Ich blieb wach, tagelang, aber irgendwann war ich am Ende. Ich war so müde. Ich wollte nur noch meine Augen schließen. Endlich ging ich ins Bett. Nur einen Augenblick später schlief ich ein.
Als ich wieder aufwachte war es mitten in der Nacht. Ich fühlte mich sofort unwohl, wusste aber nicht warum. Erst so langsam dämmerte es mir. Hinter meinem Körper spürte ich einen anderen. Ich starrte die Wand an. Oh Gott. Nein! „Dreh dich nicht um", warnte eine Stimme in meinem Kopf. Bens Worte fielen mir ein: „Denk dran, nicht umdrehen." Verdammt. Und was tat ich? Klar, ich drehte mich um. Bevor ich aufschreien konnte schlug ich mir die Hände vor den Mund. Neben mir auf dem Bett saß ein Junge. Er war wohl kaum älter als 20 und angezogen wie Link aus den Zelda spielen. Seine Haare waren blond und seine Augen schwarz mit roter Iris. „B...Ben", stotterte ich. Er lächelte, was wirklich unheimlich wirkte. „Schön dich zu sehen, Anastasia." Er legte sich auf mich und drückte mich auf das Bett. Da er meine Handgelenke fest hielt konnte ich mich nicht wehren. „Du hast dich umgedreht", flüsterte er in mein Ohr. Oh Gott, nein. Ich ahnte, was er wollte, aber ich wollte das nicht. Oder? Innerlich schien sich nichts dagegen zu wehren. Aber mein gesunder Menschenverstand ermahnte mich, dass ich es nicht zulassen dürfte. „Entspann dich", schlug Ben vor. „Du willst es auch. Das weiß ich." Ich schüttelte den Kopf, aber hörte auf, mich zu wehren. Ben ließ mich los und zog mich aus. Nein, nur nicht nackt. Bitte. Ich mochte meinen Körper nicht. „Hast du Angst davor, dass ich dich so sehe?", fragte Ben mich. Ich nickte und er lachte. „Albern. Du siehst gut aus. Jetzt schalte endlich dein Hirn aus." Ich versuchte es. Jetzt war es ohnehin zu spät um etwas zu ändern. Bye, Bye gesunder Menschenverstand.
Als Ben meine Brüste berührte fühlte ich ein Kribbeln, dass sich in meinem Körper ausbreitete. Ich war noch Jungfrau und hatte viele Horrorgeschichten über das erste Mal gehört. Jetzt hatte ich diesen Jungen hier. Ich kannte ihn nicht und so wie er mich berührte war er auch nicht gerade zimperlich. Er massierte meine Brüste grob.
Trotz dieser Befürchtung fühlte ich mich alles andere als unwohl. Ich wollte es. Ich wusste nicht, warum, aber das alles erschien mir richtig. Ich ließ alles zu, was Ben mit mir machte. Seine Hände streichelten über meinen Oberkörper und hinunter zu meinem Intimbereich. Als er mich berührte zuckte ich zusammen. Ich hatte nicht gewusst, dass es sich so gut anfühlen würde. Die Erregung vernebelte meine Sinne und mein Gehirn schien sich vollständig auf lebenserhaltene Funktionen heruntergefahren zuhaben. Ich war nicht mehr in der Lage zu denken. Meine ganze Aufmerksamkeit war auf Bens Berührungen ausgerichtet.
„Bitte", flehte ich irgendwann. „Bitte, tu es." Es war peinlich. Ich bettelte wirklich darum, dass dieser fremde, unheimliche Typ mit mir schlief. Bens Lächeln war selbstgefällig. Er küsste mich. Endlich küsste er mich. Ich hatte einen Kuss erwartet, der genauso grob war wie seine Berührungen, aber er war erstaunlich sanft. „Überleg dir das gut. Ich werde dir weh tun. Ob ich will oder nicht." Er ließ mir die Wahl? Aber warum? „Willst du es denn? Mir weh tun, meine ich", fragte ich. Sein Lächeln war verschwunden. „Nein", gab er nach kurzem Zögern zu. „Dann will ich es." Ben zog seine Augenbrauen zusammen. „Na, schön." Er zog sich nun auch selber aus und streifte ein Kondom über. Keine Ahnung, wo er das so plötzlich her hatte.
„Ganz sicher?", fragte er noch einmal. Ich nickte. Dann drang er in mich ein. Im ersten Moment raubte der Schmerz mir den Atem. Es fühlte sich an, als würde ich innerlich zerreißen. Ben ließ mir jedoch keine Zeit um mich an die Schmerzen zu gewöhnen, sondern stieß immer weiter und immer fester in mich hinein. Am Anfang war es so schlimm, dass mir die Tränen über die Wangen liefen, aber mit der Zeit wurde es immer erträglicher bis es anfing sich gut anzufühlen. Ich hörte auf vor Schmerzen zu wimmern und begann stattdessen, vor Lust zu stöhnen. Ben, der auf mir lag, verkrampfte seine Hände in meinem Laken.
Plötzlich spürte ich etwas, was ich noch nie gefühlt hatte. In meinem Körper schien etwas zu explodieren. Wie ein Feuerwerk. Meine Erregung überwältigte mich und ließ mich unkontrolliert zucken. Erst später wurde mir bewusst, dass ich da gerade einen Orgasmus gehabt hatte. Nur kurz danach spürte ich, wie Bens Stöße wieder heftiger wurden bevor er in mir kam. Keuchend legte er sich neben mich.
Eine Weile lagen wir so da. „Das müssen wir wiederholen", sagte Ben noch. Dann stand er auf, zog sich an und ging zu meinem offenen Fenster. Er zwinkerte mir zu. „Gute Nacht, Anastasia. Bis bald." Dann verschwand er in die Nacht. Und ich? Ich war froh, dass ich mich umgedreht hatte.
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Das war Geschichte Nummer zwei. Weiter geht es dann mit Jeff the Killer. Ich hoffe, dass es euch bis jetzt gefällt. ;)
NojaGirl
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Creepypasta Love
FanfictionDies wird eine Sammlung einzelner Kurzgeschichten zu verschiedenen Creepypastacharakteren. Auch Killer haben ein weiches Herz und verlieben sich manchmal. Diese Geschichten beinhalten eine Sammlung an Liebe, Furcht und Sex. Ich hoffe, dass es eu...