Eine Überrachung - Teil 1

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„Cynthia schicken Sie mir bitte das Team von Agent Gibbs hoch." „Natürlich Direktor." Nur Minuten später wird die Tür aufgeworfen und Gibbs betritt zusammen mit seinem Team das Büro. Ich sitze auf meinem Stuhl und sehe dann zu Jethro. Wir gegenüber sitzt der SecNav. „Agent Gibbs setzten Sie sich doch bitte." „Sir, ich müsste arbeiten. Was ist denn so wichtig?" „Dafür müssen Sie sich hinsetzten." Er schaute mich nur kurz an. Ich gehe auf Jethro zu und schiebe ihn vor mir her, bis ihm ein Stuhl an den Knien war und ich ihn runterdrücke. Das Team schaut mich und Jethro nur komisch an. Kaum sitze ich wieder an meinem Pult, steht er wieder auf. Ich mache wieder dasselbe, wie auch zuvor, nur, dass ich mich diesmal auf seinen Schoß setze. „Dankeschön, so jetzt Direktor erklären Sie schon." Ich stehe wieder auf und wende mich zum Bildschirm. „Wir haben eine Undercover Mission. Dafür werden Agent David, DiNozzo, Gibbs und ich zusammen morgen nach Paris fliegen. Agent McGee, Sie werden das alles mit Abby von hier überwachen." „Es sind zwei Ehepaare. Sie werden in zwei Wohnungen nur wenige Straßen voneinander entfernt wohnen. David & Gibbs und DiNozzo & Direktor." Fassungslos schauen mich alle an, besonders Gibbs. Der SecNav umarmte mich. „Jenny, die Show hier ist super. Natürlich sind die Paare andersherum." Die Tür wird erneut ausgerissen und ein kleines Mädchen stürmt herein. „Daddy." Ich grinse. „Sie ist wie du, Jenny. Samantha solltest du nicht bei Mummy sein?" „Mummy ist mit Maja einen Kaffee trinken und hat mich vorher hergebracht. Der komische Typ aus deinem Auto ist richtig lustig." „Jetzt weiß ich wieder, warum ich einen Fahrer habe." „Also ich nutze meinen Fahrer nicht so aus, wie es deine Frau tut." „Jenny, darf ich anmerken, dass du außer kurz Affären auch keine Partnerschaft führst." „Danke, dass du zusätzliches Salz in die Wunde streust." Ich werde gerade von Sammy angesprungen. „Jenny, ich kann jetzt Spagat. Dad hat mich beim Ballett angemeldet. Soll ich es dir zeigen?" Begeistert nicke ich. „Schätzchen, du redest hier mit einer Expertin." „Ach lass sie doch. Gleich darf ich doch sowieso wieder alles zeigen." „Jenny, zeigst du es nochmal?" „Habe ich es nicht gesagt. Jethro geh mal bitte ein Stück zur Seite." Er geht ein Stück und dann rutsche ich entspannt in den Spagat. Sammy sitz jetzt neben mir. „Zufrieden?" „Tut dir das noch weh?" „Nein, aber ich kann dir sagen, dass es mir auch mal weh tat. Wenn dich Daddy weiterhin zum Ballett lässt, dann tut es bald nicht mehr weh." „Setz ihr doch nicht solche Flausen in den Kopf. Es liegt ihr in den Genen. Schau dich an. Nach 10 Jahren Pause. Wann ist deine nächste Aufführung?" „Heute Abend und morgen in Paris." „Wann was?" „Heute Abend in der Oper Ballett, wobei ich noch zur Probe muss und dann in Paris auch nochmal. Eiskunstlaufen ist erst in ein paar Wochen." „Jenny, würdest du uns kurz aufklären?" Jethro schaut mich auffordernd an. „Natürlich. Ich tanze Ballett und mache Eiskunstlauf. Noch Fragen?" „Ja, dürftet ich fragen, warum ich das erst jetzt erfahre? Du kennst auch jedes Detail von meinem Leben." „Ich hatte meine Gründe." „So wie du deine Gründe hattest und aus Paris geflohen bist?" „Ja, außerdem bin ich nicht geflohen, sondern einfach nur nach Hause gefahren." „Ohne mir etwas zu sagen." „Ach ja ich soll dir von deiner Frau noch ausrichten, dass du ihr etwas aus Paris mitbringen sollst. Warum hast du mir das nicht gesagt?" „Ich hatte meine Gründe." „Ich wäre vielleicht geblieben. Aber das ist ja jetzt nicht mehr wichtig." „Jenny, das ist also Jethro?" „Ja, aber ich hatte es dir doch gesagt, dass wir jetzt wieder zusammenarbeiten. Sammy, du kannst noch rausgehen und mit Cynthia spielen, ich komme gleich und dann fahren wir zur Probe." „Jenny zeigst du mir davor noch die Pirouetten?" „Natürlich." Sie lächelnd und dreht ihr Pirouetten zu Cynthia, die dann auch gleich die Tür schließt. „Du wärst eine so gute Mutter. Ich habe immer bewundert, wie dein Vater das alles mit dir geschafft hat." „Es war bemerkenswert, aber du kannst das genauso gut. So kommen wir jetzt wieder zum Einsatz. Ich erwarte morgen Pünktlichkeit. Wer zu spät ist, arbeitet doppelt, um einmal die Worte von Gibbs zu wiederholen." „Wann habe ich das je gesagt?" „Zu unseren lieben Teamkollegen, als sie wegen einer Panne eine Stunde zu spät zum Tatort gekommen sind. Schlussendlich war es eigentlich ja schon. Zwei Wochen ohne nervige Akten." Ich grinse und schaue zu Jethro, der es während meiner kurzen Erzählung wieder eingefallen zu sein scheint. „Gibbs, das können wir auch gerne einführen, dann müsste Tony alle Akten bearbeiten?" „Ziva, das kann ich Tony nicht antuen und dann würde sich Jenny bloß noch öfter bei mir beschweren, da in allen Akten Rechtschreibfehler sind." „Ich leite hier ja schließlich keine Schule, sondern eine Bundesbehörde und ich habe genug zu tun und muss dann nicht noch Rechtschreibfehler verbessern. So und jetzt wieder zurück zum Thema. Hat jemand fragen?" „Ja, ich." „DiNozzo rede." „Löst Gibbs danach Regel 12 auf?" „Wieso sollte ich? Habe ich sie bisher aufgelöst?" „Nein, aber könnt ja sein." „DiNozzo, falls du damit auf diese Spielereien auf deinem Computer anspielen wirst. Du wirst niemals so ein Mädchen vor dir stehen sehen." „Jethro, sag bloß, nicht diese Spielereien mit den Kindern." „Oh doch. Wie habe ich damals Decker bestraft?" „Warte, das gestellte Hochzeitsbild für Paris. Das Gesicht sah aus. Bleich, als hätte er es wirklich geglaubt." „Aber das werdet ihr doch jetzt nicht wieder machen?" Fragt DiNozzo leicht besorgt. „Ich könnte dich ja mit Kopfnüssen oder Aktenarbeit bestrafen, aber es würde sowieso nichts bringen. Glaube mir da mal, uns fällt schon etwas ein. Spätestens wenn Sammy hier auftaucht." Mein Onkel weiß natürlich sofort, was wir vorhaben, da er ja sowieso schon von unserer Beziehung weiß. „Agent Gibbs, ich sagte sehr deutlich, dass es nie wieder so weit kommen würde. Suchen Sie sich jemanden, der es länger, als du Monate bei Ihnen aushältst." „Und was, wenn ich das schon habe?" „Jenny, ich muss jetzt zu meiner Frau, die ja meinen Fahrer immer ausnutzt. Sammys Sachen habe ich schon zu dir fahren lassen. Mach heute nicht zu lange. Einen weiteren Zusammenbruch kannst du nicht gebrauchen. Verzaubre da Publikum und denk immer an deinen Vater. Er wäre stolz." „Danke, ich weiß. Es war sicher nicht immer so leicht mit so einem Bruder, aber er hätte dich immer unterstützt. Viel Spaß und genieß den Abend." Er grinst und geht aus meinem Büro. Draußen verabschiedet er sich noch von Sammy und geht dann. „Ich muss jetzt leider los. Mein Trainer will mir meine neue Tanzpartnerin und den neuen Partner vorstellen. Da müsste man sich mal das Gejammer von denen anhören." „Das hatte ich bei meinem letzten Tanzpartner auch." Ziva blickt ertappt zur Seite, doch sie weiß, dass es alle gehört haben. „Sie tanzen also, Agent David." „Jen, reite nicht noch darauf herum. Du wusstest es und der Trainer hat dir bestimmt auch meinen Namen gegeben. Ich soll wieder von deiner Erfahrung lernen und dann sollen wir zusammen in Paris auf Tour gehen." „Wusste ich schon. So schnell würde ich mit keiner Partnerin auf der Bühne in Paris auftreten. Außerdem kennen wir uns auch von unseren Vätern aus schon. Ich glaube du hättest da noch ein Paar Spitzenschuhe." „Wenn du sie wiederhaben willst? Sie sind gerahmt zu Hause und dienen als Glücksbringer. Du musst mir heute nochmal eine Variation zeigen. Hast du schon irgendeine Ahnung, wer die neuen Partner sind?" „Ne, ich hoffe nur, dass er nicht mein Ex aus meiner Zeit in Berlin ist. War zwar nett, doch im Tanzen und im Heben schlimm. Ich hätte wirklich leichter springen können." „Du durftest mit einem Freund tanzen? Das war bei uns verboten." „Jen, kenne ich den Typen?" „Ja. Da hatte ich mal wieder schlechten Geschmack. Menschlich sehr nett, aber selbst du hättest mich besser gehoben." „Ich kann es ja mal ausprobieren." „Jethro, sei mir nicht böse, aber erst nach der Aufführung, aber wenn du willst, lasse ich für dich eine Karte hinterlegen." „Jen, dann muss ich zum ersten Mal auf dieser Bühne ja gleich vor meinem Boss tanzen." „du tanzt auch zusammen mit deinem Boss auf der Bühne und außerdem sind wieder Talentsucher aus Österreich, Frankreich, Russland und Deutschland da. Du tanzt sowieso vor kritischen Publikum." „Na dann. Wir müssen los. Hast du deine Sachen schon dabei?" „Ja. Ab in die Hölle. Ich wette, ich bekomme wieder so einen Typ, der einen nicht einmal in einfacheren Sprüngen hochbekommt." „Was ist jetzt mit Morgen am Flughafen?" „Wir treffen uns dort. Jethro, was ist jetzt mit den Karten?" Er nickt. „Jethro, beim Ballett trägt man eine gute Garderobe und leider weiß ich, dass du kaum so etwas hast, aber du wirst hoffentlich etwas finden." Ich drehe mich um Ziva und ich gehen aus meinem Büro.

Nach der erfolgreichen Vorstellung stehe ich zusammen mit Ziva und Jethro hinten in der Umkleide. Wir tragen noch unseren blutroten Tütüs. Unser Trainer öffnet die Tür. „Miss Shepard auf ein Wort bitte. Ziva begleite doch bitte unseren Zuschauer kurz raus aus der Umkleide." Jethro stellt sich gegen den Befehl. „Jethro, mach es einfach." Er verlässt zusammen mit Ziva den Raum. Jakob beginnt zu reden und verlässt am Ende mit mir die Umkleide. Ich beachte Ziva und Jethro nicht und renne den Gang nach unten. „Willkommen in DC. Ein kurzes Training schaffe ich heute noch, aber wehe du trägst mich so schlecht wie sonst." „Engel, vergiss es. Hast du dir mal meine Karriere angeschaut. Wie können das neue Superballettpaar werden. Außerdem hebe ich dich immer gut." „Warte ich stelle dich kurz Kollegen vor. Ziva, das ist mein alter und neuer Tanzpartner, Jason, das ist meine Tanzpartnerin. Sie ist noch neu hier. Jethro, Jason, ihr müsset euch eigentlich schon kennen. Jason ich hole kurz meine Cousine und dann können wir noch eine halbe Stunde trainieren. Ich komme zurück mir Sammy an meine Hand, die mir die ganze Zeit von meinem tollen Auftritt erzählt. Sie hatte neben Jethro gesessen, sodass ich dadurch auch noch Details bekomme, die Jethro mir sonst nie erzählt hätte. Ziva und Jethro gehen mit in den Trainingsraum. „Du erinnerst dich doch sicher noch an die Variation aus Paris, oder?" „Engel, das war die Aufführung, wo du mittendrin die Choero vergessen hast und improvisieren müsstest?" „Nicht so frech. Den Sprung hast du mir auch versaut." „Tante Jenny, zeigst du mir noch die Hebefiguren." Ich grinse. „Jason, ich glaube, wir dürfen das Ganze mehr als nur einmal tanzen." „Nur aus Interesse. Was wurde aus dem Kind?" „Im dritten Monat verloren, danach nie wieder. Deine?" „Ehe geschieden und Kinder bei der Mutter, aber ich sehe sie jedes 3. Wochenende." „Immerhin etwas. Manchmal sitze ich heute in meinem Büro und frage mich, was mir, dass alles eigentlich gebracht hat. Warum musste ich Direktorin werden? Warum bin ich überhaupt Agentin geworden? Warum habe ich so viel Wert auf eine Karriere gelegt?" „Um deinen Vater stolz zu machen. Die Frage ist nur, warum du immer noch weitermachst. Kaum hast du ein Ziel erreicht machst du mit Ballett und Eiskunstlauf weiter. Aber du kannst es und es macht dich glücklich, also beantwortet es die Fragen. Los, ich muss nach Hause, sonst kann ich morgen nicht zum Training kommen." „Da muss ich dich enttäuschen. Ich bin morgen aus zwei Gründen beruflich in Paris. Aber ich komme zurück und dann machen wir sowieso eine neue Vorstellung für das Frühjahr. Aber lass uns anfangen."

Im nächsten Teil, sind sie dann undercover, aber die Sache wollte ich unbedingt schreiben.

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