Chapter 07

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Noch ein letzten Blick in mein Zimmer, ein letzten Blick auf die ganzen Bilder, noch einen letzten Blick auf mein altes normales Leben, und ich schloss meinen letzten Koffer. Was jetzt wohl mit dem ganzen Zeug passierte? Das meiste hatte ich versucht in die 3 Koffer zu verstauen aber es passte eben nicht mein ganzes Zimmer rein. Auch hatte ich einpaar Sachen aus dem Schlafzimmer meines Dads eingepackt. Okay, vielleicht etwas mehr als nur "Ein paar".

Ich wischte mir noch meine letzte Träne weg und dann war es soweit. Gerade wollte ich mich umdrehen und aus meinem Zimmer gehen als ich Schritte hörte. Ich atmete den alt bekannten Duft ein. Sie trug also noch immer das gleiche Parfum.

Der Geruch wurde Stärker und ich hörte wie sie vorsichtig auf mich zu kam. Ein paar Zentimeter hinter mir blieb sie stehen. Ich spürte wie sie ihre Arme um mich schlang, vorsichtig, aus angst das ich zerbrechen würde. Wie lang war es her das ich und meine Mutter uns so nah waren?

"Dein Vater war ein toller Mensch" brach sie die Stelle.

Ich blieb Stumm. Was sollte ich den sagen? Ich würde sowieso jeden moment in mich zusammen brechen. Das hier war alles zu viel für mich.

"Ich wollte dich abtreiben lassen, dich sozusagen töten, und er hat es nicht zugelassen. Er hat darauf bestanden, dich groß zu ziehen, und wenn ich ehrlich bin hat er das Super hin bekommen, Claire."

Tränen sammelten sich wieder in meinen Augen. Wieso musste sie jetzt unbedingt über ihn sprechen? Wieso musste sie unbedingt dafür sorgen das die ganzen alten Erinnerungen wieder auftauchten?

Mom's Stimme holte mich wieder in die Realität.

"Du bist dünn geworden" stellte sie fest.

Stumm blickte ich in die leere. Wieso redete sie mit mir? Wie konnte sie es wagen?

Enttäuscht das ich ihr keine Antwort gab, atmete sie tief aus.

"Los, lass uns nachhause fahren"

Nachhause? Nachhause!? Das hier war mein Zuhause. Dieses Zimmer war mein Zuhause. Die Wohnung meiner Mutter würde niemals mein Zuhause werden. Niemals!

"Ich bin schon zuhause" Gab ich kalt von mir.

Wieder atmete sie ein und wieder aus.

"Dann lass uns zu meinem Zuhause fahren"

Sie nahm ihre Arme von mir und ich spürte wie die angenehme wärme mich verlies. Ich wusste dass es wegen meiner Diät war, aber ich durfte einfach nicht aufgeben.

Sie schnappte sich 2 Koffer und lief in schnellen Schritten aus dem Haus. Auch ich schnappte mir einen, was mir sehr schwer viel seit ich diesen Hass gegenüber essen habe, und folgte ihr raus, in ihr kleines Auto.

Stay strong || H. S.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt