Jack machte keine Anstalten, dass es ihn stört, also interessiert es ihn entweder wirklich nicht oder er kann es verdammt gut verstecken. Wenn er es verstecken sollte, dann frage ich mich warum. Schließlich bin ich nicht das beliebteste Mädchen der Schule, geschweige denn überhaupt beliebt.
"Was?", kam es nach einer Weile von Jack. Ich hatte nicht gemerkt, dass ich ihn die ganze Zeit anstarrte. Mir schoss die Röte ins Gesicht. Ich schaute schnell weg und konzentrierte mich weiter auf den Film. Ich hoffte wirklich, dass er es nicht gesehen hat, allerdings habe ich mich da wohl zu früh gefreut.
"Es muss dir nicht peinlich sein, du bist nicht die Einzige die mich heiß findet.", sagte er in einem selbstsicheren Ton und mit einem leicht dreckigen Grinsen auf den Lippen. Ich grinste kurz übertrieben zurück und verpasste ihm einen leichten Schlag auf die Brust. Er verzog sein Gesicht gespielt schmerzerfüllt und tat so als ob es weh getan hätte.
"Jetzt musst du mir einen Kuss geben.", kam auf einmal von ihm. Ich schaute ihn leicht geschockt an, bis er in Gelächter ausbrach. "Ist das dein Ernst?", fragte ich genervt. "Du hättest deinen Blick sehen sollen!", antwortete er immernoch lachend. Der kriegt sich auch nicht mehr ein, oder?
Ich drehte mich um und stand auf. Ich wollte eigentlich nur auf die Toilette, aber Jack verstand das wohl anders. "Ey, das war doch nicht so gemeint.", sagte er. Ich musste mir ein Grinsen verkneifen, da das nicht geplant war, aber trotzdem eine sehr gute Vorlage war, um ihn zu ärgern. Ich ignorierte ihn und machte mich auf den Weg in das Bad.
Kurz bevor ich jedoch dir Tür zum Badezimmer öffnen konnte, wurde ich an meinem Arm zurückgehalten. Jack drehte mich ruckartig um und drückte mich leicht gegen die Wand neben der Tür. Ich zog die Luft vor Schreck stark ein und starrte ihn verduzt an. Damit hatte ich nicht gerechnet. Jetzt kann ich ihn wohl nicht mehr ärgern.
"Mia, das war nur Spaß.", sagte er, nach einer Weile anstarren, zu mir. Ich fand meine Fassung wieder und fing an lauthals zu lachen. "Was ist daran jetzt so lustig?", fragte er mich verwirrt. Ich konnte gar nicht antworten, da ich zu sehr mit Lachen beschäftigt war. "Mia, ich meine es ernst." Allerdings konnte er sein Grinsen auch nicht mehr unterdrücken.
So lachten wir beide irgendwann und keiner wusste so genau, warum wir überhaupt lachten. Nachdem wir uns wieder gefangen haben, fragte er wieder warum ich gelacht habe. "Ich wollte vorhin nur auf die Toilette, allerdings hast du das dann wohl falsch verstanden und deswegen wollte ich dich dann ärgern.", meinte ich nur. Er schaute mich nur mit einem Ach-so-ist-das-Blick an.
Ihm huschte ein komisches Grinsen auf die Lippen, worauf mein Grinsen verschwand. Er hob mich über seine Schultern, trug mich in mein Zimmer und kitzelte mich durch. Ich konnte nicht aufhören zu lachen, da ich wirklich übertrieben kitzelig bin.
"Jack! Hör auf!", meinte ich dann allerdings sofort als ich genügend Luft bekam. Er, allerdings, dachte nicht einmal daran aufzuhören, sondern machte einfach weiter. Dieser Blödmann. "Jack, ich muss auf die Toilette!" Nachdem ich das sagte, nahm er mich wieder auf die Schulter und er hob mich in das Badezimmer. Allerdings kitzelte er mich währenddessen ein wenig weiter.
Nachdem er mich ins Bad getragen hat, ging er aus der Tür und ich konnte endlich ungestört auf die Toilette. Nachdem ich fertig war und in den Spiegel schaute, stellte ich mehrere Kratzer an meinem Arm fest. Ich überlegte wovon sie kommen könnten, bis mir der Streit mit Holly letztens wieder einfiel.
Flashback:
Ich ging mit Melodie den Park entlang, als wir auf Holly und Isabell trafen. Wir wollten einfach an ihnen vorbei laufen, aber das wäre wohl zu einfach. Holly kam auf uns zu und meinte mir wieder irgendetwas vorwerfen zu müssen. "Warum nimmst du mir immer alle Typen weg?", meinte sie nur. Ich schaute sie verwirrt an, da ich nie etwas mit irgendwelchen Jungs zu tun habe.
"Du musst das jetzt nicht abstreiten!", rief sie zickig. "Holly, ich habe keine Ahnung was du schon wieder für ein Problem hast, aber schieb nicht mir in die Schuhe, dass du einfach total nervig und anhängig bist. Ich kann schließlich nichts dafür.", antwortete ich so ruhig wie möglich. Dieses Mädchen würde mich noch zum Verzweifeln bringen. "Hör auf es abzustreiten und mich als nervig zu bezeichnen! Ich bin das tollste und hübscheste Mädchen der Schule und jeder steht auf mich." sagte sie selbstsicher
Ich fing nur an zu lachen und ging weiter. Bei Holly brannten wohl alle Sicherungen durch, denn sie wollte mich an meinem Arm zurückhalten, wobei sie mich dann wohl mit ihren langen Nägeln gekratzt hat.
Flashback Ende
Ich machte mich auf den Weg aus dem Bad und erwartete, dass Jack vor der Tür stand, allerdings fand ich ihn nicht. Ich ging in mein Zimmer um zu gucken, ob ich irgendwelche Nachrichten bekommen hatte.
3 verpasste Anrufe und 17 Nachrichten von Mel.
Was ist denn so wichtig?
Ich öffnete die Narichten und stellte fest, dass ich mich ja mit Mel treffen wollte. Ich hatte das total vergessen! Ich rief sie an um mich bei ihr zu entschuldigen, allerdings ging sie nicht ran. Ich schrieb ihr einen Nachricht und beschloss, sie später nochmal anzurufen.
Zuerst muss ich aber Jack finden.
Jack P.o.V.
Nachdem Mia im Badezimmer verschwunden ist, machte ich mich auf den Weg in die Küche um etwas zu kochen. Man denkt es zwar nicht, aber ich habe es als kleines Kind von meiner Mutter gelernt. Mittlerweile muss ich sowieso alles selbst machen. Schließlich kann ich von meinem Vater nichts erwarten.
Ich hörte wie Mia die Spülung betätigte, allerdings nicht die Tür öffnete. Naja, ist dann wohl typisch Mädchen. Nach einer gewissen Zeit, kam sie dann aus der Tür und ging wohl in ihr Zimmer. Ich achtete nicht weiter darauf und kochte einfach weiter. Schließlich sollte es am Ende auch gut werden.
Als ich hörte wie sie die Treppe herunterkam musste ich leicht grinsen. Ich habe keine Ahnung wieso, aber es störte mich auch nicht weiter. Als ich keine Schritte mehr hörte, ging ich davon aus, dass sie hinter mir steht.
"Na, gefällt dir was du siehst?", fragte ich nach einer Weile frech. "Ist nichts Besonderes, aber ich habe überlegt warum du kochst und warum du überhaupt weißt, wozu du die jeweiligen Sachen gut sind." Sie lachte zum Schluss noch leicht und ich sah währenddessen im Augenwinkel, wie sie langsam auf mich zu kam.
"Hör mal, ich hab gehört was mit deiner Mutter passiert ist. Es ist okay. Du brauchst dich nicht zu verstellen, wenn du es nicht möchtest.", sagte sie ruhig. Meine Erinnerungen an alte Zeiten kamen hoch. Ich bin mit Mia teilweise aufgewachsen, deswegen hätte sie es schon früher erfahren sollen, allerdings habe ich mir, als meine Mutter starb, geschworen niemanden mehr in mein Herz zu lassen. Zu groß war die Angst wieder verletzt zu werden.
Ich sagte kein Wort dazu, sondern nickte nur. Ich wollte nicht darüber reden oder meine Gefühle zeigen. Ich habe mir meine Fassade mühsam aufgebaut und ich werde sie sicher nicht so leicht wieder abreißen.
Ich war froh, dass sie das Thema wechselte und sich auf den Tresen neben dem Herd setzte und mich anschaute. "Was gibt's denn Leckeres?", fragte sie anschließend. Ich fing an zu lachen und antwortete: "Lass dich überraschen!"
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A little different (*pausiert*)
Novela JuvenilMia ist eine richtige Streberin, Liebling aller Lehrer und nur auf die Schule konzentriert. Deshalb hat sie auch nur einen engen Freundeskreis. Naja wie denn auch anders wenn so gut wie alle Mädchen auf ihrer Schule Bitches sind.... Jack ist das gen...