19. verloren

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"Ich gratuliere euch zu eurer Wahl, Prinzessin" Uther gratulierte mir und zeigte seine Billigung der Verbindung, die Leon und ich eingehen würden bei einem Gespräch nach dem Dinner, bei dem unsere Verlobung bekannt gegeben wurde. Nun wusste es ganz Camelot, dass einer der erfahrenden und besten Ritter Camelots den Bund mit Prinzessin Victoria von Enniskillen eingehen würde. "Aber gesteht mir diese Frage bitte zu: Warum ein Ritter? König Edward von Schottland sucht doch auch eine Frau" Ich schmunzelte. Uther dachte immer an die politischen Vorteile, während meine Eltern nur an meinen Gefühlen orientiert waren. "Weil ich ihn liebe und er mich liebt", sagte ich, "Ich möchte keinen Titel. Ich möchte Lion" Uther lächelte. Tatsächlich! Er lächelte. "Dann bleibt mir nur, euch das Beste zu wünschen" "Danke, eure Majestät" Damit ging er weiter. Ich betrachtete meinen Verlobten aus der Ferne. Er unterhielt sich gerade mit Arthur und Edric. Sie lachten über etwas, das Edric gesagt hat. "Bist du glücklich?", fragte mich mein Bruder. Ich sah zu ihm und dann zu meinem Ring. Er fühlte sich noch etwas schwer an. Ich war es nicht gewohnt, Ringe zu tragen. "Ich war noch nie so glücklich in meinem Leben", gestand ich und er fing an über beide Ohren zu grinsen. "Du wirst auf vieles verzichten müssen", stellte er fest. "Ich weiss. Aber auf ihn zu verzichten wäre viel schlimmer", versicherte ich ihm. Er legte einen Arm um mich. Da ertönte vor dem Speisesaal ein Tumult. Man hörte Schwerter aufeinanderprallen und Schreie. Alle anwesende Ritter zogen ihre Schwerter. Leon kam zu mir gerannt und schob mich hinter sich. Alle schauten auf das wackelde Tor, als es auf ging. Ein Ritter trat ein, sah sich kurz um und schritt dann auf Arthur zu. Dieser schien sprachlos. Der Ritter zog seinen Handschuh aus und warf ihn vor Arthurs Füsse. Er forderte Arthur zum Duell. Alle Blicke waren auf Arthur gerichtet. Er blickte nur zum Fremden. "Ich nehme eure Herausforderung an. Doch gestattet mir zu erfahren, wer mein Gegner ist" Kurz herrschte Stille vor. Der Fremde bewegte seine Hände zu seinem Helm und zog ihn ab. Was wir dann sahen überraschte den Grossteil von uns. Es war kein Fremder. Es war eine Fremde! "Mein Name ist Morgause" Ich sah zu Leon. Konnte das gut gehen? "Morgen zur Mittagsstunde", sagte sie und verlies dann den Saal wortlos. 

 Ich ging zum Turnierplatz mit meinem Bruder an meiner Seite. "Ich hoffe, dass Arthur gewinnt", meinte ich und sah zu ihm. "Das hoffen wir alle. Camelot hätte keinen Erben, wenn Arthur sterben würde" Ein Schauer überkam mich. Nicht auszudenken. Morgause war bereits da, doch Arthur fehlte. Wir setzten uns. Uther war sehr nervös und zappelte hin und her. Er hatte angst um seinen Sohn. Er hatte doch schon seine Frau verloren. Dann kam Athur. Jubel brannte auf. Ich blickte zu den Rittern Camelots. Leon applaudierte ebenfalls und sprach mit Edric. Ich wand mich Morgause und Arthur zu. Ich hatte überhaupt kein gutes Gefühl bei dieser Sache. Morgause verlierte ihr Schwert, aber Arthur gestattete ihr, es wieder aufzuheben. Arthur schlug sich gut, doch dann passierte es. Er stolperte und lag auf dem Rücken. Morgause nam den Helm ab und hielt ihm das Schwert an die Brust. Sie sprachen miteinander. Alle hielten die Luft an. Dan nahm sie das Schwert weg und half Arthur auf seine Beine. Es war totenstill. Der Prinz hatte verloren. Niemand glaubte dies. Es war unmöglich. Der beste Schwertkämpfer. Der Gewinner aller Turniere. Er hatte verloren... gegen eine Frau. Morgause verlies den Kampfplatz und Arthur. Er stand da wie bestellt und nicht abgeholt. Dann schnappte er sich sein Schwert und Schild und ging vom Platz. "Merlin!", rief er. Dieser rannte schnell hinter ihm her. Ich machte mich auf den Rückweg zum Schloss. "Ich habe Arthur noch nie verlieren sehen!", meinte Gwen. "Ich auch nicht", sagte ich, "Er scheint es nicht besonders gut aufzunehmen" "Das überrascht mich nicht", sagte sie ernst. "Wollen wir heute abend etwas zusammen trinken gehen?", fragte ich sie auf dem Weg nach oben. "Ihr meint.. ausserhalb vom Schloss? In der Taverne?", zögerte sie. "Ich denke, dass ich wieder ein Kleid von dir brauchen werde, Gwen. In meiner Kleidung kann ich mich dort nicht sehen lassen." "Sie nickte. "Zieht doch am Besten Hosen und ein Wams an. Dann könnt ihr das Kleid einfach darüber anziehen", schlug sie vor. "Das ist eine fantastische Idee!", lächelte ich. Sie erstrahlte. "Soll ich bei dir zu Hause warten?", fragte ich. "Ich kann euch auch nach dem Abendessen holen kommen", schlug sie vor. Ich nickte, "Das würde mir gefallen"

Victoria Leinster of EnniskillenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt