Kapitel 90 - Eine SMS beim Frühstück...

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Manche Entscheidungen erfreuen nicht nur dich sondern auch einen Großteil deiner Mitmenschen....

Harry's POV:
"Man muss aber auch zugeben, dass Annabell wundervoll ist. Sie ist so lieb und sie tut Harry so gut.", sagte Mum lächelnd. Ja, das tut sie wirklich... Plötzlich vibrierte mein Handy in meiner Hosentasche. Ich holte es zaghaft hervor und warf einen kurzen Blick darauf.
Ich werde heute Greg kennenlernen und ganz ehrlich, ich habe Angst, dass er mich nicht mögen könnte...
Ich las die Nachricht genau. Bell lernt Greg kennen... Wer ist Greg? Ich kenne keinen... Niall's Bruder! Ich schaute kurz von meinem Handy auf zu den anderen, um nicht so unhöflich zu wirken. "Wer hat dir geschrieben?", fragte Mum neugierig. "Bell.", murmelte ich nur kurz, da ich in Gedanken Wörter zusammen suchte, die Bell beruhigen könnten. "Ist etwas passiert?", fragte Gemma etwas beunruhigt. "Nein, nicht wirklich.", versuchte ich sie beruhigen und schaute zurück auf mein Handy. Greg war früher immer total nett. Ich habe mir manchmal genauso einen coolen großen Bruder gewünscht, wie Niall ihn bis heute hat... Ich schmunzelte kurz. Meine Schwester war mir halt manchmal zu langweilig... Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Greg sie nicht mögen sollte... Bell muss man einfach mögen. Ich begann zu tippen. "Das klingt aber nicht überzeugend, Harry.", meinte Robin nachdenklich.
Du brauchst keine Angst haben. Greg ist ein wundervoller Mensch. Du wirst ihn lieben und ich bin mir sicher, dass er dich sofort ins Herz schließen wird. Seid ihr dann später nicht zu Hause?
Ich las meine Nachricht nochmal über und schickte sie dann ab. "Sie hat nur ein bisschen Angst jemanden zu treffen.", versuchte ich zu erklären ohne zu viel zu erzählen. "Wen denn?", fragte Gemma neugierig. Soll ich es einfach erzählen? Na ja ich meine, ich kann ihnen ja vertrauen... "Greg.", gab ich zu. "Welcher Greg?", fragte Mum nachdenklich. "Niall's Bruder.", schlussfolgerte Louis, der die ganze Geschichte zwischen Bell und Niall seit heute kannte. "Niall?", fragten Mum und Gemma verwirrt. Ich nickte etwas unschlüssig. "Wer ist Niall?", fragte Robin nun sichtlich irritiert. "Mein bester Freund.", erklärte ich langsam. "Du meinst dein ehemaliger bester Freund.", meinte Gemma unsicher. Mum schaute mich mit leuchtenden Augen an. Sie mochte Niall schon immer gerne... "Nein, wir sind wieder befreundet.", gab ich zu und zauberte auf Mum's Gesicht ein breites Lächeln hervor. "Oh wie schön.", sagte sie sichtlich glücklich. "Wie kam es dazu?", fragte Gemma noch nicht ganz überzeugt. "Das ist eine lange komplizierte Geschichte. Fakt ist, Niall ist Bell's Halbbruder.", versuchte ich mich so kurz zu fassen wie möglich. Es war totenstill am Tisch. Gemma und Mum schauten mich mehr als geschockt an. "Niall's Mutter war nie tot.", führte Louis nun weiter aus. "Sondern sie war die ganze Zeit über bei Bell und ihrem Dad.", erklärte ich leise. Mum's Mund klappte auf und Gemma war kreidebleich. Es verging Sekunde um Sekunde, man nahm keine Regung von Mum und Gemma wahr. "Okay.", sagte Robin und räusperte sich leicht, um die erdrückende Stille am Tisch zu brechen. Ich zuckte zusammen, als mein Handy, das noch immer auf meinem Oberschenkel lag, zu vibrieren begann. Schnell schaute ich zu meinem Handy und entsperrte es.
