Near

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"Lilly, du musst dir irgendwas einfallen lassen. Du bist schon wieder auf dem letzten Drücker.", schimpfte ich mit mir selber und radelte Richtung Schloss. Ich hatte schlecht geschlafen. Zum einen, war ich auf dem Sofa eingeschlafen, das zum sitzen total bequem war, aber zum schlafen eher nicht geeignet. Es sei denn, man ist ein Zwerg oder kennt einen guten Chiropraktiker. Und zum anderen, hatte ich so einen verrückten Traum. Paddy und ich standen engumschlungen zusammen und plötzlich wurde er von einer Horde von Mädchen in die Tiefe gerissen. Er griff nach mir um sich zu halten, aber er rutschte ab und ich konnte nichts tun. Ich sehe noch seine Panik in den Augen. Brrrr, ich schüttelte mich, und versuchte somit auch, den Gedanken an dem Traum irgendwie los zu werden.
Und als wenn das nicht schon genug war, war ich auch noch bei einer Drehung förmlich aus dem Bett, beziehungsweise, vom Sofa gefallen. Super, wenn ein Tag so beginnt.
Ich hielt kurz am Wegesrand und pflückte ein paar Blumen für Marie.
Dann schwang ich mich wieder auf mein Rad und kurze Zeit später kam ich am Schloss an, stellte mein Fahrrad ab und ging in den Frühstücksraum.
"Guten Morgen!", sagte ich und legte meine Jacke über den Stuhl. Paddy saß schon am Tisch und hatte eine Tasse Tee vor sich.
"Guten Morgen", sagte er, als er mich sah und lächelte mich an. So wie er aussah, hatte er auch keine so gute Nacht. Er sah müde aus, hatte dunkle Augenringe und war sehr blaß.
Ich holte aus dem Schrank, der an der Wand stand, eine Vase heraus und drapierte die Blumen hinein.
Marie kam aus der Küche und brachte Wurst-und Käseplatten, Marmelade und etliches mehr auf einem großem Tablett herein.
"Lilly!", begrüßte sie mich, stellte das Tablett auf den Tisch und umarmte mich.
"Schau mal, die habe ich für dich mitgebracht", ich hielt Marie den Strauß hin.
"Oh, wie schön. Danke Lilly". Sie freute sich aufrichtig.
"Ich fülle nur ebend noch Wasser hinein und stelle sie hier mit auf den Tisch!"
"Du, ich nehme den Strauß mit in die Küche, ich muss sowieso nochmal hin und fülle dann Wasser auf", sagte Marie, nahm den Strauß und drehte sich um. "Könntest du weiter eindecken?", fragte sie im rausgehen.
"Ja, mach ich!", antwortete ich ihr.
Die Tür fiel zu und ich war mit Paddy alleine.
"Hi! Wie geht's dir? Du siehst echt müde aus", sagte ich zu ihm.
"Ich hab auch wirklich nicht sehr gut geschlafen", sagte er. "Ich werde mich gleich nochmal für 2 Stunden hinlegen".
"Warum bist du nicht liegen geblieben?", fragte ich und stellte Teller, Tassen und Besteck auf den Tisch und Paddy fing an es zu verteilen.
"Ich wollte dich sehen, deshalb bin ich aufgestanden", sagte er und wurde rot.
Ich stellte mich vor ihm und strich ein paar Haare, die sehr wirr abstanden, liebevoll hinter seine Ohren.
"So!", die Tür ging auf und Paddy und ich drehten uns sofort voneinander weg und deckten den Tisch weiter ein.
"Hier ist noch der Rest und die Blumen bringt Celeste gleich mit", sagte Marie.
John, Jimmy, Joey, Barby, Patricia, Dan und Maite kamen nacheinander eingetrudelt.
"Marie? Wo ist Susa?", fragte ich nachdem ich in die Runde schaute.
"Susa hat sich heute frei genommen", antwortete Marie.
Was war denn mit Jimmy los? Warum wurde er so unruhig, als Susa's Name fiel? Na, vielleicht bildete ich es mir auch nur ein. Ich setzte mich auf die Bank. Neben mir saßen Joey und Paddy. Ich nahm mir die Kanne Kaffee und goß mir ein noch ein Schlückchen Milch dazu.
"Oh, ich hab noch was vergessen!", sagte ich und kletterte über die Bank hinter Paddy und Joey lang.
"Sorry, einfach so bleiben. Geht schon, danke!", und hüpfte am Ende herunter. Ich lief aus der Tür und durch den großen Saal in den ersten Stock. Ich hatte meinen MP 3 Player in einem der Gästezimmer liegen gelassen. Ich ging zum Zimmer "Queen Elisabeth" wo ich ihn vermutete, schloss auf und brauchte gar nicht lange zu suchen. Lag er doch seelenruhig auf dem Tisch. Ich nahm ihn und steckte ihn in meine Tasche. Dann verließ ich das Zimmer, schloss wieder ab und ging zur Treppe.
"Susa?", fragte ich ungläubig, denn sie kam gerade aus Jimmys Suite.
"Lilly! Was machst du denn hier? Du hast mich erschreckt!",sagte sie kreidebleich.
"Was machst du in Jimmys Zimmer?, schaute ich sie fragend mit zusammen gekniffenen Augenbrauen an. Obwohl, eigentlich will ich es gar nicht wissen! Jetzt ist mir auch klar, warum Jimmy so nervös wurde, als dein Name fiel! Seid wann läuft das zwischen euch?", fragte ich.
"Schon eine ganze Weile. Wir lieben uns. Bitte erzähl Marie nichts davon!", bettelte sie mich an.
"Natürlich erzähle ich nichts!", sagte ich und nahm sie in den Arm. Ich freue mich, wenn du glücklich bist.
"Danke, ich wünsche mir für dich, das du auch endlich jemand findest, der dich glücklich macht", sagte Susa.
"Da draußen gibt es bestimmt Mr.Right! Er muss nur noch gefunden werden.", gab ich zurück und lächelte.
"Ich werde dann mal", sagte sie. "Tschüss, Lilly!"
"Tschüss, Susa!", sagte ich und ging den Flur entlang, die Treppe runter, zurück in den Frühstücksraum.
"Wo warst du solange?", fragte Marie. "Dein Kaffee dürfte kalt sein".
Ich kletterte wieder über die Bank hinter Joey und Paddy entlang und setzte mich neben Paddy.
Jimmy fixierte mich mit seinem Blick. Er wusste genau auf wen ich gestossen bin. Ich schüttelte mit einem Lächeln meinen Kopf und deutete an, das ich nichts sagen werde. Er lächelte und sagte leise:" Thank you!".
Ich nahm mir ein Brötchen, das ich aufschnitt und mit Marmelade bestrich.
Irgendwann hatten alle zuende gefrühstückt und verschwanden nach und nach aus dem Frühstücksraum.
Paddy ging als letzter und schaute nochmal in meine Richtung und lächelte, bevor er aus der Tür verschwand.
Ich zog mich noch schnell um und meine Arbeitskleidung an. Dann räumten Celeste und ich den Tisch ab.
"Sag mal, läuft da was zwischen dir und Paddy?", fragte Celeste und taxierte mich.
"Celeste, nein da läuft nichts. Wir sind Freunde. Okay?", sagte ich und rollte mit den Augen. Ich wusste das diese Frage kommen würde und hoffte das sie jetzt Ruhe gab. Unbeirrt fing ich an und wischte den Tisch ab. Ich spürte das sie mich immer noch prüfend ansah, als könnte sie durch mich hindurch blicken und dort irgendwo die richtige Antwort finden. Aber ich hatte Glück und sie bohrte nicht weiter nach.
Wir brachten alles an Geschirr und Lebensmittel in die Küche.
"So, ich wollte den Tagesplan mit euch besprechen!", rief Marie und trommelte alle zusammen.
"Lilly! Hilfst du mir heute in der Küche? Die Kellys werden heute ausnahmsweise hier Mittagessen. Es gibt Vorsuppe, die Lilly macht, das hatte ich schon mit ihr besprochen, zum Hauptgang gibt es Fisch mit Kartoffeln und einer Soße und danach Rote Grütze mit Vanillesoße".
"Celeste, du müsstest heute mit in die Waschküche und dort unterstützen".
"Ja, ist in Ordnung!", sagte Celeste.
"So, dann alle an die Arbeit!", befahl Marie mütterlich streng.
Ich machte mich daran die Suppe, eine Schaumburger Hochzeitssuppe, zu kochen. Die Basis war eine Brühe und hinein kam Eierstich, Klösschen, Spargel, Erbsen und kleine Suppennudeln.
Als sie fertig war, liess ich sie auf dem Herd leicht simmern und machte mich an das Geschirr, das jetzt fertig war und räumte es vom Geschirrspüler wieder in den Schrank im Frühstücksraum.
Ich packte weisse Tischdecken auf den Tisch und deckte ihn für das Mittagessen ein.
Celeste kam aus der Wäscherei zurück und half mit in der Küche. Um halb Eins trudelten die ersten zum Mittagessen ein. Wir stellten die Suppe und den Hauptgang auf den Tisch.
"Fehlt noch wer?", fragte Dan.
"Paddy! Ihm geht es nicht so gut!", sagte Patricia.
Ich bekam einen Schreck, liess mir aber nichts anmerken.
Als wir mit dem Hauptgang fertig waren gab es noch Nachtisch.
Nach dem Mittag verliessen alle den Frühstücksraum.
"Danke, das war sehr lecker", sagte Joey.
"Ja, stimmt. Es war richtig gut!", stimmten Patricia, Maite und Barby zu.
"Danke, Marie. Es war vorzüglich", sagte Dan beim rausgehen.
Marie lächelte.
Als Celeste grade in die Küche ging, fragte ich Marie:" Soll ich Paddy vielleicht etwas Suppe und einen Tee bringen?"
"Ja, das kannst du gerne machen, Lilly. Das wird ihm gut tun! Ich mache ihm schon mal den Tee und räume dann weiter mit Celeste zusammen auf.
Ich nahm ein Tablett, Besteck, Servierte und eine Suppentasse mit Deckel, in die ich die Suppe füllte. Ich toastete noch eben ein Weißbrot, das ich quer teilte und dekorativ drapierte. Marie kam aus der Küche mit dem Tee.
"So der Tee, wie er ihn gerne hat!", sagte sie liebevoll.
Ich nahm das Tablett und ging in den ersten Stock zu Paddys Suite.
Ich klopfte, aber bekam keine Antwort. Ich klopfte noch einmal und hörte ein leises "Jaaaa!"
Ich machte die Tür mit meinem Ellenbogen auf und schob sie mit meinem Fuss auf, dann ging ich hinein. Hinter mir schob ich die Tür mit meinem Fuss wieder zu.
Paddy lag in seinem Bett und schaute zur Tür. "Hi Lilly!", begrüsste er mich und setzte sich auf.
Sein Bett war ein massives Kingsize Bett, das etwas erhöht stand. Dort hätten locker 4 Kellys Platz gehabt. So eins hätte ich heute Nacht gebrauchen können, dachte ich so bei mir.
"Hi Paddy! Patricia sagte das es dir nicht so gut geht. Ich bringe dir etwas Suppe und Tee!" Ich stellte das Tablett auf den Nachtschrank neben seinem Bett.
Ich sah ihn an und sagte: "Mit verlaub, Herr Kelly, zur Zeit sehen sie nicht aus als seien sie Mitglied der Kelly Family, der tausende von Mädchenherzen zum schmelzen bringt. Eher, ich machte eine kurze Pause, ich sage es mal so, Slipknot würde dich mit Kusshand nehmen!", ich lachte.
Paddy grinste gequält:" Ich fühle mich auch, als hätte ich mit denen, Guns 'n Roses und den Rolling Stones eine After-Show-Party gefeiert".
