Er drehte sich um, sah mich an und ich fühlte mich schon wieder ertappt. Ok er sah gut aus aber musste ich mich ständig deswegen schlecht fühlen? Er war doch nun wirklich nicht der erste Mann den ich sah? *aber wohl der erste der mir auch gefiel* Langsam kam er auf mich zu „willst du nicht tanzen?"-„ist nicht ganz so meine Welt" lächelte ich freundlich. „Genau so wenig wie Fußball?" grinste er mich frech an und ich erwiderte es „nein nicht ganz so schlimm"-„dann komm mit und lass uns tanzen"-„ähm ich hatte gerade gesagt das es nicht meine Welt ist"-„ähm und das ist mir gerade egal" er schaute mir tief in die Augen „also komm" ich kam gar nicht zum Antworten da ich in Gedanken viel zu abgelenkt war von seinen Augen und er zog mich auch schon vom Stuhl. Ich erkannte das Lied da es zu meiner langen Liste von Liedern gehörte die mir gefielen, das war aber auch schon alles. Es war von Justin Timberlake und meine Musikrichtung. Allein in meinem Zimmer. Mit zugezogenen Vorhängen. Nicht gedacht für volle Tanzflächen in überfüllten Discos auch wenn man in einem Vip-Bereich war. Das Lied war für mich so nicht tanzbar ohne mich nicht lächerlich zu machen. Ich sah zu den anderen rüber die sichtlich alle Spaß hatten sich anzutanzen, mit dem Arsch zu wackeln und sich zu bewegen als wären ihre Körper aneinander geschmolzen. Ich fühlte plötzlich zwei Hände die sich von hinten auf meine Hüfte legten und ein Raunen im Ohr "so schwer ist das nicht. Bewege dich einfach zur Musik" mir stellten sich die Nackenhaare und ich bekam Gänsehaut. Marco drückte sich an mich und schob meine Hüfte hin und her. Automatisch bewegte ich mich und ließ es zu so von ihm geführt zu werden. "Du kannst es ja doch?" Hörte ich ihn in mein Ohr lachen. Es wunderte mich selbst das ich mich einfach treiben ließ und musste mir wohl eingestehen das es an Marco lag und an nichts andrem. Es machte richtig Spaß und es wurde dann doch noch die gewünschte Party. Ich merkte irgendwann dass meine Kehle vor Durst brannte und ich sagt Marco Bescheid. Er nahm mich direkt an der Hand und zog mich von der Tanzfläche zurück zur Bar. Schnell setzte ich mich hin und wollte bestellen doch Marco kam mir zuvor. „Was trinkst du?"-"Wasser mit viel Zitrone!" Er grinste und sagte es dem Barkeeper "das bitte zweimal"-"hat das Bier nicht geschmeckt?"-"doch aber wie du dich sicher erinnern wirst fahre ich"-"ach ja oder du hupst wie wild" grinste ich. „Das tut mir im Übrigen leid. Ich bin sonst nicht so aber der Tag war einfach nicht meiner" ich war erstaunt über diese Offenheit und nickte „Entschuldigung angenommen" erwartungsvoll schaute er mich an "was?" er gab mir keine Antwort er schaute mich nur an "waas?" Er fing an zu grinsen und ich wurde unruhig "was willst du?"-"naja ich warte auf deine Erklärung und deine Entschuldigung" lachte er. „Ich bei dir?"-"ja schon bei dem was du mir alles an den Kopf geworfen hast wäre eine Entschuldigung ganz nett" ich grinste ihn an "ich habe von deiner Hupe immer noch nen Tinnitus und ich soll mich entschuldigen? Da wartest du aber mal bis du schwarz wirst" er kniff mich in die Seite "du bist wirklich eine freche Göre! Was macht eigentlich eine Frau wie du, mit so vielen Schuhen? Handelst du damit?"-"was soll das denn heißen, eine Frau wie ich?"-„du machst mir nicht den Eindruck als würdest du dir umso Oberflächlichkeit Gedanken machen"-"da muss ich dich leider enttäuschen, ich hab einen Schuh Tick und brauch es auch beruflich"-"ja? Was machst du denn?" ich hätte mich ohrfeigen können. Wie kam ich aus der Nummer? Es ging ihn nichts an *ok du willst ihm es nicht sagen weil du ihn toll findest* musste ich mir eingestehen. „Ich ... ähm ... ich bin selbständig"-"und das mit Schuhen?"-"nicht ganz" musste ich lachen. „Also ich höre?"-"Bürokauffrau, Steuern und so Zeug. Langweilig. Nix was wohl mit deinem Beruf vergleichbar wäre" lächelte ich ihn an und hoffte das Thema hätte ein Ende und er machte mir auch den gefallen. „Kann es denn sein das ihr letztes Wochenende gegen Schalke gespielt habt?" Fragte ich einfach mal ins blaue "ja und Luna?" er schaute mir schon wieder so tief in die Augen und ich schmolz dahin und hing nur an ihnen und seinen Lippen die sich gerade zu einem breiten Grinsen formten „wir sollten das Thema wechseln. Aber wenn du es wissen willst. Wir haben heute auch gewonnen. Darum sind wir hier zum Feiern. Also lass uns feiern" er hob sein Wasserglas hoch und wir prosteten uns zu und ich meinte "Glückwunsch"-"du kannst richtig nett sein! Doch keine so freche Göre wie ich anfangs dachte" schmunzelte er mich an „du solltest aber dein Glück nicht herausfordern" funkelte ich ihn böse an. „Werde ich mein Glück herausfordern wenn ich dich frage ob wir nochmal tanzen?" wie könnte ich bei den Augen Nein sagen? Wie könnte ich bei ihm überhaupt zu etwas Nein sagen? Ich nickte und er zog mich auch schon mit. Kaum waren wir auf der Tanzfläche, hatte der DJ wohl den falschen Knopf gedrückt und es lief ein Kuschelsong. „Mhmm schade war wohl nix mit tanzen" sagte ich und wollte gerade wieder abdrehen als er mich fest hielt und an sich zog "auch darauf kann man sich bewegen" flüsterte er mir ins Ohr. Er nahm meine Hände und legte sie sich auf seine Schultern „es ist auch nichts anderes als vorher" sagte er leise und mir blieb fast der Atem stehen weil er mir so nah war. Noch schlimmer war es wie er mich ansah. Kein Gedanke konnte mehr gerade ausgehen in meinem Kopf. Es war wie ein Spinnennetz in das ich mich verfing. Ich drehte unter Gewalt meinen Kopf zur Seite denn ich konnte es nicht länger ertragen. Das Parfüm *oder war es doch Rasierwasser?* stieg mir wieder in die Nase, doch diesmal so nah das ich es einatmen konnte ohne das es für mich peinlich wurde. Ich liebte es und plötzlich lag meine Stirn an seiner Schulter. Seine Hände die noch an meinen Handgelenken war streiften langsam über meine nackten Arme, über die Schultern dann über meinen Rücken und blieben auf meiner Hüfte. Ich merkte deutlich wie er mich fester an sich ran zog und ich wäre am liebsten in diesem Moment zur Salzsäule erstarrt um für die Ewigkeit so mit ihm zusammen sein zu können.
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LLL-Leben, Liebe, Leidenschaft
FanfictionLuna hatte einen weiten Weg, von Berlin bis Gelsenkirchen und ihr Leben könnte mehrere Bücher füllen. Ein Kapitel wäre aufregender als das andere und dennoch, darf ihre große Liebe nichts davon wissen. Wird sie ihr Doppelleben aufrecht halten können...