Am heutigen Tag ging Hermine -wie jeden Freitagabend- durch die Gänge von Hogwarts und hoffte darauf, keinem Schüler über den Weg zu laufen. Es war weit über 9 Uhr, weswegen Hermine nur von der unerträglichen Stille umgeben war.
Sie maschierte die Treppen hinauf und fand sich nach ein paar Minuten im siebten Stock wieder. Erneut drehte die Gryffindor ihre Runde, bis sie auf einmal von einem Geräusch aus den Gedanken gerissen wurde. Kurz blieb sie stehen und wandte sich nach links und nach rechts, doch nichts war zu sehen. Nach ein paar Sekunden, in denen das Mädchen reglos auf der gleichen Stelle stand, wurde sie zum zweiten Mal von diesem Geräusch gestört. Zielstrebig lief Hermine auf den Ort zu, aus dem der Klang kam.Sie stand vor dem Raum der Wünsche. Die Brünette spazierte drei Mal vor dem Raum auf und ab. Kurz darauf wurde die Tür sichtbar und man konnte langsam sehen, was sich hinter dem Tor befand. Mit einem leisen Quietschen öffnete es sich und Hermine trat in den nur mit wenigen Lichtern beleuchtenden Raum ein.
Ein gemütliches Sofa konnte man in der Mitte des Zimmers erkennen. Davor stand ein flauschiger Teppich, auf dem sich ein Couchtisch befand. In der Ecke war ein eleganter Holztisch platziert, der von dunklen Stühlen umgeben war. In der anderen Ecke sah man ein Fenster vor dem eine blonde Person stand und gedankenverloren nach draußen in die Dunkelheit starrte. Leise ging Hermine auf den Slytherin zu und blieb kurz vor dem Jungen stehen. Langsam streckte die Gryffindor ihre Hand aus und legte sie auf seine Schulter. Direkt zuckte er zusammen und drehte sich schlagartig um.
Hermine schaute in seine grauen Augen, die aber rot angeschwollen waren. Fragend blickte sie ihn an und zum ersten Mal in ihrem Leben bemerkte sie, dass diese Augen wunderschön waren. Er wirkte wie ein zerbrechlicher Junge, der trotzdem diesen gewissen Hauch von Arroganz und Eleganz ausstrahlte. Hermine nahm ihre Hand von seiner Schulter und musterte den Slytherin.
Er war blasser als sonst und dunkle Augenringe zierten seinen Augen.,,Granger?", flüsterte er.
,,Ja?", fragte das Mädchen vorsichtig.
,,Was machst du hier?"
,,Ich habe dich gehört und wollte gucke, was los ist."
Er stöhnte genervt auf und vergrub seinen Kopf in den Händen.
,,Was ist passiert?", hauchte Hermine.
,,Was sollte dich das interessieren?", fauchte er und hob seine Kopf wieder an.
Erneut verlor sie sich in seinen Augen, bis er sich räusperte und somit symbolisierte, dass er auf eine Antwort wartete.
,,Ich weiß es nicht."
,,Dann kannst du ja gehen", knurrte Draco.
,,Ich wollte doch nur helfen, aber wie's aussieht, braucht der Herr keine Hilfe", zischte Hermine und stand auf.
Doch bevor sie weiter kommen konnte, spürte sie eine eiskalte Hand, die sich um ihr Handgelenk schloss und Hermine herumwirbelte. Draco stand vor ihr und kam auf sie zu, sodass die Brünette immer einen Schritt nach hinten gehen musste, bis sie etwas hartes spürte und merkte, dass es nicht mehr weiterging. Der Blonde drückte die Gryffindor an die Wand, weswegen sich sein Körper an ihren rieb und ein gewisses Gefühl in ihm auslöste. Ebenso erging es Hermine, die sich nicht eingestehen wollte, dass ihr diese Körpernähe zu Draco Malfoy gefiel. Eine Weile standen sie so dort - Hermine, die an die Wand gedrückt wurde und Draco, der sich mit aller Kraft an ihren Körper presste.
