„Herr Silbereisen, Sie haben leider einen Entzündungsherd in ihrem Körper. Leider können wir uns nicht erklären woher der kommt und vor allem, wo er sitzt. Daher kam auch ihr plötzliches Unwohl sein und die Bewusstlosigkeit. Die Sache könnte ziemlich gefährlich werden, wenn wir den Ausgangspunkt nicht bald finden. Haben Sie Vorerkrankungen?" Ahnungslos schüttelte Florian mit dem Kopf.
Ich drückte die ganze Zeit seine Hand und versuchte meine Tränen zurückzuhalten. Der Arzt erzählte noch von irgendwelchen Medikamenten, aber richtig hingehört habe ich nicht. Als er dann endlich aus dem Zimmer war, schaute ich Flori traurig an. „Helene, was ist denn? Wir bekommen das schon wieder hin."
Es war zu spät - ich konnte es nicht mehr aufhalten. Eigentlich hätte ich in diesem Moment stark sein müssen, aber es ging nicht mehr.Die Tränen bahnten sich ihren Weg über meine Wangen und ich ließ mich vorsichtig auf Flo's Oberkörper fallen. Mit meinen Händen versuchte ich mein Gesicht zu verdecken, was mir nicht direkt gelang.
Plötzlich spürte ich Florian's Hand auf meinem Rücken. Beruhigend strich er mir darüber und ich konnte dadurch einen Moment einfach nur durchatmen. Es war erstaunlich, wie sehr sich seine Nähe auf mich auswirkte.
Langsam bildete sich wieder ein Lächeln auf meinen Lippen und die Tränen waren wie weggeblasen. Ich setzte mich wieder ordentlich, aufrecht hin und blickte meinem Schatz tief in die Augen: „Es tut mir leid. Ab jetzt bin ich stark für dich. Und wir werden das locker gemeinsam schaffen." - „Genau mein Liebling."
Seine Lippen näherten sich den meinigen und wir versiegelten sie zu einem zärtlichen Kuss. „Ich liebe dich!" hauchte er mir ins Ohr und irgendwann schloss ich für einen kurzen Moment meine Augen, um das alles wenigstens kurz zu genießen.„Schatz? Wach bitte auf." Müde öffnete ich meine Augen und schaute ins Flo's Gesicht: „Habe ich geschlafen?" - „Ja." kicherte er „Aber nur ein paar Stunden."
Geschockt schaute ich ihn an und wollte vom Stuhl aufstehen, als ich auf einmal bemerkte, dass der Arzt von vorhin im Zimmer stand: „Oh... guten Tag! Tut mir leid." sagte ich peinlich berührt und wurde anscheinend ziemlich rot an den Backen.
„Kein Problem, aber wir brauchen Herrn Silbereisen jetzt für ein paar Untersuchungen." Sofort erhob ich mich vom Stuhl, schnappte meine Handtasche und streichelte Flori noch mal über seine Wange: „Ich geh mal an die frische Luft. Bis nachher!"
Er nickte und dann war ich auch schon im Park vorm Krankenhaus.Ich spazierte ein bisschen zwischen den Bäumen herum, als plötzlich etwas auf der Erde stand - kein Wunder das ich bald durchdrehe.
Wenn ich nicht die Bestätigung von Florian hätte, dass das alles wirklich gerade passiert, würde ich mich selbst eindeutig in die Klapse einweisen.
Nach einem kurzen Zögern las ich die Nachricht >Du kannst ihm helfen, indem du etwas von dir opferst<
Alles, wirklich alles würde ich tun, damit es ihm besser geht. „Jaa!" schrie ich überzeugt „Alles, ich opfere alles!"Gespannt schaute ich zu Boden und beobachtete, wie sich eine neue Nachricht bildete >Ok, du hast noch fünf Stunden Zeit es dir zu überlegen. Es geht um deine Karriere. Gib sie auf! Schmeiß alles hin! Doch bedenke, dass das dein weiteres Leben bestimmen wird und du nichts mehr ändern kannst. Selbst wenn du wieder zurück in das Jahr 2006 reisen würdest, würde es für dich keine Zukunft als Sängerin geben...<
Nun musste ich doch schlucken...Alles aufgeben? Alles, um Flo zu retten? Ich würde wirklich alles tun, aber ich könnte nie wieder meinen Traum leben...
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Helene Fischer - Das wahre Ich
De TodoHelene Fischer ist auf den besten Weg eine bekannte Sängerin in Deutschland zu werden, doch ein Buch gibt ihr auf magische Weise Einblickte in ihre Zukunft - Verwirrtheit, Überforderung, Liebe und Unglaubiches steht neben Angst, Gefühlen und Freude...