Kapitel 121

104 3 0
                                    

*Karina*

Wir sind hier im Paradies gelandet, das Meer vor der „Tür“, der schöne Strand, die Palmen es ist einfach perfekt. Die ersten beiden Tage hatte ich Mühe mit dem Jetlag und der Hitze, aber heute am dritten Tag geht es mir blendend. An die Temperaturen habe ich mich gewöhnt und die Müdigkeit ist auch verschwunden. Wir geniessen gerade unser Frühstück auf der Terrasse, hören nichts ausser dem Meeresrauschen. Hier ticken die Uhren anders, man kann zur Ruhe kommen. Nun kuscheln wir auf der Liege, kosten unsere Zweisamkeit aus. Wenn uns zu warm wird, kühlen wir uns im Meer ab. Das Wasser ist herrlich klar, man kann bis auf den Grund sehen.

Mittags essen wir meistens im Restaurant, welches sich auf der Insel befindet. Das Abendessen lassen wir zu unserem Bungalow kommen. So verbringen wir die erste Woche unserer Flitterwochen, machen nicht viel mehr als ausruhen, baden, kuscheln und natürlich haben wir auch Sex, an allen möglichen Orten. In der zweiten Woche fahren wir mit dem Boot auf das Festland. Jeder Gast hat ein eigenes, dass er benützen kann, wenn er den Bootsführerschein besitzt. Am Strand des Festlandes kann man alles möglich machen und mieten, zuerst gehen wir Schnorcheln, bewundern die schöne Unterwasserwelt. Natürlich fahren wir auch Wasserski und an einem Nachmittag sind Jet Skis dran. Das macht richtig Spass, mit diesen Dingern über die Wellen zu brettern.

Da wir auch noch etwas vom Land sehen wollen, machen wir eine Tägige geführt Tour und kommen am Abend erledigt wieder zurück. Eine Bootstour darf auch nicht fehlen, ich komme aus dem Staunen nicht heraus, als ich das erste Mal in meinem Leben, Delphine in freier Wildbahn sehe. Sie schwimmen mit unserem Boot mit, springen immer wieder aus dem Wasser. Ich bekomme mein Dauergrinsen nicht mehr aus dem Gesicht, es ist einfach nur herrlich hier. Am Abend stehe ich unter der Dusche, welche im Freien ist und nur durch Mauern nach Draussen abgegrenzt wird. Ich sehe über mir das Blätterdach und lasse das angenehme Nass meinen Körper runter rieseln. Ich erschrecke leicht, als sich zwei Arme um mich schlingen und eine tiefe Stimme in mein Ohr raunt „Hey mein Engel. Du duschst ohne mich, das geht gar nicht.“

Seine Stimme beschert mir trotz der warmen Temperaturen eine Gänsehaut. Kaum habe ich mich umgedreht, spür ich schon seine Lippen auf meinen. Der Kuss wird schnell leidenschaftlicher, ich spüre Samus Hände unter meinem Hinter, mühelos hebt er mich hoch und drückt mich an die Mauer. Mein Körper brennt vor Verlangen, ich stöhne laut auf, als mein Schatz ohne Vorwarnung in mich eindringt. Mit schnellen Stössen bringt er mich fast um den Verstand, ich gebe mich voll und ganz meiner Leidenschaft hin. Als er anfängt laut neben meinem Ohr zu Stöhnen, entlädt sich meine Lust mit einer überwältigenden Welle, welche über mich hereinbricht. Wir verharren schwer atmend in dieser Position, bis wir uns ein wenig beruhigt haben. Samu setzt mich sanft auf meine Beine ab, ich klammere mich an ihm fest, traue meinen weichen Knien nicht so ganz. Er verteilt leichte Küsse auf meinem Gesicht, Hals und Dekolleté. Schaut mir mit seinen leuchtenden blauen Augen in meine „Du bist einfach unglaublich mein Engel. Ich kann nicht genug von dir bekommen.“

Diese Worte untermahlt er mit weiteren Küssen und knabbert leicht an meinem Hals. Dieser Mann bringt mich noch um den Verstand „Ich kann auch nicht genug von dir bekommen mein Schatz. Wollen wir ausnahmsweise wieder einmal das Bett ausprobieren?“

Kaum habe ich das gesagt, wickelt er mich in ein Badetuch ein, hebt mich hoch und trägt mich zum Bett. Dort legt er mich sanft nieder, nun steht er nackt vor mir, vereinzelte Wassertropfen suchen sich ihren Weg über seinen gebräunten und durchtrainierten Körper. Aufmerksam verfolge ich ihren Weg, bis sie auf den Boden fallen. In mir Kribbelt alles wieder, Samu sieht mich lüstern an und positioniert sich zwischen meinen Beinen. Dieses Mal lieben wir uns sanft und langsam, verschmelzen zu einem Ganzen.

Die letzte Woche verbringen wir wieder Größtenteils auf der Insel, in unserer eigenen kleinen Welt. Kosten die Zeit aus, bald müssen wir wieder in unseren Alltag zurückkehren. Morgen fliegen wir wieder nach Hause, jetzt stehe ich auf der Terrasse, schaue wie die Sonne langsam im Meer versinkt. Samu hält mich in seinen Armen, ich lehne mich an ihn. Ich möchte hier nicht weg, ab nächster Woche muss ich meinen Mann wieder mit vielen anderen Teilen. Aber diesen Gedanken schiebe ich jetzt beiseite und nehme diesen wundervollen Moment in mich auf. Er soll sich für immer in meinen Gendanken festsetzen.

Leider kommt der nächste Morgen viel zu schnell, schweren Herzens verlassen wir unser zu Hause auf Zeit. Auch Samu ist ein wenig wehmütig, hier konnte er sich unbehelligt bewegen, ohne dass ihn jemand erkannt hätte. Am Flughafen nimmt er mich in den Arm und sagt „Ich werde das hier alles sehr vermissen. Ab jetzt bist du wieder meine Insel, wo ich immer ich selber sein kann.“

Mit diesen Worten küsst er mich, ich zieh in enger an mich. Dann wird unser Flug aufgerufen und wir müssen langsam ins Flugzeug. Der Rückflug ist ermüdender als der Hinflug, völlig fertig kommen wir im kalten Helsinki an. Wir lassen die Koffer bei uns zu Hause einfach im Flur stehen und legen uns ins Bett.

You're an angel not asking who I'amWo Geschichten leben. Entdecke jetzt