"Danke für die Verpflegung. Das ist lieb von dir!", sagte er.
"Bitte sehr, dafür nicht! Guten Appetit! Ich gehe dann mal wieder!", sagte ich und drehte mich zur Tür.
"Warte!", rief er und ich drehte mich nochmal zu ihm um. "Magst du mir etwas Gesellschaft leisten?", fragte er, rutschte ein bischen weiter ins Bett und klopfte auf die freigewordene Stelle neben ihm.
Ich zögerte, aber dann setzte ich mich doch neben ihm auf das Bett. Ich stellte das Tablett auf seine Oberschenkel und er fing an zu essen.
"Das tut wirklich gut!", sagte er während er Löffel für Löffel in den Mund schob.
Ich beobachtete ihn. Mein Herz war erfüllt von Liebe, wenn ich ihn ansah. Obwohl er im Moment wirklich alles andere als nach einem Mann der Träume aussah.
Ich strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht, er fühlte sich heiss an. Ich legte meine Hand auf seine Stirn. "Mein Gott, du hast Fieber! Ich hole dir sofort etwas zum senken!"
"Ach, das ist nicht so wild!", sagte er.
"Nichts da!", erwiderte ich, verliess das Zimmer und holte Fiebersaft, Ohrthermometer, Handtücher und Waschlappen, eine kleine Schüssel, frisches Bettzeug und Mineralwasser.
Paddy hatte die Suppe aufgegessen, als ich wiederkam. Er war grade dabei und wollte aufstehen um ins Bad zugehen, er war aber so wackelig das ich ihn stützen musste. Während er im Bad war, bezog ich sein Bett frisch, denn es war total nassgeschwitzt. Ich brachte die schmutzige Bettwäsche in die Schmutzkammer und ging wieder zurück.
Paddy hangelte sich grade an den Schränken entlang zum Bett.
"Oh, du hast mein Bett frisch bezogen! Danke!" Er krabbelte auf allen vieren hinein und zog sich die Bettdecke hoch. "Könntest du mir ein frisches Shirt aus dem Schrank holen?", fragte er.
"Wo finde ich die denn?", fragte ich.
Paddy zeigte auf den grossen massiven dunklen Kleiderschrank.
Ich ging hin, öffnete ihn und schaute hinein.
"Oben links!", wieß Paddy mich an.
"Eine bestimmte Farbe?", fragte ich und schaute zu Paddy, der den Kopf schüttelte. Also griff ich das oberste.
"Bitte schön", sagte ich und gab ihm das Shirt.
"Danke, das ist nett!", nahm es und legte es vor sich hin. Sein Shirt das er anhatte zog er aus und das frische zog er sich über.
"So, dann schauen wir mal wie hoch das Fieber ist!", sagte ich und steckte ihm das Thermometer ins Ohr.
Piiiieeeepppp. Ich schaute auf das Thermometer. 39,8. Dann zeigte ich es ihm.
"Das ist ordentlich!"
Ich maß den Saft ab und gab ihm den Löffel.
"Aber erst was zu trinken eingiessen", sagte er flehend zu mir.
"Nicht dein ernst", sagte ich grinsend und goss Wasser in sein Glas.
"Ich krieg das sonst nicht runter", entschuldigte er sich. Er nahm den Saft, trank ein Schluck und ich stellte sein Glas zurück auf den Nachtschrank.
Ich ging ins Bad und holte etwas lauwarmes Wasser mit der kleinen Schüssel. Diese stellte ich auf seinen Nachtschrank und befeuchtete 2 Waschlappen, mit denen ich ihm Wadenwickel machte. Ein Waschlappen benutzte ich dafür ihm die Stirn abzuwischen und zu kühlen.
"Magst du etwas Tee trinken?"
"Ja, gerne", antwortet er.
Ich reichte ihm die Tasse und er trank ein paar Schluck.
"Hat Marie mit Liebe gemacht!", sagte ich und Paddy quittierte es mit einem Lächeln. Ihm fielen immer wieder die Augen zu.
Ich erneuerte nochmal die Wadenwickel.
Es klopfte.
Ja, bitte!", sagte ich und die Tür wurde geöffnet. Patricia kam rein.
"Was ist denn hier los?", fragte sie besorgt.
Paddy war in der Zwischenzeit eingeschlafen.
"Paddy hat 39,8 Temperatur. Ich habe ihm Fiebersaft gegeben und 2 x für je 10 Minuten Wadenwickel gemacht. Er hat Suppe gegessen und etwas Tee getrunken. Er ist jetzt grade eingeschlafen".
"Wow, Danke das du dich so um ihn gekümmert hast", sagte Patricia.
"Das hab ich gerne gemacht!"
"Ich übernehme!", sagte Patricia.
"In 5 Minuten müsste nochmal der Wadenwickel erneuert werden, aber dann müsste es auch erstmal gut sein", sagte ich zu Patricia. Ich wischte nochmal mit dem Waschlappen über seine Stirn.
"Ihr Patient", lächelte ich Patricia zu.
Ich packte das Geschirr zusammen, nahm Paddys Shirt mit und ging zur Tür.
"Wenn ihr was braucht, sagt einfach bescheid. Und wegen Abendbrot frage ich später nochmal was und ob er überhaupt etwas essen möchte! Bis später!"
"Vielen, vielen Dank, Lilly!", sagte Patricia und lächelte mich an.
Ich brachte das gebrauchte Geschirr in die Küche und erzählte Marie von Paddy und das er krank war.
"Och, armer Junge", sagte Marie besorgt.
"Marie? Kann ich kurz ein wenig im Park spazieren gehen? Ich brauche etwas frische Luft!"
"Ja, meinetwegen kannst du das gerne machen!"
"Celeste? Magst du mitkommen?", fragte ich Celeste, die am Tresen gelehnt stand.
"Ja, gerne", sagte Celeste.
Ich zog mir eine Strickjacke über, dann gingen hinten raus, in den Schlosspark.
Wir schwiegen eine ganze Weile und liefen nur nebeneinander her.
"Celeste? Ist alles okay mit dir?", fragte ich und sah sie an.
Plötzlich fing Celeste an zu weinen.
"Was ist denn los?" Ich nahm sie in den Arm.
"Ach, es ist wegen Joey. Ich habe mich total in ihn verliebt und er sieht mich nicht mal".
"Du weisst wie Männer manchmal sein können. Da kann man Flick-Flack machen und sie würden es nicht bemerken. Ich würde nicht sofort die Flinte ins Korn werfen. Zeig ihm was er verpasst, wenn er dich ignoriert".
"Meinst Du?", schluchzte sie.
"Natürlich! Du bist hübsch! Warum sollte er sich nicht in dich verlieben können!"
"Danke, Lilly!", sagte sich und wischte sich die Tränen mit dem Ärmel weg.
Ich reichte ihr ein Taschentuch, sie nahm es und schnäuzte sich die Nase.
Ich hakte sie unter und wir gingen weiter.
"Schau mal!", sagte ich und zeigte auf etwas das versteckt hinter Gestrüpp lag und wie ein Pavillon aussah.
Ich stieg über Zweige und Äste in die Richtung des Pavillon.
"Lilly, ist das jetzt notwendig das du durch das Dickicht kriechst?", fragte Celeste und rollte mit ihren Augen.
"Nun komm schon, Celeste". Ich war an dem Pavillon angekommen. Er war aus weissem Stein. Rund, in der Höhe meines Knies, verlief eine Mauer rundherum, die nur an einer Stelle nicht vorhanden war. Die umlaufende Mauer wurde durch 8 ca. 3 Meter hohe Säulen unterbrochen. Das Dach war leicht spitz und da drauf waren dunkle Schindeln.
"Das ist wunderschön", sagte ich. "Ich wusste gar nicht das das hier steht".
Ich griff in meine Tasche und holte mein Handy raus. Dann wählte ich eine Nummer.

I Feel Love ( Michael Patrick Kelly)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt