Sweetpea stürzte nach vorne und warf Victor zu Boden. Immer wieder schlug er kräftig auf dessen Gesicht ein. Cheryl lief währenddessen zu Toni und befreite sie endgültig von ihren Fesseln.
„Alles ok? Lass mal sehen", sagte sie schnell, legte ihre Hände an Tonis Gesicht und hob es leicht an, um ihren Hals nach Wunden abzusuchen. Dann legte sie sich einen von Tonis Armen um den Nacken und ihren eigenen um ihre Hüfte, um ihr beim Aufstehen zu helfen.
„Sweets! Hör auf, du bringst ihn noch um!", schrie FP.
„Das hoffe ich!"
„Sweetpea", sagte Toni sanft und trat mit Cheryl neben sich vorsichtig von hinten an ihn heran. Er hielt mitten in der Bewegung inne - die Faust noch erhoben - und sah sie über seine Schulter hinweg an.
„Lass es gut sein. Bitte. Ich möchte hier weg", sagte sie und sah ihrem besten Freund flehend in die Augen. Sie wusste, dass sie die Einzige war, die ihn in dieser Situation beruhigen konnte. Schon als Kind war er aufbrausend und jähzornig gewesen, doch Toni hatte einen guten Einfluss auf ihn und er vertraute darauf, dass sie immer wusste, was das Richtige war.
Noch ein mal ließ er die Faust nach unten schnellen, ohne den Blickkontakt zu ihr zu unterbrechen.
„Du hast recht", sagte er dann. „Wir haben noch eine Sache zu tun, dann können wir verschwinden. FP, her mit den Kanistern."
Der Anführer der Serpents drehte sich zu seinen Schützlingen und nickte ihnen leicht zu.
Aus den Satteltaschen ihrer Motorräder zogen die Mitglieder orangefarbene Kanister heraus.
‚Schnell entzündlich' war in dicken schwarzen Buchstaben darauf geschrieben.
Victor hustete, drehte sich auf die Seite und spuckte eine Ladung Blut auf den Boden.
„Wenn J hiervon erfährt, wird er euch alle Schlachten", sagte er.
„Joe Jankins? Euer sogenannter Anführer?", fragte FP amüsiert.
„Bring ihn rein, Fangs!", rief Jughead.
Fangs betrat die große Lagerhalle. Vor sich her schob er einen großen, schlanken Mann Mitte 30. Er war geknebelt und hatte beide Hände vor dem Bauch zusammen gebunden.
„Joe und ein paar weitere Phoenixes hatten genug Mut um im Whyte Wyrm aufzukreuzen. Sie hatten nur nicht damit gerechnet, das zu diesem Zeitpunkt alle Southside Serpents dort versammelt waren", erklärte Jughead mit verschränkten Armen.
Während des Gespräches liefen einige Serpents in der Lagerhalle umher und schütteten Benzin aus.
„Bringt sie hier raus", sagte FP an Sweetpea und seinen Sohn gewandt.
Die beiden griffen sich jeweils einen der Phoenixes und brachten sie zusammen mit Fangs nach draußen. Auch die Serpents, Toni und Cheryl verließen langsam das Gebäude.
Die drei Männer lagen gefesselt auf dem Boden.
„Ihr werdet unser Revier nie wieder betreten. Ihr werdet uns nie wieder drohen. Und wenn wir je wieder auch nur einen Mucks von euch hören, werden wir euch beenden", sagte FP, drehte sich zu seinem Sohn und nickte ihm leicht zu. Dieser zog eine Packung Streichhölzer aus seiner Hosentasche und hielt sie Cheryl hin, die ein wenig abseits stand und beschützend einen Arm um Toni gelegt hatte.
„Blossom. Du bist die Expertin", grinste Jug.
Zufrieden lächelnd löste sich Cheryl vorsichtig von Toni, nahm die Streichhölzer entgegen und zog eines heraus.
Sie warf Toni einen letzten fragenden Blick zu, welche ihr entschlossen zulächelte, zündete das Streichholz an und schnipste es lässig zum Tor der Lagerhalle.
Auf dem Boden fing zunächst lediglich eine dünne Benzinspur Feuer, doch je weiter sich die Flamme in das Gebäude schlängelte, desto mehr Benzin geriet in Brand und nach wenigen Sekunden stand die Halle komplett in Flammen.
Stolz sah Cheryl auf ihr Werk und fühlte sich in die Nacht zurück versetzt, in der sie ihr Elternhaus niedergebrannt hatte. Sie hatte damals genau die gleiche Genugtuung und Gerechtigkeit gespürt wie heute.
„Und Joe, denkst du ihr könnt aus dieser Asche wieder emporsteigen?", fragte FP den Anführer der Pinestone Phoenixes.
„Fangs und Sweetpea, fahrt zur Southside und bringt die anderen Phoenixes zu Polizeistation.
Jug und ich werden uns um die hier kümmern.
Cheryl, ich kann dir Toni anvertrauen nehme ich an?"
