1.Kapitel

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Es ist Montagmorgen und die Klasse ist komplett still, als es an der Tür klopft. Frau Ferde ruft: "Herein!". Das ist bestimmt Jacob, der mal wieder zu spät kommt. Die Tür wird vorsichtig geöffnet. Aber was ist das? Da steht gar nicht Jacob, sondern die Direktorin. Und neben ihr stehen zwei Kinder. Was soll denn das? Aber wenigstens geht dadurch ein bisschen Zeit von dem lästigen Kunstunterricht verloren. Als das Geruschem wieder verstummt, beginnt die Direktorin Frau Blum zu reden: "Hallo liebe Klasse 9B. Das sind eure 2 neuen Mitschüler. Das hier ist Tina( sie zeigt auf das Mädchen ) und das ist Hannes( und auf den Jungen ). Sie werden ab heute in eure Klasse gehen. Tina war davor auf der Musikschule, weil sie so gerne Trompete spielt und hatte dort fast ausschließlich nur Musikunterricht und Hannes war auf einem Sportinternat, weil er so gerne Fußball spielt. Ihr wisst das ja. Jeder macht Sachen gerne, aber die beiden wollten noch mehr erreichen. Ich möchte das ihr sie gut aufnehmt und nett zu ihnen seid. Laura! Neben dir ist doch noch ein Platz frei,oder?"Noch bevor ich antworten kann schickt Frau Blum Tina auf den Platz neben mich und Hannes neben Lennard. Dann verschwindet Sie und Frau Ferde macht mit dem Unterricht weiter. Sie sollen einen Grundriss ihres Traumhauses zeichnen. In den nächsten Stunden werden sie dann anfangen aus dem Grundriss ein richtiges Haus zu bauen. Frau Ferde erklärt wie das ablaufen wird: " Ihr sucht euch gleich einen Partner mit dem ihr zusammen bauen wollt. Dann einigt ihr euch für einen Grundriss und verbessert ihn vielleicht noch. In den nächsten Stunden werde ich euch dann ganz viel Material zum Bauen bereitstellen. Ihr könnt aber auch von zu Hause etwas mitbringen. Die Arbeit werde ich am Ende benoten." Kaum hat sie das gesagt, springen alle auf und suchen sich einen Partner. Nur Tina und ich bleiben ganz entspannt sitzen. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich auch aufgesprungen bin. Dann stehe ich nämlich am Ende ohne Partner da und muss alleine arbeiten. Deshalb gucke ich den anderen erst einmal zu und arbeite dann mit dem, der übrig bleibt. Tina ist neu und weiß deshalb wahrscheinlich noch nicht, wie das bei uns alles abläuft. Während ich den anderen zuschaue, rückt Tina neben mich und fragt:"Wollen wir nicht zusammenarbeiten? Ich denke du kannst ganz sympatisch sein, wenn du dich etwas traust." Da war ich erst mal baff. Wieso fragt sie ausgerechnet mich? Und warum sagt sie das ich sympathisch sein könnte, wenn ich mich etwas traue? Ich bin bei niemandem beliebt. Jeder neue ist von Anfang an beliebter als ich. Aber eigentlich ist es doch auch mal eine Chance für mich, endlich eine Freundin zu finden. Also entschied ich mich, es mit ihr zu probieren. Mehr als schief gehen kann es ja nicht. "Gerne. Magst du Kunst?": antwortete ich. Tina antwortete, dass sie Kunst nicht so toll findet, weil sie pinseln und zeichnen nicht so gerne mag. Tina baut gerne mit allem was sie hat Häuser und Gebäude. Das passt ja, denke ich. Ich zeichne gerne und sie baut gerne. Wir wollen gerade unsere Grundrisse überarbeiten, als es zur Pause klingelt. Oh Nein!!! Gleich haben wir Chemie. Das Fach mag ich überhaupt nicht.

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