Ein Kind ist so unbeschwert und voller Erwartungen und Lebensfreude. Manchmal muss man sich wie ein Kind verhalten, um die Sorgen, die einen zerfressen würden zu vergessen und einen Tag unbeschwert zu leben...
Annabell's POV:
Harry legte seine Arme von hinten um mich und küsste meine Wange. Plötzlich löste Harry sich von mir. Etwas irritiert drehte ich mich um und beobachtete das Geschehen. Niall schaute Harry verwirrt an und sein Blick wanderte an Harry herunter bis sich seine Augen plötzlich erschrocken weiteten. Aus dem Nichts heraus begann er los zu rennen. "Harry, was machst du?", fragte ich nichts ahnend. Mit einem teuflischen Lächeln drehte er sich um. "Die Schlacht kann beginnen.", rief er und plötzlich landete etwas kaltes in meinem Gesicht. Ein Schneeball... "Harry, das kriegst du zurück.", rief ich und wischte den Schnee aus meinem Gesicht. Schnell bückte ich mich, um einen Schneeball zu machen, während Harry lachend hinter Niall hinter her rannte. Niall warf seinen Schneeball, doch dieser verfehlte Harry meilenweit. "Ahh.", schrie Niall und rannte auf mich zu. Ich begann zu kichern und nutzte Niall als Tarnung. Niall stürmte an mir vorbei und in dem Moment holte ich aus. Der Schneeball löste sich aus meiner Hand und flog in einem hohen Bogen in Richtung Harry. Es war als würde alles in Zeitlupe ablaufen. Harry's Augen weiteten sich und kurz danach klatschte der Schneeball in sein Gesicht. Sein Blick war so genial, dass ich anfangen musste zu lachen. "Flieht ihr Narren.", zitierte Harry Gandalf aus Herr der Ringe. Ich drehte mich schnell um und begann kichernd vor ihm weg zu rennen. Niall versteckte sich hinter einem Baum. Ob er wohl denkt, dass man ihn dahinter nicht sieht... Harry rannte hinter mir her und war kurz davor mich einzuholen, als er ausrutschte und hin fiel. Geschockt blickte ich zurück und rannte besorgt zu ihm. "Hast du dir weh getan?", fragte ich beunruhigt. "Nein, geht schon.", murmelte er und streckte seine Hand aus. Um ihm zu helfen, wollte ich sie ergreifen, als er mich in den Schnee zog. Er beugte sich über mich und begann mich einzuseifen. "Niall!", rief ich lachend und versuchte keinen Schnee in den Mund zu bekommen. "Hilfe!", quiekte ich, als Harry begann mich zu kitzeln. "Lass meine Schwester los.", rief Niall lachend und stürzte sich mit einem riesigen Schneeball auf Harry. "Oh Gott.", rief Harry, dessen Haare nun mehr weiß als braun waren. Ich kicherte und setzte mich auf. Harry schüttelte lachend seinen Kopf, so dass der ganze Schnee auf mir landete. "Oahh Harry.", seufzte ich und wischte mir erneut den Schnee aus dem Gesicht. "Wie wäre es, wenn wir einen Schneemann bauen?", schlug Niall vor. Ich nickte heftig. Harry lachte leicht bei meinem Anblick. Mein Körper war bepudert mit Schnee und meine Wangen glühten rot durch die bitterliche Kälte um uns herum. Harry half mir auf und Niall begann eine Schneekugel über das schneebedeckte Gras zu rollen. "Ich mache den Kopf.", rief er lächelnd. "Wir machen den Körper.", sagte Harry zu mir und wir begannen damit eine Kugel zu formen. Ein Schneemann bauen wie früher... Ich weiß, das ist alles nicht sehr erwachsen, aber genau das brauche ich heute. Ich möchte einfach wie ein Kind sein, das sich um nichts Sorgen machen braucht. Einfach unbeschwert sein und die Sorgen an sich vorbei ziehen lassen. Tief einatmen und in einem Meer aus Schnee versinken... Auf meinen Lippen wuchs ein breites Lächeln, während ich Harry half die Kugel über den mit schneebedeckten Rasen zu rollen. "Ich glaube, das reicht schon.", sagte Harry stolz über unser Werk. Ich nickte ihm zustimmend zu. "Der Kopf ist auch fertig.", rief Niall und trug die Schneekugel, die doppelt so groß wie sein Kopf war, zu uns. Vorsichtig setzte er den Kopf auf dem Körper ab. "Schnell befestigt ihn mit Schnee.", sagte er lachend. Ich bückte mich und klopfte etwas Schnee zwischen den Rumpf und den Kopf des Schneemanns. Harry schaute Niall und mir nur belustigt zu. "Kannst du jetzt auch mal mithelfen?", fragte Niall sichtlich empört und stupste Harry an. Dabei ließ er den Kopf los, der sich etwas in Bewegung setzte. "Niall.", schrie ich geschockt und hielt den Kopf auf, bevor er herunter fallen konnte. "Sorry Annabell.", murmelte er und hielt wieder den Kopf fest. Ich schaute Harry wütend an. "Wieso bekomme ich jetzt den bösen Blick zugeworfen? Ich habe nichts gemacht?", fragte Harry verwirrt. "Ja eben, du hast nichts gemacht.", murmelte ich. Er seufzte und schubste mich vorsichtig in den Schnee. "Ey.", rief ich empört, doch da begann Harry mich nun schon zum zweiten Mal am heutigen Tag mit Schnee einzuseifen. Ich versuchte mich lachend aus seinem Griff zu winden, aber er war zu stark. "Leute, soll ich noch den ganzen Tag hier stehen? Meine Füße frieren so langsam an.", seufzte Niall und verdrehte lachend die Augen. Harry ließ mich los und stand mürrisch auf. "Es hat gerade Spaß gemacht.", murrte er. "Vielleicht dir.", fügte ich hinzu und streckte ihm kurz die Zunge heraus. Niall begann zu lachen und ich schaute Harry unschuldig an, nur um dann anzufangen zu kichern. An sich hat es Spaß gemacht, aber zweimal an einem Tag eingeseift zu werden, muss auch nicht unbedingt sein... "Harry, hilfst du Niall den Kopf zu befestigen?", fragte ich und drehte mich schon zum Gehen bereit herum. "Ja klar, aber wo gehst du hin?", fragte er irrtiert. "Mache dir keine Sorgen. Ich hole nur schnell etwas.", erklärte ich und öffnete schon die Tür zum Hauswirtschaftsraum. Als ich herein ging, stand Mum da und hing Wäsche auf. "Annabell, wollt ihr langsam rein kommen?", fragte Mum lächelnd. "Gleich, wir müssen erst den Schneemann zu Ende bauen.", erklärte ich lächelnd. "Ach Annabell, hast du die Jungs überredet?", fragte sie und zwinkerte mir zu. "Das war Niall's Idee.", versuchte ich mich zu verteidigen. Meine Fingerspitzen kribbelten, weil sie sich langsam aufwärmten. "Ihr seit euch ziemlich ähnlich.", stellte sie lächelnd fest. "Das wird sich wohl noch herausstellen.", murmelte ich unsicher. Niall und ich lernen uns erst kennen. Ich weiß noch nicht so viel über ihn... "Haben wir einen Hut, einen Schal, eine Karotte und Kastanien?", fragte ich schnell aufgeregt, als mir das Thema einfiel, weshalb ich überhaupt hinein gelaufen war. "Ich gucke eben. Warte hier, ich möchte den Schnee nicht in der ganzen Wohnung.", sagte sie lächelnd. Mum wirkt irgendwie seit heute morgen befreiter und irgendwie glücklicher... Es dauerte nicht lange, da brachte Mum einen alten braunen Cowboyhut, einen orangenen Schal und eine Karotte mit. Ich lächelte sie dankend an. Sie drehte sich um und lief zu einem der Regale, um einen Schuhkanton heraus zu holen. "Da sind noch Kastanien drinnen.", fügte sie hinzu und reichte sie mir. "Danke.", sagte ich glücklich und wollte mich schon wieder umdrehen. "Ich mache euch Kakao und stelle Kekse heraus, damit ihr euch aufwärmen könnt.", rief sie und lief hinaus in den Flur. "Okay.", rief ich ihr hinter her und stürzte mich zurück in die Kälte. Harry und Niall saßen etwas unschlüssig vor dem Schneemann und redeten. Kichernd lief ich auf sie zu. "Schaut, was ich mitgebracht habe.", sagte ich glücklich. Harry und Niall standen auf. "Accessoires für den modebewussten Schneemann.", sagte Niall. Wir begannen zu lachen und begannen die Sachen am Schneemann anzubringen. "Mum macht Kakao und Kekse.", erzählte ich, während ich aus einer Kastanie ein Auge für den Schneemann machte. "Ja, Kekse.", rief Niall aufgeregt. Ich begann zu kichern und Harry verdrehte amüsiert die Augen. "Also ich finde, er ist richtig gut geworden.", staunte Harry über den fertigen Schneemann. "Finde ich auch.", sagten Niall und ich gleichzeitig. Wir schauten uns lächelnd an. "Ich bin für ein Selfie mit Mr. Snowman.", schlug Niall vor. "Ich würde ihn eher Lucky Luke nennen.", schmunzelte Harry und zeigte auf den Cowboyhut. Wir begannen zu lachen und stellten uns neben unseren Schneemann. Niall holte sein Handy aus seiner Jackentasche und schoss ein Foto von uns und Mr. Snowman. "Und jetzt lasst uns hinein gehen, es wird kalt.", sagte Harry und rieb seine Hände an einander. Ich nickte ihm zustimmend zu. Meine Hände zitterten leicht und Harry warf mir einen besorgten Blick zu. Ich lächelte ihn beruhigend an und wir gingen hinein. Ich schloss die Tür hinter uns und begann meine dicke Jacke auszuziehen. Fertig frisch gemacht liefen wir in die Küche und ich war froh endlich einen warmen Kakao zu trinken. Wenn man draußen ist, bemerkt man gar nicht, wie die Kälte einen langsam zerfrisst...
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Do you rescue me? (Harry ff)
FanficAllein, wann ist man allein? Man kann allein sein, weil man weder Freunde noch Familie hat oder man besitzt beides und fühlt sich allein... Annabell ist 16 und ist eigentlich glücklich mit ihrem Leben bis etwas Schreckliches geschieht. Wer wird sie...