„Ich glaube sie ist in den besten Händen, FP", antwortete Sweetpea und legte der Rothaarigen anerkennend eine Hand auf die Schulter.
„Danke, Cheryl. Dafür, dass du sie gerettet hast. Ohne dich hätten wir es nicht geschafft. Du magst zwar aussehen wie eine verzogene Northsiderin, aber dein Herz ist das eines Serpents. Furchtlos, loyal und stolz."
Gerührt sah Cheryl zu Sweetpea auf und legte eine Hand an seine Wange.
„Danke, das bedeutet mir viel", flüsterte sie und lächelte ihn an. Er nickte ihr zu, gab Toni einen leichten Kuss auf die Stirn und ging anschließend mit Fangs zu seinem Motorrad, um sich auf den Weg zur Southside zu machen.
Auch die anderen Serpents machten sich auf den Weg.
„Passt auf euch auf", sagte FP noch, nachdem er die drei Geiseln hinter ein paar Serpents auf die Motorräder verfrachtet hatte. Dann fuhr auch er davon.Toni und Cheryl standen nun allein vor der noch immer brennenden Lagerhalle.
Cheryl konnte sich nicht länger zusammen reißen, zog Toni in eine feste Umarmung und spürte, wie ihr Tränen die Wange herunter liefen.
„Ich bin vor lauter Sorge um dich fast gestorben, TT. Ich kann dir gar nicht sagen wie froh ich bin, dass es dir gut geht", flüsterte sie mit erstickter Stimme an Tonis Hals.
„Das hab ich dir zu verdanken, Prinzessin", flüsterte Toni zurück.
„Aber du musst mir versprechen, dass du dich nie wieder so in Gefahr bringst!"
Cheryl löste sich aus der Umarmung und schüttelte leicht den Kopf.
„Das kann ich nicht. Wie du vielleicht gemerkt hast, ziehe ich Ärger magisch an."
Toni lachte leise und strich ihrer Freundin eine Haarsträhne aus der Stirn.
„Lass uns aufbrechen. Ich muss dich in ein Krankenhaus bringen."
„Sagt die mit dem halb ausgeblutetem Bein?", fragte Toni skeptisch und deutete auf Cheryls in Blut getränkte Hose.
„Ach verdammt. Das war eine meiner liebsten Jeans", jammerte sie. „Aber die Wunde ist halb so schlimm, es tut fast nicht mehr weh. Also los. Mein Auto steht ein paar Meter entfernt, meinst du du kannst so weit laufen?"
„Klar. Meine Beine sind im Gegensatz zu deinen nicht ramponiert", antwortete Toni frech, nahm Cherlys Hand in ihre und folgte ihr zum Wagen.Im Krankenhaus wurden die Wunden der Mädchen schnell versorgt. Einer der vielen Vorteile am Reich sein war die Privatversicherung, die Cheryls Vater für sie abgeschlossen hatte.
Toni wurde auf den Wunsch des Blossom Mädchens hin ein mal gründlich durchgecheckt, um sicherzugehen, dass sie keine inneren Verletzungen hatte.
Zum Glück war dies nicht der Fall und die beiden Mädchen wurden mit der Anweisung zur strengen Bettruhe entlassen.
Am Thistlehouse angekommen stiegen die beiden aus und Cheryl zog Tonis Handy aus ihrer Hosentasche.
„Hier, das hat Sweetpea mit vorhin noch zugesteckt. Es war wohl in Victors Brusttasche."
Toni nahm ihr Smartphone entgegen und sah auf den Bildschirm.
„Woah, du hast mich 23 mal angerufen und 73 Nachrichten geschrieben?", fragte sie geschockt.
„Na ich hatte fast einen ganzen Tag lang keine Ahnung, wo du bist! Ich hatte Angst, dass dir etwas zugestoßen sein könnte. Zurecht, wie sich herausgestellt hat. Bist du wirklich okay?"
„Es geht mir gut, Prinzessin. Die Schmerztabletten helfen und ich bin einfach froh bei dir zu sein."
Cheryl lächelte Toni sanft an, legte beide Hände an ihre Hüften und küsste sie zärtlich.
„Ich werde nicht zulassen, dass dir jemals wieder jemand so wehtut", flüsterte sie an den Lippen des Serpents Mädchens.
„Und ich werde niemals vergessen, auf deine Nachrichten zu antworten", grinste diese zurück.
„Gute Entscheidung."———
Teil 9 ist da!
Ich hoffe er gefällt euch und würde mich über eure Meinung in den Kommentaren und Votes freuen!
Gute Nacht, ihr Lieben!Stay tuned for Part 10🐍
Shannon.

DU LIEST GERADE
Choni ~ You Bring Out The Best In Me 🐍🍒
FanfictionHallo ihr Lieben! Dies ist meine Choni Fanfiction und gleichzeitig auch meine erste Fanfiction überhaupt! Ich hoffe sie gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :) 23.Mai 2018 : #1 in ‚Choni' (Angesagt)♥️ 02. Juni 2018: #17 in ‚lovestory...