Doch wir sind Zuhause, Greg besucht uns hier, das heißt, du kannst ruhig zu uns kommen. Ich würde mich freuen und danke Harry. Ich liebe dich ♡
Aufmerksam las ich die Nachricht und ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen. Gut, dann kann ich sie sehen. Es klingt verrückt, aber ich vermisse sie schon jetzt, obwohl wir noch nicht mal 24 Stunden voneinander getrennt sind... Schnell begann ich eine Antwort zu tippen.
Okay, ich komme dann später vorbei. Vermisse dich schon jetzt, ich liebe dich
Ich schickte die Nachricht ab und sah wieder hoch zu den anderen. Mum und Gemma schienen sich von dem Schock einigermaßen erholt zu haben. Mum schaute zu mir. "Das heißt, Niall's Mutter lebt und ist die Mutter von Annabell?", versuchte Mum sich zu vergewissern. Ich nickte und aß ein Stück meiner Pancakes. "Und wie lange weiß Niall es schon?", fragte sie unsicher. "Auch erst seit ein paar Tagen.", gab ich zu und aß auf. "Wusste es Annabell denn schon vorher?", fragte Mum besorgt. Ich schüttelte den Kopf und nahm einen Schluck meiner heißen Schokolade. Gemma verzog das Gesicht. "Was ist?", fragte Louis besorgt. "Annabell muss mit so viel in so kurzer Zeit klar kommen, das ist echt heftig.", murmelte Gemma nachdenklich. "Sie scheint wirklich stark zu sein.", schlussfolgerte Robin. "Sofort klingelte ich und hörte, wie sie die Tür öffnete. Ich trat gleich ein und sie fiel weinend in meine Arme. Sie zitterte am ganzen Körper und suchte verzweifelt bei mir Halt. Schnell schloss ich sie fest in meine Arme. "Alles ist gut, Annabell. Ich bin hier.", flüsterte ich beruhigend und streichelte ihr über ihren Rücken, während ich die Tür mit meinem Fuß zu kickte." Die Erinnerung schoss durch meine Gedanken. Bell ist stark. Sie ist unglaublich stark. Doch auch sie bricht zusammen unter der Last, aber das wird nicht passieren, denn ich werde ihr immer auf helfen und sie solange stützen, wie sie mich bei sich haben möchte. Sie ist mein Leben und ich würde meines für das ihre geben. "Sie hat aber seit dieser Woche auch eine große Stütze an ihrer Seite.", sagte Louis stolz und legte seinen rechten Arm um meine Schulter. "Harry und eine Stütze?", fragte Robin etwas amüsiert. Mum schaute ihn wütend an. Er wird wohl seine Vorurteile nicht so schnell vergessen... Aber daran bin ich selber schuld... "Natürlich, er kümmert sich liebevoll um sie und würde alles für sie tun. Erst vor ein paar Tagen hat sie ihn mitten in der Nacht angerufen wegen eines Albtraums, Harry hat seine sieben Sachen gepackt und ist so schnell wie möglich zu ihr gegangen, um für sie da zu sein. Ich glaube, Annabell kann sich echt glücklich schätzen Harry zu haben.", verteidigte mich Louis. Ich lächelte ihm dankend zu. Mum schaute mich voller Stolz an. "Mitten in der Nacht?", fragte Gemma nach. Louis und ich nickten bestätigend. "Ich erkenne dich echt nicht wieder.", meinte Gemma grinsend. Mein Handy vibrierte und ich schaute schnell herunter.
Ich freue mich, denn ich vermisse dich auch ♡
Ich lächelte glücklich. Ihr ergeht es nicht anders... "Entschuldigung, könnten wir zahlen?", fragte Robin den Kellner, als er zum Nebentisch lief. "Natürlich, einen Moment bitte.", antwortete der Kellner. "Wollt ihr schon gehen?", fragte Louis etwas erstaunt. "Ich habe gleich noch einen Termin, aber Anne und Gemma bleiben noch.", erklärte Robin entschuldigend. "Okay.", antworteten Louis und ich...

Do you rescue me? (Harry ff)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt