Harry Edward Styles (Melli)

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Melli

#StellDirVor du studierst seit fast einem Jahr in London. Du liebst diese Stadt einfach. Heute ist ein richtig schön sonniger Sonntag und du beschliesst einen Spaziergang zu machen. Und zwar ein bisschen am Stadtrand, damit du nicht immer dasselbe zu Gesicht bekommst.

Du gehst eine Weile und geniesst die ersten warmen Sonnenstrahlen auf deinem Gesicht. Plötzlich hörst du laute Schreie und Tirade an Schimpfwörtern. Du bleibst kurz stehen, um nachzusehen, woher das denn kommt.

Du überquerst einen relativ gut besetzten Parkplatz und dann siehst du sie. Zwei Jungs stehen an einer Hauswand, einer alten Fabrik und prügeln sich. Du erkennst, dass der eine der beiden deutlich schwächer ist und so wie es aussieht hat er auch schon viel ab bekommen.

Ohne zu zögern rennst du schnell dahin. Die Wut in dir lässt dich viel schneller laufen, als du dir zugetraut hättest. Als du schliesslich nur noch etwa zehn Meter von den beiden entfernt bist, brüllst du den Überlegenen an: „Verpiss dich und lass ihn gefälligst los!“

Die beiden Jungs drehen sich überrascht zu dir um. Es scheint so, als hätten sie dich erst jetzt bemerkt. Während der Junge mit den Locken erschrocken zu dir guckt, grinst dich der andere richtig fies an und es wird dir bewusst, in welche Situation du dich gerade gebracht hast.

Schnell greifst du in deine Tasche, kannst aber nur deinen iPod finden. Trotzdem ziehst du ihn hervor. „Wenn du nicht gleich von hier verschwindest, rufe ich die Polizei an. Und übrigens wartet mein grosser Bruder im Auto auf dem Parkplatz. Ein Anruf genügt also“, drohst du den grossen Schlägertyp und versuchst so selbstsicher wie nur möglich auszusehen. Hoffentlich bemerkt er nicht, dass es ein iPod und kein Handy ist, denkst du ängstlich. Und auch das mit deinem grossen Bruder ist glatt gelogen.

Aber deine Drohung scheint gewirkt zu haben, denn der grosse Junge steht auf und geht mit gesenktem Kopf ärgerlich davon. Du wartest noch wenige Sekunden, dann rennst du zu dem verletzten Jungen hin.

Er sieht furchtbar aus. Aus seiner Nase tropft Blut, sein Arm ist merkwürdig verdreht und zerkratzt und seine braunen Locken stehen wirr von seinem Kopf ab. Du kniest dich neben ihn und versuchst mit einem Taschentuch die Blutung aus seiner Nase zu stillen. Dankbar lächelt er dich an.

„Was wollte der Typ denn von dir?“, fragst du ihn neugierig. „Ich weiss es selbst nicht. Ich habe ihn noch nie gesehen. Aber danke, dass du mich gerettet hast. Ich hatte schon riesige Angst um dich, dass er auch noch auf dich losgehen würde. Das war echt mutig.“Verlegen guckst du nach unten und widmest dich seinen Wunden: „Soll ich nicht einen Krankenwagen rufen? Ich denke es wäre besser für dich.“ Der Junge nickt vorsichtig, verzerrt sein Gesicht aber wieder vor Schmerz.

Du nimmst sein Handy aus seiner Hosentasche und rufst die Ambulanz. Dein Handy hast du ja blöderweise vergessen. Während ihr auf den Krankenwagen wartet, erzählt er, dass er Harry heisst und fragt dich nach deinem Namen. „Melli“, antwortest du. Harry grinst dich an und fragt dich, ob er deine Nummer haben darf. Du tippst sie schnell ein und dann ist auch schon die Ambulanz da. Bevor sie ihn mitnehmen gibst du Harry noch einen Kuss auf die Wange. Plötzlich verbreitet sich ein angenehmes Kribbeln in deiner Magengegend.

Your Direction (#StellDirVor)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt