Kapitel 26

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Milo

Ich bestand darauf heute den ganzen Tag Zuhause zu bleiben, nach der langen Nacht. Als ich Zuhause ankam war mein Vater wach und saß in der Küche. Er wirkte nachdenklich auf mich und ich hatte ihn aus seinen Gedanken gerissen. Ich gesellte mich zu ihm und wir beide redeten ein bisschen, was wir lange nicht mehr getan hatten.

"Wie geht es Skye?", er wirkte interessiert und machte sich anscheinend wirklich Gedanken.

"Passt. Sind heute Abend zum Essen verabredet.", lächelte ich zuversichtlich.

"Freut mich. Zwischen euch läuft es ja recht gut, nicht?"

"Allerdings.. sie ist toll, aber ehe ich anfange von ihr zu schwärmen gehe ich lieber schlafen.", ich wollte mich gerade erheben, als mein Vater seine Hand auf meinen Arm legte und mich somit bat zu bleiben.

"Erzähl ruhig. Ich würde gerne mal wieder was anderes hören außer von dem ganzen Papierkram und der Arbeit.", murmelter er.

"Sie ist mir in kurzer Zeit wirklich ans Herz gewachsen und dass so schnell, wie noch kein anderes Mädchen zuvor. Von ihrer Ausstrahlung brauche ich erst gar nicht anfangen, sie ist toll und mutig. Dazu noch unglaublich stark und bewundernswert. Ihr Charakter ist reinstes Gold, aber sie hat jemand besseren verdient. Jemand der sie auf Händen trägt und ihr das gibt was sie braucht und auch wirklich verdient.", leicht senkte ich meinen Kopf und hörte die Enttäuschung meinerseits mir gegenüber.

"So hab ich dich nicht erzogen, mein Sohn. Sie wird dich akzeptieren wie du bist und sie wird sich mit dem zufrieden geben, was du ihr bieten kannst und dass ist reichlich. Und wenn sie jemand anderen will, was ich bezweifle, dann hast du es wenigstens probiert. Aber wie heißt es doch so schön: Andere Frauen haben auch hübsche Töchter.", er schlug mir freundschaftlich auf meine Schulter und erhob sich dann. Mein Dad verschwand aus der Küche und wenige Minuten später tat ich es ihm gleich.

In meinem Zimmer entkleidete ich mich, zog mir eine Jogginghose an und legte mich dann erschöpft ins Bett. Meinen letzten Gedanken schenkte ich Skye und schlief somit friedlich ein. Als ich jedoch acht Stunden später wach wurde musste ich bemerken, dass ich nicht alleine war und neben meinem Bett eine große und männliche Person stand. Rafael. Sofort schreckte ich auf und blinzelte ihn verschlafen an. Ich stand auf, lief zu meinem Schrank und nahm mir ein T-shirt heraus. Rafael beobachtete mich ohne seinen Blick wenigstens einmal von mir abzuwenden.

Gemeinsam liefen wir beide raus und dann in die Küche. Ich kam mir leicht komisch vor, wenn mir jemand vierundzwanzig sieben hinterherlief und nicht einmal seinen Blick von mir nahm. Außerdem war ich sowieso verwirrt, was er denn hier um zehn Uhr morgens bei mir machte und nicht in der Schule war. 

"Was machst du hier und außerdem hast du keine Schule?", murrte ich genervt und zog mir dabei mein T-shirt an.

"Könnte ich dich auch fragen, Milo. Wie dem auch sei.. pass bitte heute Abend auf Skye auf und wehe du fässt sie an.", er machte eine kurze Pause nach seiner Ansage und sprach dann drohend weiter, "Sonst bist du dran und da ist es mir egal, was sie sagt!"

Abwehrend hob ich meine Arme hoch und ging dann um die Kücheninsel herum, bevor er mich jetzt schon killen würde. Dann durchforstete ich den Kühlschrank und gab mich mit einem trockenen Toast zufrieden, setzte mich dann und stützte meinen Kopf auf meinen Armen ab, welche ich auf der Marmorplatte aufgestellt hatte.

Ain't nobody takin my babyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt