Kapitel 1

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POV Storm

      Ich war gerade vom Flughafen gekommen und schmiss mich auf mein Bett. Mann, dieser Typ war echt süß. Obwohl Thaddeus ein ungewöhnlicher Name für diese Zeit war. Den ganzen restlichen Nachmittag war ich damit beschäftigt, meinen Koffer auszuräumen und die Klamotten zu sortieren, damit meine Mum sie waschen konnte. Dabei hatte ich keine Zeit, an ihn zu denken.

      Nachdem ich das erledigt hatte, schlief ich erschöpft ein und wachte erst Mittag wieder auf. Auf einmal schrieb mich jemand auf Snapchat an.
Ach, wahrscheinlich sowieso wieder nur so einer der nur Bilder haben will, dachte ich genervt. Doch dann kam mir in den Sinn, dass ich doch dem süßen Jungen vom Flughafen einen kleinen Zettel mit meinem Snapchatnamen zugesteckt hatte - und stürzte sofort zu meinem Handy. Siehe da, es war eine Nachricht von ihm. Wie hiess er nochmal?....Ach ja, stimmt. Thaddeus war sein Name. Eigenartig, aber nicht sonderlich schlimm für mich. Im Gegenteil. Er war etwas Besonderes, nicht nur durch seinen Namen.

moonbae95: Ach, du hast also meinen Zettel gefunden? Ich bins, Storm.

Ich war gespannt auf seine Antwort. Jedoch wusste ich noch nicht, dass wir den ganzen restlichen Tag und die Tage danach auch noch schreiben würden.

wxrxwxlf93: oh, Ach du bist es! Sorry nochmal wegen dem Koffer. Wie geht's dir?

moonbae95: das mit dem Koffer ist doch Halb so wild, ist echt nicht Schlimm. Mir geht es soweit gut, und dir Thaddeus?

wxrxwxlf93: das freut mich.. ich bin ein wenig kaputt aber sonst ist alles gut. Und bitte nenn mich doch Taddl.

      Wir schrieben die ganze Zeit weiter und ich erfuhr sehr viel über Taddl. Er war 18, machte Kampfsport als Hobby und sah super aus. Echt. Seine braunen Haare waren auf allen Bildern, die er mir schickte, perfekt gestylt und seine eisblauen Augen waren einfach...unglaublich. Er war ziemlich gross, ungefähr 1,75m, also 15cm größer als ich. Er hatte schon Tattoos an seinem Oberarm, aber das machte mir nix aus. Seine Tattoos gefielen mir sogar sehr gut.
Im Gegensatz dazu erfuhr er natürlich auch eine ganze handvoll Informationen über mich. Zum Beispiel, dass ich 16 war, - wie ich aussehe wusste er ja schon. Auch ich betrieb Kampfsport als Hobby, jedoch gehörte auch Bogenschiessen zu meinen Lieblingssportarten. Die Sekte, in der ich aufgenommen wurde, um später einmal meine Familie und Freunde beschützen zu können, spezialisierte mich speziell auf Nah- und Fernkampf. Nur für den Fall, dass ein Virus mal Überhand gewinnen würde. Doch das sagte ich ihm nicht. Schliesslich war das geheim. Aber Schluss mit dem Thema.

      Ich erzählte ihm auch, dass ich in der zehnten Klasse wäre. Er sagte, dass er in der zwölften ist und ein Jahr später Prüfungen schreiben musste. Danach wollte er studieren. Also ein zielstrebig, junger Mann. Gefällt mir. Jedoch weiss ich, dass die Sekte es mir nicht erlaubt, für längere Zeit Kontakt mit jemandem aufzunehmen, den sie nicht kennen. Es könnte ja ein Spitzel sein, war bis dahin immer die Antwort. Aber wenn es nach ihnen ginge, wäre jede einzelne Person auf der Strasse ein Spitzel. Sowas ist unnötig.

      Aber genau deswegen wurde mir der Kontakt zu Taddl verboten. Jedoch - so rebellisch wie ich war - habe ich mich strikt gegen dieses Verbot gewehrt. Ich traf mich manchmal heimlich mit ihm, und beim letzten Treffen küsste er mich. Es war der schönste Moment in meinem Leben - doch dieser wurde durch die Truppen der Sekte vollkommen zerstört. Sie kamen angestürmt und rissen mich von ihm weg. Er rief mir folgenden Satz hinterher:

Ich werde dich Finden!

      Ich fing an zu weinen, und schon am nächsten Tag musste ich in ein Geheimprojekt einsteigen. Ich wurde in eine Höhle gesteckt und trainierte. Die ganzen weiteren fünf Jahre. Und jeden Tag gehörten die Gedanken, die nicht vom Training waren, ihm. Taddl. Diese Gedanken kamen am Anfang jeden Tag, nein sogar jede Sekunde, die ich nicht mit Training verbrachte. Doch im Laufe der Jahre flauten sie ab. Ich mußte mich einfach auf meine Aufgaben konzentrieren, um aus dieser Höhle rauszukommen und meine Liebsten beschützen zu können. Ich fühlte in dieser Zeit nichts ausser Schmerz. Aber ganz weg waren die Gefühle zu ihm nie.

      Und dann war es endlich so weit: der Tag, an dem ich raus durfte, und in eine Universität geschleust wurde. Aber das hiess, ich war frei. Keine Höhle mehr. Kein stundenlanges Training mehr. Kein Hungern. Diese Erziehungsmethoden haben mich in so einer Art und Weise geprägt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Doch ich hatte es überlebt. Das Geheimprojekt, das Spezialtraining. Drei Andere wurden dieser Prozedur auch unterzogen. Und ich werde mit ihnen auf die gleiche Uni gehen, doch ich werde nie erfahren, wer sie sind. Da wir alle getarnt sind. Doch mein einziges Ziel ist das eine, besondere. Und mit diesem in Gedanken verliess ich die Unterkunft in Richtung meiner neuen Wohnung.

Ich werde die letzte Prüfung schaffen. Und dann kann ich euch endlich beschützen.

[ABGESCHLOSSEN] Fight, Love, Apocalypse. ~Taddl FF~Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt