Kapitel 7~Alleine

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Immer noch verärgert und mit verschränkten Armen schaute sie mich an. Ich atmete tief ein und aus. Was sollte ich ihr nun sagen? Eigentlich konnte ich nichts dafür, dass meine Bank weg flog. Aber er hatte bestimmt etwas mit der Rose zu tun und dies würde sie bemerken. "In unserer Welt passiert immer mehr komisches Zeug, findest du nicht auch?, sagte ich ruhig und ging an ihr vorbei in Richtung Schule. Ich blickte nicht nochmal zurück.

Ob sie mich nach dem doch töten wolle? Ich nahm mir vor nach dem Unterricht eine Waffe zu besorgen. Nur wo würde ich eine finden? Ich betrat mein Klassenzimmer. Die ganze Klasse starrte mich an. Ich sah Ella und Mina wie sie mich traurig anschauten und daraufhin ein Wort miteinander wechselten. Lästerten sie über mich? Meine besten Freundinnen? Ich stand vor der Klasse. Alle waren ruhig. Herr Mauser, mein Kassenlehrer wartete auf eine Erklärung weshalb ich so spät sei. Doch mir schwirrten andere Dinge im Kopf. Wieso starrte mich die ganze Klasse so an? Wieso sagte niemand was? Was taten Ella und Mina? Was hatte Amelie nun mit mir vor? Würde sie irgendwann herausfinden was es mit der Rose auf sich hatte? Ich blickte auf die Uhr die rechts von mir war. 09:32 Uhr. Ich war ziemlich spät. Doch solange schien es mir gar nicht. Es kam mir vor als wäre ich nur weitere zehn Minuten draußen gewesen. "Leonie ich muss mit meinem Unterricht fortfahren. Begründe dein zu spät kommen und setz dich", befahl mir Herr Mauser. Ich blickte kurz zu ihm dann zur Klasse. "Ich war beschäftigt.". Die ganze Klasse fing an zu lachen. Mein Bick wanderte von der einen Seite des Zimmers zur anderen. Ich blickte jeden meiner Klassenkameraden an die mich aufs tiefste auslachten als wäre ich nackt vor ihnen. In mir sammelte sich die Wut. Ich versuchte Ruhe zu bewahren doch das Mass war voll:"An eurer Stelle würde ich leise sein sonst könnte es das letzte mal gewesen sein, dass ihr lacht!", schrie ich raus. Alle schauten mich schockiert an. Ich setzte mich auf meinen Platz und schrieb wütend in meinen Block. Irgendwann würde ich weg sein und müsse niemals wieder einen von diesen Versagern wieder sehen. Es klingelte. Ich nahm meinen Block und ging raus in den Pausenhof. Niemand beachtete mich als wäre ich unsichtbar.

Ich zog meine Sonnenbrille an. So konnte ich ungestört die anderen beobachten ohne als Stalker da zu stehen. Von weitem sah ich Mina und Ella. Sie schauten einige Male für sie unauffällig zu mir rüber bis sich Ella entschied zu mir zu kommen. Mina blieb mit verschränkten Armen an ihrem Platz stehen und schaute ihr zu. Ella blieb vor mir stehen:"Leonie kann ich mit dir reden?", fragte sie mich leise. "Das tust du bereits.", gab ich als Antwort. "Also gut. Mina und ich machen uns große Sorgen um dich. Du redest mit niemandem mehr. Du verbringst deine Tage nur noch alleine zu Hause. Du antwortest nicht auf meine Nachrichten. Ich weiß es ist eine schwere Zeit für dich aber wir können diese Zeit mit dir durchstehen. Wir sind doch deine besten Freundinnen." Mir kamen die Tränen. Ich versuchte sie nicht raus zu lassen. Ich habe so lange nicht mehr mit ihnen geredet und es tat mir auch sehr leid uns so zu sehen aber ich musste mich einfach verschließen. Und da ich diese Frau traf die mich zu Leon führen könnte durfte ich erst recht mit niemandem darüber reden. Es war einfach zu viel. In meinem Blickfeld sah ich wie Mina immer noch mit verschränkten Armen zu uns blickte."Wieso ist Mina nicht gekommen?", fragte ich sie. "Sie .. sie .. ich sollte erstmal mit dir alleine reden. Wir wussten nicht ob du uns überhaupt antworten würdest.", sagte sie mir. Da steckte kein Stückchen Wahrheit drinnen. Mina versteckte etwas vor mir. Sie wollte abstand. Doch wieso?

Die Welt der TotenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt