Vanillepudding Teil 2

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Ich erstarrte und starrte ihn dabei an.
"Nicht dein Ernst oder?", fragte ich offensichtlich angenervt von ihm.
Was sollte ich jetzt machen?!
"Ich mein, ich kenn dich nicht mal richtig...", redete ich weiter und dieses Mal noch ein wenig lauter.
Er grinste und stuppste mich mit dem Ellenbogen an.

Dann flüsterte er: "Reingefallen." und deutete, mit dem breitesten Grinsen der Welt, auf die Handys, die auf mich gerichtet waren und mich offensichtlich filmten.

"Du bist echt ein Arsch, weißt du das?", knurrte ich.
"Oh glaub mir, das weiß ich.", lachte er und in diesem Augenblick wusste ich, dass ich ihm sein selbstgefälliges Lächeln aus dem Gesicht wischen würde.

"Weißt du was sie noch auf Kamera haben werden?", lächelte ich und starrte ihn herausfordernd an.
Er schüttelte den Kopf, um mir zu zeigen, dass er nicht wusste wovon ich redete.

"Das!", und damit warf ich ihm meinen Vanillepudding ins Gesicht. Dann stand ich auf und nahm meine Tasche.

Mir war der Appetit vergangen und ich stolzierte mit einem giftigen Blick auf seine Freunde, aus dem Raum.
Dabei spürte ich förmlich, wie nicht nur sein Blick mich förmlich durchbohrte.

Ich hoffte, dass er jetzt kapierte, dass ich einen Scheiß auf seine Meinung und sein Aussehen gab.

"Hey! Bleib stehen!", schrie er hinter mir her und ich drehte mich angenervt um.

"Was?", fragte ich gereizt.
"Was. Sollte. Das?!", schrie er mir entgegen. Ich schnaubte auf.

"Hast du nicht gemerkt, was das war.", grinste ich und sah ihn mit Spott in den Augen an.

Mittlerweile hatten sich ziemlich viele Schüler um uns versammelt und hatten begonnen uns zu Filmen. Doch das war mir so ziemlich egal.

"Du wagt es MIR Vanillepudding ins Gesicht zu schmeißen?!", begann er zu brüllen.

"Hast du doch gemerkt oder?", seufzte ich und verschränkte genervt meine Arme vor der Brust.

"Ich mach dich fertig!", knurrte er und trat auf mich zu.

"Weißt du was? Ich scheiß drauf! Du kannst mich mal und außerdem wäre es asozial und dumm mich jetzt keine Ahnung zu schlagen oder so. Denn egal, was du jetzt machst, du wirst eh verlieren.", und damit drehte ich mich um und verschwand zwischen den Schülern.

Ich setzte meine Kapuze auf und ging zu meinem Spind. Immernoch hörte ich viele hinter mir, die jubelten, tuschelten oder irgendwas Böses über mich sagten.

Doch das Alles war mir egal. Ich hatte es ihm gezeigt, mich nicht versteckt und das war mein Ziel gewesen!

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