2.Kapitel

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Am nächsten Morgen zog das Mädchen sich in alles Ruhe um ging dann in das Restaurant, das zum Hotel gehörte. An diesem Donnerstag trug die 16-Jährige einen schwarzen Rock und ein weißes Top. Wie jeden Tag hatte Haley ihr Glücksarmband an. Nach einer Stunde fuhr das Mädchen mit einem Shuttlebus durch London. Nach der Tour durch Englands Hauptstadt aß die 16-Jährige eine Kleinigkeit in einem Bistro. Haley vergaß total die Zeit und erst als es 13:00 Uhr war, bemerkte sie, dass sie in einer Stunde in der Halle sein musste. Um ein Taxi zu rufen war es schon zu spät, denn bis dieses da gewesen wäre und sie dann zum Casting gefahren hätte, würden  neunzig Minuten vergehen. Also lief sie los. Kleine Kinder schauten ihr hinterher und die Vögel flogen schnell weg, als sie angerannt kam. Haley musste es schaffen in knapp einer Stunde die Halle zu finden. Um 13:50 Uhr erreichte sie die Halle. Ohne Puste saß sich Haley auf das Sofa. Eine junge Frau saß sich neben sie und plauderte ein wenig mit ihr. Die 16-Jährige verstand sich gut mit der nur zwei Jahre älteren Kandidatin. Um 14:10 Uhr wurden die fünfzehn Mädels auf die Bühne gebeten. In dem Saal waren keine Zuschauer, nur die fünf Jungs von One Direction.

„Hallo Mädels.“, begrüßte Liam sie. „Wir haben uns gestern und auch heute Morgen darüber den Kopf zerbrochen, wer von euch am Besten zu uns passen würde. Also, als erstes werden wir bekannt geben, wer von euch die fünf Finalisten sind. Louis?“ Louis las von seinem Zettel ab: „Ja, also die folgenden Mädchen, deren Name ich nenne, sind in der nächsten Runde. Okay Brook Davis, Peyton Sawyer, Bella Thorne, Victoria Justice und…” Jedes noch nicht genannte Mädchen hoffte, dass Louis ihren Namen nennen würde. Der 19-Jährige schaute alle Mädels an und verkündete dann: „Haley James!“ Fünf Mädchen freuten sich und für die anderen zerbrach eine Welt. Die fünf Auserwählten blieben auf der Bühne. Die restlichen Mädels verließen sie. Zayn erklärte: „Jetzt wird Jede von euch einen Umschlag ziehen, in dem ein Name von und steht. Mit Demjenigen, den ihr gezogen habt, werdet ihr morgen ein Duett singen. Zieht jetzt bitte einen Umschlag!“ Der Mann, der Haley vor ihrem Auftritt das Mikrofon in die Hand gedruckt hatte, betrat die Bühne. Er hielt fünf silberne Umschläge in der Hand. Brook durfte als Erste ziehen. Danach ging es die Reihe durch. Haley konnte nur noch den letzten Umschlag an sich nehmen. Die Fünf öffneten die Umschläge und zeigten sie der Jury. Haley hatte Harry gezogen, worüber sie dieser sich sehr freute.

