Ich atmete einmal tief durch und fing an,»Ich wünsche mir auf eine Highschool in Kalifornien zu gehen und dort in meinem eigenen Haus zu wohnen.« Mum und Dad sahen mich ganz verwirrt an. »Mum, Dad, sagt was, bitte.«
»Also Princess, das ist ein ziemlich großer Wunsch. Lass mich darüber mal mit deiner Mum reden.« Dad war wieder ganz positiv aber auch hochnäsig, so wie immer halt. »Geh doch solange auf dein Zimmer und ich werde Marianne sagen, dass sie dir das Frühstück bringen soll.« Ein Lächeln umspielte die Lippen meiner Mum. Ich setzte ein falsches Lächeln auf, welches ich innerhalb der letzten 10 Jahre ,durch Fotos in Zeitungen oder Fernsehen , gelernt hatte und drehte mich um. Damit war mein Lächeln auch schon wieder weg. Klar ist es mega toll, dass meine Eltern jetzt darüber reden, aber mir hätte ein "Magst du dir bitte solange in der Küche etwas zu Essen nehmen" vollkommen gereicht. Aber ich lebe jetzt auch mit dieser Bitte. Muss ich ja. Also begebe ich mich die Treppe hinauf in mein Zimmer, mache aber mit Absicht die Tür nicht zu, um meinen Eltern jetzt ihre achso tolle Tochter zu zeigen. Ich setzte mich an den Flügel und begann zu spielen. Und um noch einen drauf zu legen fing ich an mitzusingen. Somit wollte ich ein Zeichen setzten, dass ich fleißig war und alleine wohnen könne. Kurz nachdem ich mein Stück beendet hatte, kam auch schon Marianne und stellte ein Tablett auf dem Schreibtisch ab. Sie legte eine Unterlage auf diesen und platzierte Teller, Besteck und alles was sie mitgebracht hatte. Als sie fertig war, verbeugte sie sich und als sie wieder aufsah meinte sie nur:»Wenn Sie gestatten Miss« Ich lächelte mal wieder gefälscht und nickte. Als Marianne das Zimmer verlassen und die Tür geschlossen hatte, ließ ich mich mit einem Seufzen auf mein Bett fallen. Ganz im Ernst, ich bin nicht die Queen. Ich richtete meine Gedanken auf das Gespräch zwischen meinen Eltern. Ich hoffte so sehr, dass sie zustimmen würden. Endlich ein normales Leben zu führen war einer meiner größten wünsche. Ich hatte ungelogen nur zwei Jeans. Aber sobald ich endlich hier weg sein würde, würde sich das ändern. Jetzt müssten nur noch meine Eltern mitspielen. Mit diesem Gedanken stand ich auf, setzte mich an meinen Schreibtisch und wendete mich dem Essen zu.
Nachdem ich aufgegessen hatte, beschloss ich mich auf den Weg nach unten zu machen. Mum und Dad saßen im Wohnzimmer und schauten zusammen auf das Display unseres iPads. Sie sahen ziemlich fröhlich aus, weshalb ich mich hinter sie stellte und auf das Display starrte. Mir fiel augenblicklich die Kinnlade runter, als ich eine weiße, große Villa mit Pool und Garten erkannte. »Mum, Dad, was ist das?« fragte ich entsetzt. Sie fuhren herum und sahen mich lächelnd an. Ich hatte das Gefühl, sie würden in jeder Situation lächeln. »Das Princess, das ist dein neues Haus in Kalifornien.« erklärte mir Dad strahlend. »Es liegt in der Nähe des Strandes und in der deiner neuen Schule.« ergänzte Mum. Ich wär fast aus den Latschen gekippt. »Oh. Mein. GOTT!« rief ich aufgeregt und fiel meinen Eltern um den Hals,»Danke Mum, danke Dad. Ich hab euch lieb.« Ich richtete mich wieder auf und strahlte meine Eltern an. Neues Leben ich komme! »Aber: Es gibt Bedingungen.« Der Blick meines Dads wurde ernst. Mum nickte,»Du wirst jede zweite Woche anrufen, wirst dich in der Schule anstrengen und Marianne wird dich begleiten.« Mit den ersten zwei Sachen war ich einverstanden, aber dass Marianne mitkommen sollte passte mir so gar nicht, weil es dann genauso werden würde wie hier. Das war nicht mein Ziel gewesen. Ich wickelte mir eine meiner blonden Haarsträhnen um den Zeigefinger und kaute auf meiner Unterlippe. »Kann ich nicht auch ohne Marianne nach Kalifornien. Ich bin doch fleißig und immer brav.« Ich sah meine Eltern durch meine braunen Augen von unten her an. Sie zögerten. Doch dann nickte Dad,»In Ordnung, aber dann rufst du jede Woche einmal an.« Ein Lächeln zierte meine Lippen und ich nickte zufrieden,»Abgemacht.« Mum trat einen Schritt nach vorne,»Aber dein eigentliches Geschenk ist schon gekauft und steht vor der Tür. Ich meine du hast ja jetzt deinen Führerschein.« Sie zwinkerte mir zu und bat einen der Angestellten mir die Augen zu verbinden. Mit verbundenen Augen führte mich Dad nach draußen, dicht gefolgt von Mum. Als sie mir die Augenbinde abnahm stand vor mir ein Porsche Spyder in weiß mit einer großen roten Schleife auf dem Dach. Auf der Motorhaube lag ein kleines Päckchen. Ich drehte mich langsam zu Mum und Dad um. »Mach das Päckchen auf. Das haben wir vorhin noch ergänzt.« Dad überreichte es mir. Ich war in Trance als ich es öffnete und fing an zu weinen als ich die Karte las, welche oben auf lag:
Für unsere überalles geliebte Prinzessin. Dein Startkapital für dein Leben in Kalifornien.Als ich die Karte hochhob, lag darunter Geld. Um genau zu sein, 100.000$ bar. Ich wirbelte zu meinen Eltern herum und fing an zu weinen. Die Tränen rannen nur so über mein Gesicht. Ich war so geschockt und glücklich. Damit könnte ich mich wirklich lang genug über Wasser halten, würde mir aber auch einen Teilzeitjob suchen um Geld zu verdienen. Ich war so überglücklich und so aufgeregt. »Nächste Woche wirst du fliegen. Der Flug ist schon gebucht.« Mum kam einen Schritt auf mich zu und nahm mich in den Arm. Dad kam auch dazu. Ich schluchzte ein letztes Mal, wischte meine Tränen weg und war plötzlich voller Enthusiasmus,»Ich fange sofort an zu packen!« Ich rannte die Treppe hoch in mein Zimmer, nachdem Dad mir noch den Autoschlüssel und Mum mir Umzugskartons gegeben hatte. In meinem Zimmer angelangt riss ich meinen Kleiderschrank auf und zerrte noch ein paar Kleider raus, damit ich noch für die letzten vier Tagen was zum anziehen hatte, bevor ich den Rest in die Kartons packte. Meine Schulsachen warf ich in eine andere Kiste. Abgesehen von den Büchern, denn die würde ich noch in der Schule abgeben müssen. Den restlichen Krimskrams warf ich in den letzten Karton. Zuletzt stapelte ich alle vier Kartons aufeinander.
Für alles zusammen hatte ich knapp drei Stunden gebraucht. Es war inzwischen 18:30 Uhr und ich beschloss wieder nach unten zu gehen. Auf dem Weg nach unten stieg mir der Geruch meines Lieblingsessens in die Nase und ich atmete diesen ganz tief ein, Chilli con Carne. Mum und Dad saßen am Esstisch und lasen. »Fertig gepackt.« Ich hatte mich vor sie gestellt um Ihnen das mitzuteilen und nun sahen beide zu mir auf und lächelten mich an. »Schön, dann lass uns essen.« Dad zeigte auf meinen Sitzplatz an unserem Tisch, nun ja, eher unsere Tafel, denn bei uns isst das Personal nicht in der Küche, sondern bei uns im Esszimmer. Ich nickte und setzte mich. Nach dem Essen beschlossen wir, uns noch einen Film anzuschauen. Der Film hieß "Ich bin Nummer vier". Danach ging ich in mein Zimmer und machte mich fertig zum schlafen gehen. Als ich mich in mein Bett fallen ließ, war mein Gedanke auf den morgigen Tag gerichtet und ich überlegte was wohl passieren könnte. Doch weit kommt diese Überlegung nicht, da ich so überwältigt von diesem Tag war, dass ich kurz darauf einschlief.-------------------------------------------------------
To be continued...
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From good Princess to bad Girl
RomancePatricia ist 16 und ein absolut verwöhntes Mädchen. Tochter von Millionärseltern. Was sie aber gar nicht wirklich will. Und was sie daraus macht und wen sie dabei leiden, hassen und lieben lernt, das müsst ihr schon selbst lesen... Ich muss mich ent...