Joshuas Sicht:
Ich bin schon fast bei ihr, nur noch eine Kurve und dann sehe ich sie endlich wieder. Ich gehe um die Kurve und sehe sie ein paar Stufen weiter oben in ihrem Rollstuhl sitzen. Ich sehe sie an und sie sieht mich an. Ich merke wie sich meine Augen mit Tränen füllen und auch sie ist schon am Weinen. So sprinte ich also die letzten Stufen nach oben, knie mich vor sie, damit wir auf einer Augenhöhe sind und dann nehme ich sie in den Arm.
Ich glaube wir stehen/sitzen/knien jetzt dort schon seit 10 Minuten und weinen einfach nur. Nicht aus Traurigkeit, sondern einfach vor Freude. Meine Hände sind in ihren langen, blonden und duftenden Haaren vergraben. Ihr Kopf liegt in meiner Halsbeuge. Dann löse ich mich langsam aus der Umarmung, aber nur um sie zu küssen. Dieser Kuss bedeutet so unglaublich viel. Alle Gefühle die sich auf diesen Monat angesammelt habe liegen in diesem einen Kuss. 'Einfach unbeschreiblich.'
Maries Sicht:
'Endlich küsst er mich. Ich habe mich so sehr danach gesehnt, nach ihm, nach seiner Nähe einfach nach allem!' Mein Bauch kribbelt wie verrückt! Als wir uns dann nach einer Zeit voneinander lösen, findet Joshua als erstes seine Sprache wieder. "Hey mein Engel." Ich muss schmunzeln. "Ich bin so froh jetzt wieder hier zu sein, auch wenn es nur 2 Tage sind." "Oh ja ich auch! Immerhin einen davon können wir zusammen verbringen! Morgen Abend wirst du dann sicher zu deiner Familie wollen oder? Ich meine die hast du jetzt ja auch nen ganzen Monat lang nicht gesehen." "Ja ich denke schon. Aber lass uns jetzt nicht daran denken, sondern einfach diesen einen Tag zusammen genießen." "Genau und jetzt los!"
Gerade sind wir bei Josh zuhause angekommen. Er hat ein kleine Wohnung im Zentrum von München. Sie ist aber nicht besonders eigerichtet, also nicht irgendwie teuer oder so einfach ganz normal wie eine normale 2-Zimmer-Wohnung halt. Jetzt sitzen wir in seinem Wohnzimmer uns ich erzähle ihm nochmal ein bisschen was von und über die Rehaklinik. Und wie es jetzt weitergeht. Danach bestellen wir uns eine Pizza und am Abend schauen wir dann noch einen Film und gehen anschließend ins Bett. Wir kuscheln noch etwas und dann schlafe ich auch super schnell an Joshuas Seite ein. Ich habe lange nicht mehr so gut geschlafen!
Als ich am Morgen aufwache ist das Bett neben mir kalt und leer. 'Wo ist Joshua!?' Genau im selben Augenblick kommt er mit einem Tablett ins Zimmer. "Morgen meine kleine. Gerade wollte ich dich wecken. Ich hab schon Frühstück gemacht heute für dich extra ans Bett." 'Wie süß' "Naaw.. Danke!" antworte ich verlegen. Er kommt zu mir ins Bett und streckt seine kalten Füße unter die Bettdecke. Dann holt er das Tablett vom Nachttisch und wir fangen an zu frühstücken.
"Was willst du heute noch machen Marie?" "Ist mir egal Hauptsache Zeit mit dir verbringen bevor ich wieder weg muss." "Wir könnten eine Runde im Englischen Garten drehen und danach noch irgendwo Mittagessen. Dann vielleicht noch an die Isar oder so und dann würde ich dich wieder zu Feli bringen." "Perfekt! Abgemacht!" So essen wir also unser Frühstück und machen uns dann fertig für die Stadt. Meine Tasche packe ich auch gleich wieder, da wir diese dann sofort mitnehmen, um uns einen weiteren Umweg für später zu ersparen.
So fahren wir also gegen 10:30 Uhr los in Richtung Englischer Garten. Joshua findet auch auf Anhieb einen Parkplatz setzt sich noch kurz eine Sonnenbrille und eine Cap auf, um nicht sofort erkannt zu werden wie er mir erklärt und dann packt er auch schon den Rollstuhl aus und hilft mir dann hinein. Wir spazieren bzw. eher Joshua schiebt mich durch den Englischen Garten und danach machen wir uns auf den Weg ins Vapiano, wo wir und beide Nudeln mit Tomatensoße bestellen. Dann geht es auf in Richtung Isar.
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Unfall mit Folgen
FanfictionNach Maries Unfall stellt sich ihr Leben auf den Kopf. Wird sie je wieder ein normales Leben führen können? - Viele Fragen schwirren in ihrem Kopf herum. Aber nicht nur die ganzen Fragen, sondern auch Joshua, der ihr mächtig den Kopf verdreht.