,,Es tut mir Leid. Du hast Recht; mich gehen deine Angelegenheiten nichts an", flüsterte Hermine und schaute ihn erwartungsvoll an.
,,Ist schon oke... Eigentlich muss ich mich bei dir entschuldigen. Ich bin etwas überfordert mit der Situation.", sagte er mit einer Wärme in der Stimme, die Hermines Herz fast zum Schmelzen brachte.
So kannte sie ihn nicht. Ihr war gar nicht bewusst, dass er überhaupt in den Lage war, seine Worte anders als sonst zu artikulieren.
'Ist dieses Ereignis hier überhaupt real?', dachte sie.
Draco entfernte sich von der Brünette und ging auf die Couch zu. Er setzte sich hin und klopfte neben sich auf das Polster. Sie ging ihm nach und ließ sich neben ihm nieder.
,,Was ist passiert?", fragte Hermine.
,,Du würdest das niemals verstehen-."
,,Niemals...", flüsterte der Blonde.
,,Dann klär mich auf."
,,Grang-Hermine... Du kennst mich nicht. Ich bin anders, als ich scheine. Ich erlebe Sache, die du dir in deinen schrecklichsten Träumen nicht vorstellen könntest."
,,Welche Sachen?"
,,Ich dachte du bist die klügste Hexe auf ganz Hogwarts. Bitte! Überleg!"
,,Sag mir doch einfach worum es geht", flehte sie.
,,Ich kann und darf nicht."
,,Dann gibt mir einen Tipp. Irgendwas!"
,,Ist dir nicht aufgefallen, was hier los ist", rief er und raufte sich das Haar.
,,Natürlich...", flüsterte die Gryffindor und zog ihren Zauberstab aus der Umhangstasche.
Draco betrachtete Hermine unsicher und ging ein Stück zurück. Sie sprang auf und hielt ihm den Zauberstab an die Brust, während der Blonde ängstlich ein paar Schritte nach hinten lief.
,,Was soll das hier werden?", fragte er mit einer hochgezogenen Augenbraue.
,,Du mieser Verräter! Du Arschloch! Zeig mir deinen Unterarm, du TODESSER!", kreischte sie.
,,Bitte Hermine... Bevor du was anderes machst, lass es mich bitte erklären", bittete Draco.
Sie nickte nur und schaute weg um ihre Tränen vor dem Blonden zu verbergen. Er merkte es jedoch und drehte ihren Kopf in seine Richtung, damit er mit seiner linken Hand Hermines Tränen wegwischen konnte. Draco Gesicht befand sich nun unmittelbar vor ihrem und sie konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren. Der Slytherin ließ seine Hand etwas runtergleiten... über ihre Wange zu Hermines Lippen, dessen Umrandung er mit einem Finger nachstrich. Gänsehaut zog sich durch ihre Glieder.
,,Es fing alles in den Sommerferien vor dem sechsten Schuljahr an. Voldemort machte mich zum Todesser und gab mir eine Aufgabe. Doch es war nicht irgendeine Aufgabe, sondern eine Sache die unmöglich ist", sagte er.
,,Dumbledore zu töten", hauchte die Brünette.
,,Ja."
,,Ich habe keine Wahl. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Er weiß, dass ich das nicht hinkriegen werde. Deshalb hat er meinem Vater schon die Konsequenzen für das Versagen meines Auftrages verraten."
,,Was ist die Konsequenz?", fragte sie zitternd.
,,Mein Tod."
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Dreamingwithbooks27
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Dramione~ Oneshot
Short StoryHier werde ich ein paar Oneshots oder Kurzgeschichten posten. Es wird hauptsächlich um Draco und Hermine gehen. Ich hoffe es gefällt euch und natürlich würde ich mich wie immer über ein Vote freuen.