Während der Fahrt ins Hotel starrte sie ihr Glücksarmband an. Alle Anhänger bedeuteten etwas Bestimmtes in Haleys  Leben. Der Eiffelturm bedeutete zum Beispiel, dass sie dort mal mit ihrer großen Liebe hin möchte. Das Taxi hielt an und die 16-Jährige wurde aus ihrem Tagtraum geweckt. Haley begrüßte Jeden und wartete an der Empfangstheke auf einen Mitarbeiter des Hotels. Nach gefühlten zehn Minuten kam eine Dame angewackelt und fragte: „Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?“ Haley zögerte, weil sie die Frau merkwürdig fand: „Ja, ich hätte gerne mein Zimmerschlüssel.“ „Ihr Name“, fragte die Dame. „Haley James“, antwortete die 16-Jährige. „Tut mir leid, aber hier liegen ihre Schlüssel nicht. Ich müsste kurz zu einem Kollegen, um das zu klären.“, erklärte die Dame. „Oh nein, das ist nicht nötig. Vielleicht ist das Zimmer noch offen.“, unterbrach das Mädchen sie. Haley wollte nicht noch hundert Stunden warten, bis diese Schildkröte zurückgekommen wäre und außerdem hatte die 16-Jährige die Vermutung, dass sie einfach nicht richtig nachgesehen hatte. Das Mädchen bedankte sich höflich und ging dann die Treppen hoch, zu ihrem Hotelzimmer. „Wie soll ich jetzt ins Zimmer kommen?“, murmelte sie leise vor sich hin. Doch dann sah die 16-Jährige, dass die Tür ihres Hotelzimmers aufstand. Auf Zehenspitzen schlich Haley sich ins Zimmer. Langsam öffnete sie die Badezimmertür. Dort war niemand. Das Mädchen ballte die Fäuste und schlich sich den Miniflur zum Schlafzimmer entlang. Sie hörte etwas. Jemand stand genau in dieser Ecke, in der ein Nachttisch stand. Haley schlich sich um die Ecke, schrie ganz laut und tritt dem Typen, der sich gerade umdreht hatte, in die Weichteile. „Oh Gott, Harry!“, kreischte Haley. Harry legte sich aufs Bett und verkniff die Augen. Das Mädchen beugte sich über ihn und rief: „Oh Harry!“ Die 16-Jährige wollte ins Badezimmer rennen, um etwas zum Kühlen zu holen, doch plötzlich stand die Dame aus der Empfangshalle vor ihr. Mit großen Augen starrte sie abwechselnd Harry und Haley an. Dann lief sie rot an und sagte: „Entschuldigung!“ Harry setzte sich aufrecht hin und die Dame verschwand ganz schnell. Haley hielt die Luft an und lachte laut los, als sie die Tür zuknallen hörte. Sie schmiss sich vor lauter Lachen aufs Bett. Harry, der immer noch Schmerzen hatte, schaute das Mädchen verdutzt an. Haley sah ihn an und musst noch einmal lachen: „Harry, tut mir leid, wirklich!“ „Schon okay.“, meinte der 17-Jährige, der nun auch grinste. „Ich hoffe, dass das nicht die beste Freundin deiner Mutter ist!“, sagte Harry. Haley hörte auf zu lachen und stand vom Bett auf. „Wieso bist du überhaupt hier?“, fragte sie und schloss ihren offenen Koffer, indem man ihre Unterwäsche sehen konnte. Der 17-Jährige sah ihr dabei zu und grinste: „Na ja, ich wollte mal hören, welchen Song du ausgesucht hast.“ „Welchen Song ich ausgesucht habe?“, stotterte sie. „Morgen singen wir ein Duett.“, meinte Harry. „Ja ich weiß. Es ist nur, na ja, ich will ein Duett singen, an das sich die Menschen in hundert Jahren noch erinnern. Verstehst du?“, erklärte das Mädchen dem Superstar. „Okay ich habe eigentlich gedacht, dass wir nur ein Duett singen, aber das ist auch okay.“ Die Beiden mussten lachen. Haley saß sich neben ihn aufs Bett. „Ich wollte eben nur deine Handynummer, aber wenn du...“ „Okay, vielleicht solltest du gehen!“, unterbrach die 16-Jährige den Jungen. Sie sprang auf und wollte dem Jungen die Tür öffnen, doch dieser stand auf und hielt sie am Arm fest. Haley sah ihm in die Augen und fragte: „Du weißt, dass ich treten kann?“ „Ja und wie!“, antwortete er. „Hör zu Haley“, sagte Harry „dass mein ich alles nicht so ernst. Solche Dinge zu sagen ist nun mal meine Art. Tut mir leid, wenn ich dich damit einschüchtere, aber mit dieser Art verdiene ich mein Geld.“ „Okay, wenn du mich jetzt loslässt, können wir vielleicht von vorne anfangen und dann sag ich dir, welchen Song ich gerne mit dir singen würde.“, schlug die 16-Jährige vor. Harry ließ ihren Arm los und ging zur Tür. „Was wird das denn jetzt?“, fragte Haley. Der Junge drehte sich um, kam auf das Mädchen zu, streckte ihr die Hand aus und sagte: „Hey, ich bin Harry Styles! Und wer bist du?“ Die 16- Jährige lachte, machte dann ein ernstes Gesicht, gab Harry die Hand und antwortete: „Ich bin Haley James!“ Die Beiden ließen ihre Hände wieder los und saßen sich aufs Bett. Harry schnappte sich seine Gitarre, spielte ein paar Akkorde und fragte Haley dann: „Also liebe Gesangspartnerin, welchen Song schlagen Sie vor?“ „Lieber Gesangspartner, ich dachte da an „Call me maybe“.“ „Du weißt, dass das kein Duett ist?“, fragte Harry. Haley nickte: „Aus jedem Song kann man ein Duett machen!“ Nach kurzem Zögern zückte der Superstar sein iPhone und suchte nach den Noten des Liedes. Haley dachte sich nur: 'Alles klar, Superstar! ', als sie das teuere Handy sah. „Hier ist der Text!“, sagte Harry und hielt der 16-Jährigen das Handy unter die Nase. „Ich kenn den Text!“, meinte Haley. „Okay. Willst du den Text alleine einteilen oder soll ich dir helfen?“, fragte der 17-Jährige, woraufhin Haley antwortete: „Wir machen das zusammen, okay?!“ „Alles klar. Kannst du spielen?“ Harry hielt seine Gitarre hoch. Das Mädchen hätte ja sagen können, denn sie hatte bereits mit acht Jahren Gitarrenunterricht, aber stattdessen sagte sie: „Ich kann es ja mal versuchen.“ Der Superstar schrieb die Noten auf einen kleinen Zettel und legte ihn neben Haley. Er las sich den Text einmal durch und nickte Haley dann zu: „Wir spielen den Song am Besten einmal durch und danach teilen wir den Text ein.“

Haley James - Mein Leben als Rockstar (1)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt