Kapitel 22~Es ist soweit

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Es war so weit. Der Tag an dem sich alles verändern würde. Einiges ins gute, einiges ins schlechte. Ich musste nur noch eine Stunde warten dann würde ich Christina und David treffen. Ich hatte auch schon den perfekten Plan wie ich sie loswerden würde. Ich hatte Stunden zuvor die Kirche mit Klebefolie beklebt. Sie würden nicht hochkommen. Ich schon. Ich hatte meine Klamotten mit Butter beschmiert. Butter funktioniert doch immer. Sie würden mich hassen. Vor allem David. Die zwei wurden in dieser kurzen Zeit wie beste Freunde für mich. Doch das waren sie nicht. Nicht für mich. Und deshalb musste ich diese Welt für mich behalten. Ich würde für immer bei Leon bleiben in seiner Welt und nie wieder zurück kommen. Dann müsste ich David nie wieder in die Augen gucken. Ich müsste mich nicht schuldig fühlen. Mir fiel was ein. David wollte mir doch vor paar Stunden etwas über die Welt erzählen. Ich rief ihn an. "Hallo?", kam raus. "Hey ich bins Leonie.", sagte ich etwas schüchtern. Ich hatte ihn zuvor nie angerufen. "Ja, ich weiß, dass du das bist Leonie. Das steht auf meinem Handy. Magisches Gerät hm?", er lachte. Schön. Schon hatte ich mich blamiert. "Vor paar Stunden im Park wolltest du mir etwas sagen über die Welt der Toten, weißt du noch? Amelie hat dich unterbrochen. Könntest du es mir jetzt sagen?", fragte ich. "Öhm .. ich .. also .. Nein. Nein, da gab es nichts. Ich wollte dir nur sagen, pass auf dich auf" Pass auf dich auf? Sollte das heißen, er würde nicht mitkommen? "Kommst du nicht mit?", fragte ich mit fröhlicher Stimme. "Äh doch. Ich meinte nur, du weißt schon". Er meinte ich solle auf mich aufpassen damit mir nicht nochmal sowas passiert wie vor paar Tagen. Das war ein schlimmes Erlebnis für mich. Die Bilder kamen wieder in meinen Kopf. Mir liegen Tränen runter. Wieso musste ich daran denken? "Leonie weinst du? Soll ich vorbei kommen?", fragte er. Ich vergaß, dass er mich hörte. Ich legte auf. Ich wollte nur wissen was er mir sagen wollte. Ich war so glücklich gewesen Leon wieder zu sehen und nun war meine Stimmung zerstört. Ich konnte nicht alleine raus. Ich hatte niemandem davon erzählt. David war der einzige der davon wusste.

Mein Wecker klingelte. Den hatte ich mir extra gestellt um die Zeit nicht zu verlieren. Sonst müsste ich wieder ewig warten. Aber ich wollte nicht alleine raus. Zum Glück klingelte in dem Moment David an meiner Tür. "Ich dachte du brauchst etwas Gesellschaft.", sagte er und grinste. Wir liefen den dunklen Straßen entlang zur Kirche. Ich klammerte mich an ihn. Ich hatte Angst wieder mitgenommen zu werden. Doch mein Held war neben mir. Doch was würde ich tun wenn er mich hasst? Ich wäre wieder alleine! Ich musste meinen Plan ändern! Ich konnte David nicht verlieren. Ich brauchte ihn! Wie würde ich nun die ganzen Klebefolien loswerden ohne das er es merkte?!

Die Welt der TotenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt