Prolog

232 14 3
                                    

  To have felt too much is to end in feeling nothing

-Dorothy Thompson

***

Versteinert stand ich hier in der Mitte des Raumes.

Sah die Flammen die an den Tapeten um mich herum züngelten und alles zu vernichten schienen was je eine Bedeutung für mich hatte.

Roch den Rauch der alle anderen Gerüche überdeckte.

Fühlte meine Augen die von der gnadenlosen Hitze und dem dichten Rauch tränten.

Und hörte die Schreie die von draußen zu mir hindurch drangen, genauso wie die Sirenen die immer näher kamen, immer näher... und doch kamen sie zu spät. Hier war alles still.

Ich rührte mich nicht, konnte mich nicht bewegen, nur meine Haare wehten leicht.

Das Feuer, das mich umzingelte fraß sich langsam immer weiter über den Holzboden, ein tödlicher Kreis aus dem ich nicht zu entweichen vermag und ich stand da- Einfach ruhig wartend auf das Unvermeidliche.

Dann spürte ich den Schmerz, als die Flammen meine Füße, Beine, Hände und schließlich meinen ganzen Körper streichelten.

Ich gab keinen Ton von mir, als ich vor Schwäche langsam mit den Knien auf den verkohlten Dielenboden sank und mir schließlich schwarz vor Augen wurde.

Und dann...

Stand ich in Flammen.








The UnknownWo Geschichten leben. Entdecke jetzt