Mitten in der Nacht

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Jason

Verschlafen guckte ich auf mein klingelndes Handy. Wer musste denn bitte jetzt anrufen? Auf dem Bildschirm erschien ein Name. 'Mr. Helber' Das war der neue Vermieter meines ehmaligem Hauses. Was wollte er denn noch so spät von mir? Eigentlich hatten wir alles genau im Vorhinaus geklärt. Genervt ging ich dran.

5 Minuten später legte ich auf. Wütend ließ ich meinen Kopf gegen die Glasscheibe fallen. 'Sowas konnte auch nur mir passieren', dachte ich angenervt. Im letzten Moment hatte Mr. Helber sich doch umentschlossen, er würde selber mit seiner Familie in das Haus einziehen. Anscheinend war ihm völlig egal, wo ich bleiben sollte. Ich hatte wirklich keine Ahnung, wo ich hinsollte. Zurück zu meiner Großmutter konnte ich nicht, ich hatte nicht das Geld um die Rückreise zu bezahlen. Draußen zogen die Felder und Bäume an mir vorbei, ich schloss die Augen. Ich war allein, allein und hilflos und musste mich der ungewissen Zukunft ergeben.

Der Schlaf hatte mich übermahnt. Von einer kalten Hand in meinen Haaren wurde ich geweckt. Zuerst starrte ich verduzt das Mädchen neben mir an, was sollte das? Der Anruf von eben kam mir in den Sinn, meine Laune verschlechterte sich abrupt. "Kann ich dir irgendwie behilflich sein?" Fragte ich sie ärgerlich. Sie sah mich peinlich berührt an? Ok, lief bei ihr irgendwas schief?

"Ähmm ähh, ich wusste nicht.. äh ich dachte,öhmm ja..." brachte sie hervor. Sehr informativ!
Sie stockte, ich erwartete nicht, dass sie noch mehr sagen würde, aber als ein kleiner Schmerz in meinen Oberarm schoss, wandte ich mich ihr wieder zu. "Was willst du? " Jetzt verdrehte ich meine Augen. Ich hatte gerade echt andere Probleme. "Ähhh, wie bin ich hier hingekommen? Achja und... wo bin ich überhaupt???". So schnell wie möglich versuchte ich alle Fakten rauszuhauen. "Du sitzt in einem Bus." Ja ich weiß, sehr hilfreich! "Deine Mutter sitzt 3 Reihen hinter uns,genau wie dein Bruder. Noch Fragen? " Ok, so viele Fakten waren das jetzt nicht. Mit einem leichten aufstöhnen massierte ich meine Schläfen, ich brauchte Schlaf und Zeit, zum Nachdenken. " Ja ähmm eine Frage hätte ich noch, wie bin ich denn hier hingekommen? Ich kann mich nicht erinnern hier hingegangen zu sein..." Mein gott sie stellte Fragen! Sie sollte froh sein hier zu sein. Sie sollte froh sein, ein Haus zu haben, genug Geld und wenigstens eine Mutter und einen Bruder, wahrscheinlich auch noch einen reichen Vater zu haben. Ich hatte keine Lust mehr auf sie, auf ihre unnötigen Fragen. Ich regte mich über sie auf, obwohl sie nichts falsches gemacht hatte. Das bemerkte ich im nächsten Moment.

Oh mein Gott, ich war so ein Dummkopf, was konnte sie denn schon dafür wenn ein Mann, den sie noch nicht mal kannte, mir einfach das Leben gerade schwer machte oder mir besser gesagt eine Hürde in den Weg gelegt hatte? Natürlich nichts... Sie hatte ja auch ein Recht darauf zu erfahren wie sie hierhin gekommen war und alles, ich an ihrer Stelle hätte es auch wissen wollen. Plötzlich bemerkte ich wie Nancy neben mir anfing zu zittern, da kam mir der Gedanke mich irgendwie zu entschuldigen. "Brauchst du eine Jacke? " fragte ich sie wieder im normalen Tonfall. "Ja das wäre nett", biberte sie." Schnell stand ich auf, zog den Reißverschluss runter und schlüpfte aus der Jacke ,die ich ihr jetzt um die Schultern legte. Zwar war sie fast genauso groß wie ich, aber viel schlanker umd schmaller. Sie sah ein wenig verloren in der großen Jacke aus, aber es durchströmte mich auch ein warmes Gefühl der Zufriedenheit, als ich sie so sah. Erst wirkte wie ein Zeichen, 'das ist meine und sie ist anständig! Sie ist eine Prinzessin, meine Prinzessin! ' Das zeichen gefiel mir. Stumm lächelte ich in mich rein.

Langsam machte sich die Kälte auch bei mir bemerkbar. Auf meinen Armen bildete sich Gänsehaut. So gut wie möglich versuchte ich mir nicht anmerken zu lassen, dass ich fror. Nicht, dass sie mir die Jacke zurück gab, das wäre peinlich gewesen. Die ganze Zeit bemerkte ich ihre fragende Blicke auf mir. Sie musterte mich
von oben bis unten, von der Seite und leicht von vorne. Ich sah es bildlich vor meinen Augen wie sie schließlich die Augen schloss und sanft in den Schlaf fiel. Eine Strähne war ihr ins Gesicht gefallen, vorsichtig schob ich sie hinter ihr Ohr. So saß ich jetzt da, beobachte sie beim schlafen. Ich musste zugeben, ich war fasziniert! Sie wirkte fast magisch, wie sie da so ruhig und friedlich schlief.

Ich spürte ein Zucken an meiner Schulter. Vielleicht war sie jetzt wieder wach. Jetzt oder nie. Ich mahm meine Hände und ließ sie in die Jacke gleiten, um ihren Bauch herum. (Natürlich nicht unters T-shirt!!!) Dabei schaute ich sie nicht an, dafür war ich zu feige. Ich beschloss noch einen schritt weiter zu gehen, sanft zog ich sie an meinen Oberkörper, ich hielt sie nur so leicht fest, dass sie sich jederzeit aus meinen Armen hätte lösen können. Als sie immer noch nichts sagte oder mir zeigte dass ich aufhören sollte, legte ich schließlich mein Kinn auf ihren Kopf. Ein Seufzer entwich meiner Kehle. Zu spät hatte ich versucht ihn zu unterdrücken. Ich war mir sicher, dass sie es mitbekommen hatte. Jetzt lässt sich da nichts mehr ändern.

So genoss ich eine Zeitlang die Fahrt, die Fahrt ohne bekanntes Ende für mich. Ich brauchte einfach diese Wärme, dieses Gefühl jemanden zu haben, ich brauchte ein wenig liebe, ein wenig Hoffnung.

Hi, ich wollte euch mal fragen was ihr von meiner Geschichte haltet und so. :) Ich weiß sie ist an einigen Stellen verbesserungsfähig, aber es ist meine erste wirkliche Geschichte und es macht mir echt Spaß sie zu schreiben. Ich freue mich immer über Verbesserungsvorschläge. Euch noch viel Spaß beim lesen.

Übrigens DANKE! Ich kann es nicht fassen, dass wirklich jemand meine Geschichte liest. Das macht mich so verdammt froh!!♥♥♥
~ Caro

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⏰ Letzte Aktualisierung: Nov 25, 2015 ⏰

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