Kapitel 66 - "Niall ist mein großer Bruder..."

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Ist es nicht wunderschön neben der Person aufzuwachen mit der man sein Leben verbringen will, die man unendlich liebt....

Annabell's POV:
Meine Augen flatterten auf und mein Gesicht zierte ein breites Lächeln. Harry hatte sich an meinen Rücken gekuschelt und seinen linken Arm um mich geschlungen. Seine Hand hatte sich unter mein Shirt geschoben und lag an meinem Bauch. Vorsichtig drehte ich mich in seinen Armen um. Seine Augen waren geschlossen und an seinem linken Mundwinkel war ein ganz bisschen Sabber. Ich begann zu schmunzeln. Er ist so süß... Ich beugte mich ein wenig nach vorne, um ihm einen kleinen Kuss auf seine Nasenspitze zu geben. Plötzlich öffneten sich Harry's Augen und auf seinen Lippen bildete sich ein strahlendes Lächeln. "Das ist die schönste Art aufzuwachen.", flüsterte er mit seiner unglaublich rauen Morgenstimme. "Ist etwas?", fragte er etwas verwirrt, weil ich ihn einfach nur anschaute. "Ich liebe deine Stimme am Morgen.", gab ich zu und wurde leicht rot. Schnell versteckte ich mich an seiner Brust. Er begann zu schmunzeln, weshalb seine Brust leicht vibrierte. "Das ist kein Grund sich zu verstecken.", sagte er amüsiert und piekste mir plötzlich in die Seite. Ich schreckte zurück. Nein, nicht kitzeln! Auf seinen Lippen lag ein teuflisches Lächeln und in seinen Augen blitzte der Schalk höchstpersönlich auf. "Nein, Harry, bitte nicht.", flehte ich und wich immer weiter zurück, um so viel Platz wie möglich zwischen uns zu kriegen. Ich verzog vor Schmerz mein Gesicht, als mein Rücken auf die Wand traf. "Du sitzt in der Falle.", sagte Harry mit einem triumphierenden Lächeln im Gesicht. Meine Augen weiteten sich, als er mir näher kam. Ängstlich schaute ich mich nach einer Fluchtmöglichkeit um, aber ich fand keine. "Oh Gott, ih!", schrie ich auf und zeigte auf die Wand hinter Harry. Etwas erschrocken drehte er sich um und ich ergriff die Chance. Ich sprang vom Bett und rannte so schnell, wie es nur ging in den Flur. "Ich kriege dich.", rief Harry mir lachend hinter her. "Nein.", rief ich grinsend und öffnete mit Schwung die Tür zum Gästezimmer. Die Tür knallte auf und Niall schreckte auf. Ups, er hat noch geschlafen... Vor Schreck saß er kerzengerade im Bett und musterte mich mit einer Mischung aus Schock und Sorge. Ich sprang auf das Bett und versuchte mich hinter Niall zu verstecken. "Was?", fragte er verwirrt, als Harry in den Raum stürmte. "Harry will mich durchkitzeln. Du musst mich beschützen.", flüsterte ich. Harry begann zu lachen. "Feige Bell, wirklich feige.", murmelte er schelmisch grinsend. "Niall ist mein großer Bruder. Er muss mich vor bösen Freunden, die einen kitzeln wollen, beschützen.", erklärte ich kichernd. Niall schaute immer noch etwas verwirrt zwischen uns beiden hin und her. Doch als ich das Wort "Bruder" ausgesprochen hatte, legte sich ein Lächeln auf seine Lippen und in seinen Augen blitzte etwas auf. Niall drehte sich zu Harry. "Hier kommst du nicht vorbei.", sagte Niall und versuchte ganz ernst zu klingen. Harry schüttelte lachend den Kopf und sprang auf Niall. "Na warte.", rief Niall lachend und schaffte es, dass Harry auf dem Rücken lag. Niall versuchte ihn zu kitzeln, aber Harry versuchte wieder die Oberhand