Jack P.o.V.
Ich ging in den Supermarkt um nochmal etwas zum Essen zu holen. Ich schlenderte durch die Regale, bis ich etwas schnell weghuschen sah. Ich schaute in die Richtung um vielleicht nochmal etwas zu erkennen, doch leider ohne Erfolg.
Ich ging langsam in die Richtung und mir war egal, was die anderen Leute jetzt gerade von mir dachten. Mal abgesehen davon, dass hier sowieso kaum Leute sind.
Beim nächsten Regal huschte wieder jemand weg. Was ist hier los? Ich stand kurz verwirrt dumm da, übersprang dann aber die nächsten beiden Reihen.
Tatsächlich sah ich ein kleines Grüppchen an schwarz gekleideten Leuten. Oh nein. Wie unauffällig. Nach einer Weile bemerkte ich, dass da sogar ein Mädchen dabei war.
Kurze Zeit später entdeckte mich einer der Dreien und sie rannten allesamt weg. Ich überlegte nicht lange und rannte ihnen hinterher. Gerade als ich den Laden verlassen wollte, um die Drei bestenfalls noch zu erwischen, sah ich einen schwarzen Van wegfahren. Touché.
Wer war das? Naja, wenn ich so darüber nachdenke, kam der Van mir ziemlich bekannt war. Vielleicht hab ich mir das auch nur eingebildet.
Ich war so auf den Van konzentriert, dass ich nicht merkte, dass ich die Einkäufe noch in der Hand hatte und zwischen diesen komischen Piepern stand. Keine Ahnung wie die Dinger heißen. Was ich aber weiß, ist, dass sie nerven.
Eine Verkäuferin stand schon neben mir und wollte mir eine Predigt von wegen 'Sie müssen das noch bezahlen' und 'Man soll nicht klauen' und was weiß ich was noch alles.
"Hören Sie. Ich wollte nichts Klauen. Da war nur etwas, dem ich auf den Grund gehen wollte. Ich würde meinen Einkauf gerne noch beenden, wenn es Ihnen Recht ist.", meinte ich nur und schaute sie leicht entschuldigend an.
Ihr Blick war unbezahlbar.
Er bestand aus einer Mischung aus Schock, Verwirrung und etwas was ich nicht deuten konnte. Im Großen und Ganzen war der Blick aber so komisch, dass ich mir ein Lachen unterdrücken musste, aber trotzdem leicht schmunzeln musste.
Wir schauten uns eine Weile an und ich betrachtete sie ein wenig. Sie hatte kurze braune Haare mit einem roten Ombré. Irgendwie so heißt das ja so weit ich weiß. Noch dazu hat sie wunderschöne dunkelbraune Augen. Ich habe sie noch nie gesehen, aber sie ist bestimmt nicht viel älter als ich.
Sie schüttelte ihren Kopf, als wöllte sie einen Gedanken verbannen. "Entschuldigen Sie mich bitte.", meinte sie und drehte sich um, um wieder zur Kasse zu gehen. Kurze Zeit später drehte sie sich kurz zu mir und meinte nur, dass ich meinen Einkauf natürlich noch beenden könne.
Ich zögerte kurz, machte mich aber dann zurück zum Einkaufen.
Ich lief zwischen den Regalen mit den Süßigkeiten und überlegte, ob ich mir was holen sollte. Vielleicht bringr ich ja auch meinem Vater was mit. Dann sieht er auch mal was anderes außer Alkohol.
Kurzerhand entschloss ich mich dazu, mir irgendwas zu holen und vielleicht mal irgendeinem zu schenken oder auch mal was abzugeben, wenn jemand mich mal besuchen sollte oder ich bei jemandem bin. Oh mann, bin ich kompliziert. Ich dachte Mädchen seien kompliziert, aber ich bin ja gerade noch schlimmer.
Nachdem ich noch ein wenig durch die Regale geschlendert war, sah ich eine alte Dame, die wohl Probleme beim Lesen hatte, da sie die Dose wirklich sehr nah an ihr Gesicht hielt. Ich wollte eigentlich einfach weitergehen und so tun, als ob ich sie nicht gesehen hätte. Allerdings machte sich jetzt schon mein schlechtes Gewissen breit, weshalb ich mich doch auf den Weg zu ihr machte.
"Kann ich Ihnen vielleicht helfen?", fragte ich sie und sie schrak leicht hoch und schaute mich ein wenig verdutzt an. Nach einer kurzen Zeit des puren Anstarrens, schüttelte sie ein wenig ihren Kopf und schmunzelte leicht. "Das wäre sehr nett, junger Mann.", sagte sie dann und lächelte.
Ich muss ehrlich sagen, dass es ein schönes Gefühl ist.
"Könnten sie mir vielleicht sagen, ob hier in irgendeiner Weise Nüsse drin sind?", fragte sie und hielt mir die Dose vor die Nase. Ich zuckte mit meinem Gesicht leicht nach hinten und nahm ihr die Dose ab. Ich suchte nach irgendwelchen Information, ob Nüsse enthalten sind.
"Wissen Sie, meine Enkelin hat eine schreckliche Allergie gegen Nüsse und ich möchte ihr doch ihr Lieblingsessen kochen, wenn ich sie doch schon so selten sehe.", meinte sie leise und ich könnte schwören, dass sie die Tränen unterdrückte. Verständlicherweise.
"Na dann kann ich sie vermutlich beruhigen. Ich kann keinerlei Spuren oder Enthaltungen von Nüssen finden.", sagte ich und musste grinsen. Die Dame war wirklich niedlich.
Okayyyy. Was genau ist mit mir los? Ich mutiere ja schon zum Mädchen. Erst das mit den Süßigkeiten und jetzt das. Hab ich irgendwie Drogen oder so genommen?
"Ähm... Junger Mann? Hören Sie mir zu?", schreckte sie mich aus meinen eigenartigen Gedanken.
"Entschuldigen Sie. Ich bin eben gerade ein wenig mit meinen Gedanken abgeschweift. Könnten Sie vielleicht wiederholen was Sie gesagt haben?", fragte ich und schaute sie entschuldigend an. Sie lächelte nur, stellte sich richtig vor mich und wiederholte was sie davor gesagt hatte:
"Ich wollte wissen wie Sie heißen, junger Mann.". Jetzt musste sie nur noch mehr grinsen. "Ich bin Jack. Und darf ich wissen wie Sie heißen?", antwortete ich und hoffte, dass sie mir ihren Namen verraten würde. "Mein Name ist Elli.", meinte sie und grinste wie ein kleines Kind.
Irgendwie kommt sie mir sehr einsam vor. Ich meine damit, dass sich ja nicht jeder so freut, wenn man sich mit dieser Person unterhält oder ähnliches.
"Das ist ein sehr schöner Name. Kann ich Ihnen vielleicht noch anderweitig helfen?", schleimte ich ein wenig. "Sie Charmeur. Über Hilfe würde ich mich nicht beklagen. Außerdem kannst du mich auch duzen."
Wir lachten ein wenig und machten uns anschließend auf den Weg weiter einzukaufen. Es war wirklich amüsant mit Elli durch die Regale zu schlendern, während sie mir Geschichten aus ihrer Jugend erzählte und ein paar Produkte an denen wir vorbeiliefen mit irgendwas zu vergleichen.
Ich weiß zwar nicht wie sie das hinbekommen hat, aber sie hat doch tatsächlich Ingwer mit einem Faultier verglichen. Ich habe lange nicht mehr so gelacht wie bei diesem Einkauf. Es war auf jeden Fall mal was anderes, als durch die Regale zu schlendern, sich das Wichtigste zu nehmen, zu bezahlen und dann zu gehen.
Als wir dann doch irgendwann zum Ende kamen, machten wir uns auf den Weg zur Kasse. Das Mädchen, das vorhin schon an der Kasse war ist immernoch oder wieder an der Kasse. Wirklich wach, geschweige denn fröhlich, sah sie nicht gerade aus. Verständlicherweise.
Irgendwie bin ich heute sehr verständnisvoll. Ich habe keine Ahnung wieso. Vielleicht sollte ich mal schlafen. Könnte theoretisch daran liegen.
Wir bezahlten unsere Sachen und machten uns auf den Weg nach Hause. Ich half ihr beim Tragen und gab ihr meine Nummer, damit sie mich anrufen konnte, wenn sie wieder Hilfe brauchen sollte.
Zuhause angekommen ordnete ich die Einkäufe und holte den Einkaufszettel aus meiner Jacke. Während ich das tat, fiel mir noch ein Zettel aus der Jackentasche. Nanu? Hat mir jemand was zugesteckt?
Ich hob den Zettel auf und las was drauf stand:
'Hier ist meine Nummer. Ich muss dir was Dringendes erzählen. Ich glaube wenn es jemand wissen sollte, dann du.
LG Vanessa (Die Kassirerin)'
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A little different (*pausiert*)
Novela JuvenilMia ist eine richtige Streberin, Liebling aller Lehrer und nur auf die Schule konzentriert. Deshalb hat sie auch nur einen engen Freundeskreis. Naja wie denn auch anders wenn so gut wie alle Mädchen auf ihrer Schule Bitches sind.... Jack ist das gen...