Die Tür des Deep Purple wurde geöffnet und lautes Gelächter drang an mein Ohr. Kiki, Niki und im Schlepptau Dimitri mit Kirill. Sie kamen auf mich zu und Dimitri ließ sich nicht aufhalten zu mir hinter die Theke zu kommen um mich fest in den Arm zu nehmen und vom Boden hoch zu heben. "Meine kleine Luna"-"oh Gott lass mich runter. Es freut mich auch dich zu sehen" lachte ich los. "Wollt ihr was trinken?" Fragte ich als ich wieder Boden unter den Füßen hatte. "Erst das Geschäft dann die Party" sagte er plötzlich ernst zu mir. Da es schon spät war und kein Gast mehr im Haus war, schloss ich die Türen und wir setzten uns an einen der Tische. Dimitri fackelte auch nicht lange und kam direkt auf den Punkt "ich stehe immer noch in Jennys Schuld wegen meiner kleinen Schwester und schulde jetzt dir was. Sag mir was ich tun soll. Ich bin egal für was dein Mann und sei es noch so dreckig"-"ich will nur das jemand mir glaubt das es besser ist die Finger von mir und meinem Leben zu lassen"-"hast du Namen und Adresse?"-"Mattes und ich hoffe wir haben auch eine Adresse?" Ich sah meine zwei Mädels an "ja wir haben Adresse und wohl seine Stammkneipe" sagte Niki "er war extrem angepisst Luna. Ich trau dem alles zu. Wir wissen ja nicht was dazwischen euch abging aber er war echt mies drauf"-"jaa der war auch noch eine Stunde später als sie raus mussten weil der Laden zu machte scheiße drauf. Der Hammer war es, glaub mal" fügte Kiki dazu. "Dann macht mal" forderte Dimitri sie auf ihm die Adresse zu geben. "Wir werden ihn dann gleich mal besuchen aber erst feiern wir unser Wiedersehen meine kleine Göttin" ich grinste "Wodka?"-"aber natürlich" ich ging und holte das gewünschte Getränk und ein paar Gläser. "Oh Luna warum trinkst du nie mit mir mit"-"du weißt das ich nicht trinke Dimitri. Kein Alkohol!"-"Wodka ist kein Alkohol. Das ist Heimat und ein Gefühl"-"deine Heimat nicht meine" lächelte ich milde. "Du bist zu gut für diese Welt und erst recht für diese. Du gehörst in ein Schloss, oder wie sagte Jenny immer?"-"ja das sagte sie" ich merkte wie meine Stimmung drohte zu kippen "mach kein langes Gesicht. Sie ist immer noch bei uns" er nahm sich die Flasche und füllte alle Gläser erneut. Er stellte aber Kirills Glas vor mich "lasst uns auf Sie anstoßen" er sah mir tief in die Augen "komm. Für Jenny" langsam nahm ich das Glas hoch und führte es noch langsamer in Richtung meines Mundes "auf Jenny" Prostete er mir mit ruhiger Stimme zu "auf Jenny" wiederholte ich seine Worte und zog das Glas leer. Es stieg mir direkt in die Nase und ich musste husten. Meine Speiseröhre brannte vom Hals bis zum Magen und ich sprang auf um mir was Alkoholfreies zu holen. Ich fürchtete den Geschmack nie mehr los zu werden. "Das nenne ich eine Entjungferung" lachte Dimitri los und wir stimmten alle mit ein. Wenig später war die Flasche und eine weitere leer. Ich nahm nur noch Wasser zu mir um den Alkohol auf die Art aus mir raus zu spülen. Es wurde draußen schon hell und die zwei Männer beschlossen zu der Adresse zu fahren. "Ich habt zwei Flaschen Wodka durch, ihr könnt doch jetzt nicht fahren" sagte ich besorgt "Luna das bisschen?" Er zeigte auf die Flaschen "das ist nur ein gutes Frühstück" er zwinkerte mir zu und sie standen auf. "Also nur Kaffee trinken und klar machen dass er die Finger weg lassen soll?" Fragte er noch mal zur Bestätigung als ich sie raus ließ und ich nickte "wir kommen nicht wieder zurück nur wenn du uns brauchst. Auf Wiedersehen meine kleine boginya" er gab mir einen Kuss auf die Stirn und ging. Ich sah ihnen noch kurz nach und hoffte insgeheim dass ich nie wieder seine Hilfe brauchen würde. Niki und Kiki saßen noch immer am Tisch und schauten mich an als ich zurückkam. Sie hatten schon aufgeräumt und sauber gemacht. „Er hat echt versucht dich zu erpressen?" platzte es aus Niki raus und ich nickte nur. „Der ist mutig"-„was ist daran mutig? Ich bin ja nur eine Hure in seinen Augen" sagte ich und musste schmunzeln. „Wenn der wüsste was du für ein Engel bist würde der nicht auf solche Ideen kommen. Ich glaub du bist Deutschlands einzige Bordellbesitzerin die noch nie einen Freund, Mann oder sonst was im Bett hatte"-„Danke Niki für die knallharte und ehrliche Zusammenfassung" wir mussten anfangen zu lachen. „Wie läuft es eigentlich mit dir und Marco?" Fragte Kiki vorsichtig an. Ich setzte mich und fing an zu träumen. „Oh je schau sie dir an. Ich würde sagen ein schwerer Fall von extrem Verliebt sein" grinste Niki und ich nickte nur zur Bestätigung „aber es ist echt verdammt schwer so zu tun als wäre man jemand anders und doch selbst zu bleiben. Ich will einfach nicht das er weiß was ich wirklich tu"-„du weißt das einen die Vergangenheit einholen kann. Du hast es schon oft genug erlebt bei andern. Ich weiß nicht was besser ist, aber irgendwann wir es raus kommen und dann hast du unter Umständen die größte Liebe deines Lebens verloren" gab mir Niki zum Nachdenken und ich merkte wie ich traurig wurde. Sie hatte ja Recht, aber was sollte ich denn tun? Mein Lebenslauf ließ sich wirklich nicht gerade gut lesen für einen normalen Bürojob. Was sollte ich auch rein schreiben? *Buchhaltung im Puff*? Ich würde es erst einmal so laufen lassen müssen. „Ich werde jetzt erst mal schlafen gehen, später kommt Marco und ich will nicht wie eine Vogelscheuche aussehen" grinste ich die zwei an. Auf dem Heimweg machte ich noch einen größeren Einkauf, damit mein Kühlschrank endlich mal etwas zu tun bekam und ich wollte für Marco am Abend was kochen. Es war ein kleiner Tante-Emma Laden und mir fiel die Sache mit dem Fernseher ein „entschuldigen sie" sprach ich die ältere Dame an der Kasse an „gibt es hier eigentlich so was wie einen Elektro An und Verkauf, oder muss ich dafür weiter weg?" Ich wurde freundlich angelächelt „mein Bruder hat sein Geschäft gleich hier um die Ecke. Man sieht es von außen kaum. Ich sag ihm ja immer er muss was aus seinem Laden machen aber er will mir ja nichts glauben" sie erzählte mir noch eine kleine Familiengeschichte und schloss mit den Worten „warten sie kurz ich ruf ihn an. So wie ich ihn kenn hat er noch nicht auf gemacht" bevor ich zahlen konnte verschwand sie nach hinten. Ich packte in aller Ruhe ein und wartete artig. Es ging ein paar Minuten bis sie wieder kam „mein Bruder kommt gleich. Das macht dann 54,38 Euro Fräulein" ich bedankte mich und ging meinen Einkauf im Auto verstauen. Ich hatte gerade meinen Kofferraum zu gemacht als mich ein älterer Herr ansprach „Sind sie das Fräulein wegen der mich meine Schwester schickt?"-„Wenn sie Elektrosachen verkaufen dann ja" lächelte ich freundlich „ja das tu ich" lächelte er ebenso zurück „kommen sie" Ich folgte ihm und es war wirklich nur ein kleines Stück um die Ecke. Es ging fast eine Stunde bis ich stolze Besitzerin eines neu-gebrauchten LCD Fernseher war. Ich holte mein Auto und wir verstauten das Ding. „Soll ich mit fahren zum ausladen oder haben sie Hilfe?" Es gab doch noch gute Menschen auf dieser Welt. Ich nahm sein Angebot an und eine weitere Stunde später lag ich schon fast in meinem Bett und war im Tiefschlaf

DU LIEST GERADE
LLL-Leben, Liebe, Leidenschaft
FanfictionLuna hatte einen weiten Weg, von Berlin bis Gelsenkirchen und ihr Leben könnte mehrere Bücher füllen. Ein Kapitel wäre aufregender als das andere und dennoch, darf ihre große Liebe nichts davon wissen. Wird sie ihr Doppelleben aufrecht halten können...