zu übernehmen. Ich kicherte, während ich den Beiden zu sah, wie sie versuchten sich gegenseitig zu kitzeln. Das Bett ist gleich zu Ende... "Vorsicht.", rief ich etwas geschockt, aber da war es schon passiert. Harry und Niall rollten herum und fielen vom Bett auf den Boden. Schnell krabbelte ich zum Bettrand, nur um Harry und Niall jeweils auf ihrem Rücken liegend zu sehen, wie sie lauthals anfingen zu lachen. Ich begann ebenfalls bei ihrem Anblick zu lachen. "Du kannst gut lachen, Bell.", warf Harry lachend ein. Plötzlich griff er nach meinem Arm und zog mit einem Ruck daran, so dass ich den Halt verlor und auf Harry und Niall purzelte. Ich begann zu kichern. In diesem Moment verspürte ich seit längerem wieder, das Gefühl hier hin zu gehören und ein Gefühl von Familie. Natürlich gab Harry mir jeden Tag das Gefühl von Geborgenheit und Liebe, aber es ähnelte nicht dem, was ich jetzt verspürte. Es war ein anderes Gefühl von Geborgenheit. Auf meinen Lippen bildete sich ein strahlendes Lächeln. Ein Knarren ertönte und wir schauten irritiert zur Tür, in der Mum stand, die schmunzelte. "Was macht ihr denn da?", fragte sie amüsiert. "Das wissen wir auch nicht so recht.", sagte ich lachend und versuchte mich aufzusetzen, was sich als ziemlich schwierig herausstellte, da mein linkes Bein unter Harry's festhing. Harry lachte leise und half mir auf. "Ich habe Frühstück gemacht.", sagte Mum lächelnd und schloss die Tür hinter sich. Niall schaute mich an mit einem breiten Grinsen. "Weißt du eigentlich wie süß du morgens mit den verwuschelten Haaren aussiehst?", fragte Niall lächelnd. Meine Wangen färbten sich schlagartig rot. Harry begann leicht zu lachen. "Da hat er recht.", murmelte er und zog mich auf seinen Schoß. Dabei fiel mein Blick zum Fenster. Auf der Fensterbank türmte sich ein kleiner Haufen Schnee. Meine Augen weiteten sich und ich löste mich schnell aus Harry's Griff, um zum Fenster zu stürmen. Neuschnee! Voller Begeisterung schaute ich hinaus. Die Welt lag unter einer dünnen Decke Schnee und der Himmel war vollkommen blau. Nicht eine Wolke war zu sehen. Harry und Niall liefen mir neugierig nach. "Was gibt es denn da zu sehen?", fragte Niall interessiert. Harry schaute mich mit einem wissenden Blick an. "Schnee.", sagte er lächelnd. Niall schaute nun etwas irrtiert drein. "Ähh okay.", murmelte er verwirrt. "Es liegt Schnee.", sagte ich begeistert und stellte mich wie ein kleines Kind vor ihn und schaute ihn mit großen Augen an. "Du guckst wie ein Kleinkind an Weihnachten.", schmunzelte er und wuschelte durch meine Haare. "Kommt, wir müssen schnell frühstücken, dann können wir raus.", rief ich und lief in Richtung meines Zimmers. Ich brauche Ablenkung von den letzten Tagen und der Schnee kommt mir gerade richtig... "Klärt mich mal jemand auf?", fragte Niall immer noch etwas irritiert. "Bell liebt Schnee über alles, wahrscheinlich noch mehr als mich.", erklärte Harry lachend. "Das stimmt nicht.", rief ich lächelnd, als ich in mein Zimmer lief, um mir etwas anderes anzuziehen. Ich schloss die Tür hinter mir und suchte meine dicken Klamotten heraus. Das wird die größte Schneeballschlacht, die jeder von uns je erlebt hat... Meine Augen begannen vor Vorfreude zu strahlen.

Do you rescue me? (Harry ff)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt