war Freistunde und die anderen waren alle am Kiosk um bei völlig überteuerten Preisen sich ihr Mittagessen zu kaufen.

Nach einer gefühlten Stunde konnte Mia einfach nicht mehr. Sie ließ sich fallen und kam hart auf dem Boden auf. Mia war mit der Nase voraus auf den Betonboden gefallen. Ihre Nase fühlte sich nicht mehr ganz an, aber das war ihr jetzt egal. Stöhnend drehte sie sich auf den Rücken und öffnete ihr Augen. Erst nach einigen Versuchen gelang es ihr, da überall in ihren Wimpern Blut klebte. Erst geblendet vom Licht blinzelte sie ein paar mal und erschrak, als sie in ein über sie gebeugtes Gesicht sah.

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So Leute erst mal vielen Dank. Das Buch hat mittlerweile über 700 reads :)

Es gibt nur ein Problem:

Ich weiß ja nicht, ob euch das Buch überhaupt gefällt und deshalb werde ich nicht eher weiterschreiben(was ich bis jetzt ja ewiso schon unregelmäßig tue, ich weiß), bis ich mindestens 4 Kommentare von 4 verschiedenen Personen habe. So also wenn ihr hier weiterlesen wollt, kommentieren. LG und eventuell bis denne Michi

P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :D

Opfer müssen gebracht werdenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt