Und weiter geht's mit dem dritten Kapitel :)
Viel Spaß!L.G.
EriksFangirl :P-----------------------------------------
Als Sarah aufwachte, war es bereits früher Mittag. Nur ungern stand sie auf und machte sich für den Tag, was auch immer er bringen mochte, bereit. Sie war aber noch sehr von Müdigkeit geplagt, denn sie hatte schlecht geschlafen. Seit sie in das Labyrinth zurückgekehrt war, litt sie immer wieder unter Alpträumen. Nur mit größter Mühe konnte sie sich dazu aufraffen, das Zimmer zu verlassen. Obwohl sie es eigentlich vermeiden wollte Jareth wiederzusehen, führte sie ihr Weg geradewegs in den Thronsaal.
Sie war überrascht, wie viele sich in dem Thronsaal aufhielten. Es waren auch nicht nur Kobolde anwesend, sondern noch allerlei Wesen, wovon einige auch Bittsteller waren. Sarah fühlte sich zunehmend unwohl. Sie mochte noch nie große Mengen, da sie das Gefühl hatte, ihr würde die Luft zum Atmen genommen werden. Zunächst wurde Sarah überhaupt nicht bemerkt, bis plötzlich ein Kobold auf sie zugestürmt kam, welcher dachte, dass sie eigentlich eine Gefangene wäre, jedoch "ausgebrochen" wäre. Kurzerhand versetzte er ihr einen kräftigen Schlag auf ihre bereits vorhandene Wunde an ihrem Hinterkopf, woraufhin sie unweigerlich zu Boden sank und einen Schmerzensschrei ausstieß.
Um sie herum pochte es nur noch und sie nahm nur noch Bruchstücke war von dem, was um sie herum geschah. Das Einzige, was sie klar sehen konnte war, dass Jareth den Kobold, welcher ihr den Schlag versetzt hatte, anzuschreien schien und ihn mit einer Handbewegung verschwinden ließ. Sie hörte nur noch, wie er sagte:
"Los, alle raus hier!"
Kurze Zeit später, war der Saal leer und Jareth rannte zu Sarah und hielt ihren Kopf fest, sodass dieser nicht Gefahr lief, auf dem Boden aufzuschlagen, doch das gefiel ihr ganz und gar nicht.
"Lass mich los! Ich brauche deine Hilfe nicht!"
Anstatt seines arroganten Blickes, sah Sarah nun Sorge in seinen blauen Augen.
"Bedaure, aber du benötigst ohne Zweifel meine Hilfe. Und ob du es willst oder nicht, ich werde dir helfen."
Sie erkannte, dass es sinnlos war, noch weiter zu diskutieren und so sehr sie es auch hasste, beschloss sie sich von ihm helfen zu lassen, was sie ihm mit einem kurzen Nicken symbolisierte. Vorsichtig, legte er einen seiner Arme um ihre Unterschenkel und den anderen Arm unterhalb ihrer Brust. Jareth trug sie auf seinen Armen in ihr Zimmer und legte sie auf das Bett.
"So, und jetzt verschwinde aus meinem Zimmer!"
Aus der vorherigen Sorge, wurde nun allmählich Ärgernis. Mit einem etwas wütenden Blick beugte er sich über sie, bis sich ihre Blicke trafen.
"Pass auf, Sarah. Du bist hier immernoch in meinem Schloss. Also zeige gefälligst etwas mehr Respekt. Bedenke immer, wen du vor dir hast und wage es nicht, mir nocheinmal zu trotzen, denn ich hatte es dir bereits schon einmal gesagt, ich kann auch grausam sein. Ich wünsche dir eine gute Nacht."
Und ohne ein weiteres Wort ließ er Sarah alleine. Einerseits, war sie überrascht auf Grund seiner Worte, aber andererseits hasste sie es, dass er sie wieder an die Zeit erinnerte, als sie das erste Mal durch dieses Labyrinth irrte, denn sie wünschte sich nichts sehnlicher, als genau diese Zeit zu vergessen.Unten im Thronsaal angekommen, erkundigte sich Jareth sofort, ob sein Befehl bereits ausgeführt wurde, was durch einen seiner Diener bestätigt wurde.
"Gut. Dann werde ich heute beginnen."
Als alle seine Diener verschwunden waren, machte sich Jareth bereit, die Welt der Menschen zu betreten, denn es war bereits viele Jahre her, seit ein Mensch durch das Labyrinth seinen Weg zu ihm zu finden versuchte. In Gestalt einer Schleiereule beobachtete er die Menschen, doch diesesmal, hatte er sich einen Menschen ausgewählt, welcher den Weg zu ihm finden sollte, oder eigentlich nicht finden sollte. Sarah's Bruder Toby.
Er war mittlerweile acht Jahre alt und sollte sie, genau wie Sarah ihn damals, innerhalb von dreizehn Stunden finden. Andernfalls, wäre Sarah gezwungen, für immer in dem Labyrinth zu bleiben. Jareth wusste natürlich, dass Toby es niemals schaffen könnte, aber gerade diese Tatsache bereitete ihm äußerste Freude.
Nachdem er Toby die Aufgabe erklärt hatte, kehrte er in seine Welt zurück, um Sarah ihre Möglichkeit auf Freiheit, welche für ihn natürlich nicht bestand, mitzuteilen.
Er klopfte an ihre Tür und trat ein.
"Geh raus! Lass mich allein!"
"Oh, das werde ich auch. Aber erst, nachdem ich dir meine Neuigkeit mitgeteilt habe."
Ungläubig schaute sie ihn an.
"Es gibt für dich eine Möglichkeit aus diesem Labyrinth zu entkommen."
"Du machst wohl Witze!"
"Keineswegs Sarah. Dein Bruder wird sich nun dafür revanchieren, dass du ihn damals gerettet hast. Er hat nun dreizehn Stunden Zeit dich zu finden und mich zu besiegen. Schafft er dies nicht, bist du gezwungen, für immer hier zu bleiben."
Ihre Augen weiteten sich und er konnte ihre Angst förmlich spüren.
"Dann kann ich meine Hoffnung gleich aufgeben... Das wird er niemals schaffen... Toby ist noch zu jung."
Plötzlich stand sie auf und schaute ihn direkt an.
"Jetzt müsstest du doch eigentlich zufrieden sein."
Eigentlich froh darüber, dass Sarah nun bleiben würde, empfand er dennoch eine Art Schuldgefühl, da er sie noch nie dermaßen traurig gesehen hatte.
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Lost In Your Land
FanfictionEs ist nun bereits mehrere Jahre her, seitdem Sarah Toby aus dem Schloss des Koboldkönigs Jareth inmitten des Labyrinths gerettet hat. Mittlerweile ist sie 18 Jahre alt und lebt immer noch bei ihrer Stiefmutter und ihrem Vater. Sie fühlt sich immer...