"Gelingt es euch?", fragte er. "Aber natürlich", sagte ich, "Kleinere Zauber, um mir beispielsweise die Haare zu frisieren oder Wasser zu erwärmen helfen mir dann, muss ich euch gestehen, aber würde ich überhaupt keine Magie anwenden, birgt das zu grosse Gefahren. Bei meiner Mutter ist das anders. Sie hat sie bereits so gut im Griff, dass sie das nicht mehr zu tun braucht, sie könnte ihre Kräfte jahrelang unterdrücken, ohne dass etwas passiert. Dafür bewundere ich sie. Jedoch werde ich dank des Zaubers gestern in nächster Zeit keine Probleme haben. Das war kein einfacher Zauber" "Ich verstehe. Solange ihr mein Volk nicht in Gefahr bringt, stört es mich nicht, aber..." "Mylady, eure Majestät. Gaius schickt mich. Es geht um Sir Leon" Ich erhob mich langsam, als Gwen dies nach Atem ringend sagte, "Wir brauchen eure Hilfe. Er verblutet" "Zeig mir den Weg!", meinte ich und sie lief voraus. Uther folgte uns. Ich ahnte warum. Magie... Er wusste, dass ich sie anwenden werden müsste. Gwen zog mich in ein gelb-rotes Zelt. Ein bewusstloser Sir Leon lag auf dem Tisch in der Mitte. Überall standen Tinkturen und Kräuter. "Ich kann die Blutung abdrücken, aber mehr kann ich auch nicht tun. Ich lief zu ihm und besah mir die Wunde." "Haltet sie weiter zu", bat ich ihn und zog meinen Mantel ab. Ich reichte ihn Uther, der neben mir stand. "Gwen heisses Wasser. Merlin - Eisenhut, Mitternachtskraut und Wolfswurzel. Ich holte ein Schneidebrett und ein Messer. Merlin reichte es mir. Ich schnitt den Eisenhut und die Wurzel. "Binde etwas von dem Kraut zusammen, Merlin" Er tat es und Gwen kam mit einer Schüttel heissen Wassers. "Gib mir dein Tuch Gwen" Ich legte die geschnittenen Teile mit zitternder Hand drauf und legte es ins Wasser. Jetzt musste ich kurz warten. "Aiath tref nef ned quo koneth" Meine Augen leuchteten auf. Das Tuch begann zu leuchten. Ich nam es heraus. Eine rote Farbe bildete sich im Tuch. "Perfekt" "Wenn ich sage jetzt nehmt ihr eure Hand weg", bat ich und der alte Mann nickte. Hast du eine Kerze Merlin? Angezündet? Ich brauche Feuer." Er nickte und hatte sie in Windeseile bereit. Ich legte das Kraut bereit und hatte in beiden Händen das Tuch. "Das wird weh tun. Jetzt" Er nam die Hände weg und ich presste meine auf das offene Fleisch an seiner Leiste. Ich sprach den Zauberspruch, während ich das Kraut anzündete und Sir Leon unter die Nase hielt. Er atmete es ein, aber war noch bewusstlos. Doch nach etwa 10 Sekunden öffnete er seine Augen und begann sich zu winden vor Schemerzen. Die anderen hielten ihn fest. Ich sprach weiter. Leon schrie wie am Spiess. Doch dann wurde er plötzlich ruhiger und das Tuch unter meiner Hand wurde wieder Weiss. Schweiss stand mir auf meiner Stirn. Ich verbrauchte zu viel Magie. Dann war es vollbracht, als es kurz unter meiner Hand leuchtete. Ich nam das Tuch weg und sah Haut mit einer Narbe. Sir Leon war bei bewusstsein und sah mich an. Mir knickten die Beine weg. Das war zu viel der Anstrengung. "Prinzessin!", fing Merlin mich auf und versuchte mich zu heben, was ihm nicht ganz gelang. Alles schwimmte in meinem Kopf. Dann hob mich ein anderer hoch. Es war der König. Erhob mich auf eine Liege. "Ich danke euch. Ihr habt meinen Ritter gerettet" Ich wollte etwas erwiedern, doch davor fielen mir meine Augen zu und es wurde dunkel.
Ich wurde von der Sonne geweckt, die mir an der Nase kitzelte. Langsam öffnete ich meine Augen und setzt mich auf. Es war so schrecklich hell. Ich blickte zu meinem Bettende. Ein grosser Strauss mit Blumen stand dort. Ich lächelte. Das war bestimmt mein Bruder. Er besorgte mir immer Blumen, wenn ich krank war oder es mir nicht gut ging. "Eure Hoheit" Ich sah zu Gwen, die lächelnd auf mich zu kam. "Ihr seid wach! Endlich. Wir haben schon begonnen uns Sorgen zu machen. Habt ihr Hunger?" "Ich bin am verhungern. Könntest du mir etwas holen. Ich ziehe mich inzwischen so gut es geht um.", schlug ich vor. Sie knickste und machte sich auf den Weg. Ich erhob mich mit noch etwas wackligen Beinen. Ich seufzte. So hatte ich mich das letzt Mal gefühlt, als Mutter und ich meinen Bruder heilen mussten, damit er seine Beine wieder bewegen konnte. Er war im Training zu übereifrig gewesen und war sehr schlimm gestürzt. Doch dieses Mal war ich alleine gewesen und ich war bei weitem nicht so mächtig wie meine Mutter. Ich öffnete meinen Schrank und nam ein rotes Kleid heraus, ein Mieder und so weiter. Da ging die Tür auf. "James!", erkannte ich meinen Bruder. "Dem Himmel sei dank!", meinte er und drückte mich fest an sich. Ich lächelte in die Umarmung rein. Es tat immer gut in den Armen einer geliebten Person zu liegen. Schnell lösten wir uns wieder. "Wie lange habe ich geschlafen?", fragte ich ihn und setzte mich. "fast drei Tage. Heute Abend ist das Abschlussfest des Turniers" "Dann bin ich ja gerade noch rechtzeitig wach geworden" James nickte, "Allerdings" "Geht es allen gut?", fragte ich ihn dann. Er grinste, "Naja... Arthur hat sich gestern noch leicht verletzt, aber nur oberflächlich. Sonst gab es keine weiteren Verletzungen mehr" Ich sah ihn noch weiter an und sein Grinsen wurde noch breiter, "Er hat sich schnell erholt. Macht sich grosse Sorgen um dich" Ich wurde rot und Gwen trat mit einem grossem Tablett ein. "Eure Hoheit", knickste sie, als sie meinen Bruder bemerkte. Er nickte ihr zu und sie stellte das Tablett vor mir ab. Sofort begann ich zu essen. Das tat gut. Mit jedem Bissen spürte ich, wie ich wieder etwas zu Kräften kam. "Danke, Gwen. Wenn du wüstest wie gut das tut!", meinte ich. Sie lächelte mich nur an. "Ich möchte dich nicht aus meinem Zimmer werfen, aber ich würde mich dann doch ganz gerne umziehen." Mein Bruder lächelte und verlies das Zimmer. "Ich sage Mutter und Vater bescheid, in Ordnung?", meinte er noch bevor er schliesslich endlich die Tür hinter sich schloss. Gwen half mir beim anziehen und ich ass noch auf. "Kommst du mit runter. Ich muss unbedingt an die Luft", meinte ich. Sie nickte und nam meinen Umhang und legte ihn mir um meine Schultern. Gemeinsam gingen wir runter und kaum trat ich aus dem Wohnbereich und trat in den Hauptgang der nach Aussen führte. Ich lief an der Haupthalle vorbei. Aus dem Augenwinkel sah ich meine Eltern und den König sowie Arthur und meinen Bruder und noch ein Paar Ritter.
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Victoria Leinster of Enniskillen
AléatoireEnniskillen Castle ist mein zu Hause. Das Zu Hause von mir... Prinzessin Victoria Leinster. Zu einem Wettbewerb werden einige unserer Ritter nach Camelot geschickt und einer von ihnen ist mein Bruder der Kronprinz James.