Joshuas Sicht:
Jetzt kann ich nicht mehr anders als einfach los zu weinen. Ich bin so wütend auf mich! 'Marie braucht mich doch!' Ich schlage ein paar Mal auf das Lenkrad bis ich nur noch mehr weine, aber jetzt nicht mehr nur wegen Marie, sondern auch weil meine Hand so sehr schmerzt.
Als ich mich wieder etwas beruhigt habe weiß ich nicht was ich jetzt machen soll. 'Zu Marie kann ich nicht. Erstens weiß ich nicht wo sie ist, ob noch bei Feli oder schon Zuhause und wenn sie schon bei ihren Eltern ist dann kann ich dort auch nicht hin, weil sie mich rausschmeißen würde und außerdem kennen mich ihre Eltern auch nicht.'
Der einzig Ausweg den ich sah war in einen Club zu fahren und mich zu betrinken. - Bitte verurteilt mich nicht dafür aber in diesem Moment sah ich keinen anderen Ausweg. Ich konnte ja nicht ahnen wozu das führen sollte. -
Im Club angekommen, steige ich aus dem Auto aus und gehe ins Innere des Gebäudes. Dort stinkt es nach Alkohol und Zigaretten. Ich gehe schnurstracks zur Theke und bestelle mir eine ganze Flasche Wodka. Die Frau hinter dem Tresen guckt mich zuerst komisch an, aber bringt mir dann doch die Flasche, die ich auch bezahle. Ich ziehe mich in eine Ecke des Clubs zurück, in welcher ein paar gemütliche Sofas standen. Auf eines lasse ich mich nieder und öffne dann die Flasche. Innerhalb von fünf Minuten ist diese auch schon zur Hälfte geleert und nach zehn Minuten auch komplett. Ich hoffe dadurch den Schmerz in meinem Herzen töten zu können, oder zumindest diese Schuldgefühle im Alkohol ertränken zu können, glaube aber kaum das es funktioniert.
Ich bin komplett besoffen. Ein paar leicht bekleidete Frauen haben mich auch schon angetanzt aber ich kann immer noch nur noch an Marie denken. Irgendwann höre ich, wie irgendjemand meinen Namen ruft und dann sehe ich auch schon meinen besten Freund Felix. Er kommt auf mich zu und zieht mich aus dem Club. Vor der Tür schreit er mich erst einmal an aber ich bekomme nichts davon wirklich mit. Irgendwann fällt sein Blick auf meine Hand, dann sagt er nichts mehr sondern sieht mich einfach nur an. Dann bricht bei mir der Bann und ich fange wieder an zu weinen. Felix nimmt mich in den Arm bis ich mich wieder beruhigt habe. Dann lalle ich nur noch "Marie"
Als ich am nächsten Morgen aufwache stelle ich sofort fest, dass ich nicht bei mir Zuhause bin, sondern bei Felix. Ich kann mich an den gestrigen Abend fast gar nicht mehr Erinnern, nur noch, dass ich mir eine Flasche Wodka gekauft habe, aber was danach passiert ist weiß ich nicht mehr. Als ich mich hinsetzen will falle ich sofort wieder zurück ins Bett. Mein Kopf brummt nur noch.
Eine Schmerztablette und einen halben Liter Wasser später fühle ich mich zumindest ein bisschen besser.
Maries Sicht:
Ich habe meiner Familie gerade von Joshua erzählt.Mein Bruder war zuerst ganz aus dem Häuschen und hat mich ungefähr dreimalgefragt, ob das denn wirklich der richtige Joshua Kimmich sei. Er war aber nurso euphorisch bis ich dann zu dem Vorfall heute gekommen bin. Jetzt sitze ichzwischen meiner Mama und Louis, mein Papa gegenüber von mir. Keiner sagt etwas.Wir alle sind einfach nur sprachlos. Ich bin ausgelaugt, kann an nichts mehrdenken. Irgendwann mache ich mich ohne etwas zu sagen auf den Weg in meinZimmer, wo ich dann auch sofort schlafen gehe."
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Unfall mit Folgen
FanfictionNach Maries Unfall stellt sich ihr Leben auf den Kopf. Wird sie je wieder ein normales Leben führen können? - Viele Fragen schwirren in ihrem Kopf herum. Aber nicht nur die ganzen Fragen, sondern auch Joshua, der ihr mächtig den Kopf verdreht.