„Hey, sie wacht auf!"
„Maria!"
Vorsichtig öffnete ich die Augen. Um mich herum standen Silvan, Selin und ein paar fremde Menschen, welche ich als Silvan's Bandmitglieder einstufte. Ich schaute mich um und bemerkte, dass ich in einem dunkeln Zimmer war, welches ich noch nie gesehen habe. Die Wände waren in einem dunklen Lila gestrichen und das Bett, auf welchem ich lag, hatte einen schwarzen Bezug.
„Bin ich in der Hölle?"
Selin fing an zu lachen und Silvan schaute mich etwas verärgert an.
„Nein, in meinem Zimmer. Schön, dass es dir gefällt!", sagte er.
„Tut mir leid. Warum steht ihr alle hier um mich herum. Ich hab doch nur etwas geschlafen."
„3 Tage? Du warst Ohnmächtig. Die haben dich ganz schön zugerichtet!"
Erschrocken sah ich in die Runde. Ich war drei Tage weg? Mama muss sich schreckliche Sorgen gemacht haben! Silvan schien meinen Gedanken zu erraten.
„Keine Angst, deiner Mum habe ich erzählt, dass du mit Selin zu uns kamst und etwas länger geblieben bist."
„Und sie hat nichts weiter gesagt?"
„Sie hatte ein komisches Grinsen auf den Lippen und nickte nur. Ich hoffe, sie denkt jetzt nichts Falsches von mir."
Macht Silvan sich etwa gerade sorgen, meine Mum könnte ihn nicht leiden? Vielleicht bilde ich mir das auch einfach alles ein. Ich versuchte vorsichtig mich aufzurichten, als ich gerade noch bemerkte, dass ich nur noch meine Unterwäsche trug.
„Sag mir bitte, dass Selin mich ausgezogen und meine Wunden versorgt hat!"
„Wäre es schlimm, wenn es nicht so wäre?"
„Äh.. Ja!"
Ich spürte, wie ich rot wurde und alle um mich herum fingen an zu lachen.
„Ganz ruhig, ich hab dich nicht berührt. Ich durfte nicht mal im Haus sein, um auch ja zu verhindern, dass ich auch nur einen Blick auf dich erhasche."
Selin zwinkerte mir zu und ich atmete erleichtert aus.
„Ich würde jetzt gerne nach Hause gehen, wenn das in Ordnung wäre."
„Nun, Nein. Du bist noch nicht wieder ganz Gesund und ich weiß immer noch nicht, ob der Typ nicht wieder kommt und zu Ende bringt, was er begonnen hat."
„Ich kann doch jetzt nicht die restlichen Ferien hier an DEIN Bett gekettet sein!"
„Nein, das kannst du wirklich nicht. Aber ich werde dich auch nicht dahin lassen, wo dich jeder erwartet, der eine Rechnung mit dir offen hat!"
„Und wo soll ich deiner Meinung nach hin? Die Stadt verlassen?"
„Erraten!"
Es folgte eine lange Zeit des Schweigens. Silvan lächelte selbstzufrieden, Selin sah mich an, als wüsste sie nicht, was als nächstes kommt und der Rest der Band schaute unsicher zu mir, als würde ich gleich ihren Sänger killen. Nun, zugegeben, ich hatte grade auch ganz schön Lust darauf. Als weitere fünf Minuten der Stille vergingen, fiel Silvans lächeln langsam ein und ein besorgter Blick machte sich auf seinem Gesicht breit.
„Hör mal, wir schicken dich ja nicht allein irgendwo in die Wildnis. Wir haben entschieden, dich bei der Deutschlandtour mitzunehmen. So können wir aufpassen und du bist nicht allein."
„Ach, erst willst du, dass ich mich von euch fern halte und jetzt soll ich mit euch auf Tour gehen? Vergiss es!"
„Du hast keine Wahl. Wir haben deine Sachen bereits gepackt. In einer Stunde fahren du und Ich vor und schauen uns im Hotel um. Damit ist diese Diskussion beendet!"
Alle standen auf und ließen mich wütend, verwirrt und mit einer großen Mordlust allein zurück. Ich sah mich um und entdeckte einen großen Kleiderschrank. Der muss Silvan gehören! Ich stand auf und lief zu diesem Schrank. Natürlich war der Inhalt hauptsächlich schwarz, aber das störte mich auf keinster Weise. Ich nahm mir ein Shirt und eine Jogginghose heraus und zog sie mir drüber, in der Hoffnung, er würde austicken, wenn er das sieht. Doch leider war seine Reaktion ganz anders. Als ich die Treppe hinunter kam, erzählte Selin mir, Silvan warte bereits in seinem Wagen. Kaum stieg ich in das Auto ein, blickte Silvan an mir herab.
„Das sind zwar nicht die Sachen, die wir dir gegeben hatten, jedoch siehst du so viel besser aus!"
„Danke. Hatte ja eine farbige Auswahl."
Er fing an zu lachen und fuhr los. Normaler weiße hasste ich lange Autofahrten. Besonders, wenn im Radio schlechte Musik kommt und der Fahrer singt. Jedoch konnte ich mich nicht beschweren. Silvan ist nicht umsonst Sänger und selbst der schrecklichste Schlager klang genial aus seinem Munde.
„Wo geht es eigentlich hin?"
„Nach Berlin!"
Na toll. Das kann ja was werden. Auf in die Stadt, in der mein Vater lebt!
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Rock my Life *Eingestellt*
VampireEin Unbeliebtes Mädchen, welches niemanden hat, außer ihre BFF trifft auf einen heißen Rockstar, der immer dann auftaucht, wenn es brenzlig wird und der eine Sprache spricht, die keiner kennt. Was wohl sein Geheimnis ist? Und kann das Mädchen das ha...