„Julie, aufwachen!"
Jemand schüttelt mich sanft an der Schulter. Langsam öffne ich die Augen und sehe Adrian vor mir. Er lächelt mir entgegen und ich versuche es zu erwidern, allerdings bin ich noch zu verschlafen.
Er trägt mich vorsichtig in mein Badezimmer und hilft mir beim Fertig machen und Anziehen.
Bald darauf setzt er mich in meinen Rollstuhl und hebt Lou aus ihrem kleinen Bett, um sie fertig zu machen.
Während er ihr noch schnell frische Kleidung aus dem Kleiderschrank überzieht fällt mein Blick auf die Uhr. Es ist bereits Mittag.
„Was es ist schon so spät? So lange können wir doch niemals geschlafen haben."
„Habt ihr aber!" Erwidert Adrian mit einem frechen Grinsen.
Ich fahre zu meiner Zimmertür und öffne sie, um den Aufenthaltsraum zu betreten.
Ich fahre ein Stück heraus und schaue in die Runde. Gerade als ich etwas sagen will, bleibt mein Blick bei einer mir sehr bekannten Person hängen. Constantin!
Was zum Teufel macht er hier?
„Wir wünschen dir auch einen schönen guten Morgen, Julie!" Yusuf grinst mich erwartend an.
Ich drehe mich um und will zurück in mein Zimmer fahren aber Adrian versperrt mir den Weg. Er hockt sich zu mir herunter.
„Was macht DER hier?" Ich mache eine leichte Kopfbewegung in die Richtung von Constantin.
„Ganz einfach, Yusuf hat erstmal beschlossen ihn hier aufzunehmen und ihm zu helfen. Ich weiß, es passt dir ganz und gar nicht aber ich kann dich trösten. Uns hat er auch nicht gefragt, ob wir damit einverstanden sind."
Wütend fahre ich zu Yusuf und schlage ihm mit voller Wucht auf den Oberkörper.
„Warum?" Zische ich ihn an, dann drehe ich mich weg von ihm und fahre zu Adrian zurück.
„Ich will sofort weg von hier, wo Constantin ist, kann ich nicht sein." Flüstere ich Adrian in sein Ohr.
„Beruhige dich erstmal, Julie. Wir sind alle nicht sehr begeistert aber er wird nicht für immer hier bleiben."
„Du kannst mich mal! Ihr alle könnt mich mal!"
Schnurstracks fahre ich zum Fahrstuhl. Unten angekommen fahre ich in einen der Gärten.
Vorsichtig lasse ich mich aus meinem Rollstuhl nach unten auf den Boden gleiten.
Ich lehne mich gegen einen Baum und schließe die Augen. Tief atme ich ein und aus.
Langsam werde ich hochgehoben. Erschrocken öffne ich die Augen. Schnell beruhige ich mich aber wieder als ich sehe, dass es nur Marvin ist, der mich hochgehoben hat. Um uns herum stehen Bekir, Ivan, Kilian, Robin und Adrian.
Ich gucke Marvin lange in die Augen. Schließlich lehne ich meinen Kopf an seine Schulter an.
Er trägt mich zurück zum Haus. Oben im Aufenthaltsraum legt er mich auf eine Couch und dreht sich bereits wieder weg, um zu gehen.
Ich packe ihn am Handgelenk und ziehe ihn zurück. Überrascht guckt er mich an.
„Bist du eigentlich noch sauer auf mich?"
Er schüttelt mit dem Kopf, dann lächelt er mir zu.
„Die Jungs haben mir alles erklärt und Robin hat sich bei mir entschuldigt."
„Kann ich mit in dein Zimmer kommen?"
„Ja, klar... ähm... gerne." Leicht nervös lächelt er mich an.
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Mein neues Leben mit einem fremden Mann - #Wattbooks2017 #WPOlymphics
Teen FictionJulie ist fünfzehn Jahre alt und lebt bei ihrem wohlhabenden Vater, der allerdings keinerlei Gefühle für sie übrig hat. Eines Tages beauftragt er eine Firma um sein Grundstück erneuern zu lassen. Julie fällt auf, dass sie von einem Bauarbeiter ständ...