Kapitel 34

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Ich muss loslassen.

Ein Satz, der so viel leichter
klingt als es eigentlich ist.

Ich muss Erinnerungen loslassen, sowie Menschen die nicht mehr an meiner Seite stehen und mich verlassen haben.
Ich muss bestimmte Gefühle
loslassen, und Hoffnungen. Hoffnungen die nicht erfüllt werden.
Mit Dingen abzuschließen oder bestimmte Dinge loszulassen ist mir noch
nie leicht gefallen.
Ich kam damit einfach nie klar,
weil ich es einfach nicht kann.
Bestimmte Dinge bedeuten mir nach langer Zeit einfach noch so unglaublich viel, dass
ich nicht loslassen kann. Ein weiterer Grund ist das ich es vermisse..

Manche Situation sind zu schön um sie zu vergessen aber es ist vorbei.
Du kannst deine Zeit nicht anhalten,
denn die Welt dreht sich weiter..
Dir bleibt dann nichts anderes außer es in guter Erinnerung zu halten und ein tiefen Platz in deinem Herz zu finden und es aufzubewahren.

Ein Beispiel gibt es dafür.

Letztes Jahr in den Sommerferien ging es mir schon nicht gut, da ich viel durchgemacht habe und alles nicht so ganz gepasst hat.
Keiner, aber wirklich keine hat es geschafft mich zum lächeln zu bringen aus einer.
Wegen Knieschmerzen
musste ich zur Physiotherapie.
Lust hatte ich keine.

Aber durch diese Person wurden die
6 Wochen wo ich dort war erträglicher.
Man geht wenn man dich depressiv fühlt eh nicht gerne unter Menschen. Und schwer war es immer.
Aber noch niemals in dieser schweren Zeit hat es sich so gut angefühlt mal wieder rauszukommen und sich aufmuntern zu lassen.
Wir haben uns einfach immer super verstanden, und konnten über vieles reden.
Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht.

Die 6 Wochen waren aber schon fast vorbei und so wurde ich traurig, weil ich nicht wusste wie es mir danach gehen würde.
Also habe ich aufgehört zu lächeln, und habe geweint weil ich etwas loslassen musste was ich nicht gehen lassen wollte. Es waren diese eigentlich gar nicht besonderen Momente, aber trotzdem war es schwer loszulassen.

Das allerletzte mal das ich ihn gesehen habe, kam ich lächelnd zu ihm und er meinte nur:

Ah sie lacht wieder"

Und dann waren die 6 Wochen vorbei.
Es heißte also Abschied nehmen..
Die erste Zeit ist immer schwer.
Ich habe sehr viel geweint, und habe mir gewünscht noch mehr Zeit zu haben.
Es war nicht unbedingt ihn den ich als Person vermisst hatte, es waren viel eher die Momente die wir geteilt haben. Momente in denen es mir nicht schwer gefallen ist Ich selber zu sein.

Aber jetzt kommen wir zum Punkt.
Es ist manchmal viel besser im Frieden damit abzuschließen und es aufzubewahren.
Wenn einem danach ist kann er immer wieder diesen Platz in seinem Herzen besuchen.
Festhalten tut manchmal mehr als loslassen.

Du wirst nie richtig glücklich sein, wenn du ständig an Dingen
festhälst die dich traurig machen.

Die Depression verändert ein Leben Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt