Kurzes Vorwort:
Dieses Kapitel trägt nicht bedeutend zum weiteren Verlauf der Geschichte bei. Cheryl und Toni kommen sich hier nur wieder etwas näher und wir erfahren auch wieder etwas mehr über Cheryls Gefühlsleben. Wer also überwiegend wegen einer spannenden Geschichte da ist, muss diesen Teil nicht unbedingt lesen. Wer aber - so wie ich - von Choni Momenten besessen ist, wird sich über dieses Kapitel hoffentlich freuen!
Also dann - viel Spaß beim Lesen!———
„Antoinette?"
„Ja."
„Dein richtiger Name ist Antoinette Topaz?"
„Ja."
„Antoinette."
„Ja, Cheryl! Das ist mein Name. Er wird sich nicht ändern, egal wie oft du ihn wiederholst, okay?"
„Das hoffe ich! Ich finde ihn wirklich süß."
Toni verdrehte genervt die Augen und betete innerlich dafür, dass Cheryl sie von jetzt an nicht immer Antoinette nennen würde.
Wie so oft in den letzten Tagen lagen die beiden nebeneinander im Bett und unterhielten sich. Es war zwei Uhr nachts, das Zimmer lang komplett im Dunkeln und eigentlich wollten die Mädchen schon vor drei Stunden schlafen, doch ihr Gespräch fand einfach kein Ende. Cheryl hatte sich nämlich dazu entschieden, in dieser Nacht so viel wie möglich über Toni zu erfahren.
„Ohje, sind wir aber zickig heute", grinste Cheryl und zog eine Grimasse.
„Das könnte daran liegen, dass ich aus unerfindlichen Gründen komplett übermüdet bin", antwortete Toni schnippisch, beugte sich leicht über ihre Freundin und zog an einer ihrer Haarsträhnen.
„Autsch. Gut gekontert, Topaz! Aber wie auch immer, nächste Frage. Deine Lieblingsfarbe?"
„Hellblau."
„Okay. Dein erster richtiger Kuss?"
„Oh Gott, schlechte Erinnerungen. Marcus Miller, wir waren beide 14 und es war grauenhaft. Und bei dir? Heather?"
Cheryl nickte nur und lächelte gequält.
„Ist schon gut, du musst nicht darüber reden. Ich kann mir vorstellen, dass es dir weh tut, daran zu denken", sagte Toni verständnisvoll und hauchte ihrer Freundin einen Kuss auf die Wange.
Es tat tatsächlich weh. Cheryl und Heather waren jahrelang die besten Freunde. In der Junior High waren sie unzertrennlich gewesen und hatten jede freie Minute miteinander verbracht. Heather war zu diesem Zeitpunkt neben Jason die einzige Person, die Cheryl wirklich viel bedeutete und der sie vertraute. Als ihre Mutter das alles ruinierte, und Heathers Eltern sogar aus der Stadt vertrieb, war Cheryl am Boden zerstört. Die ständigen Angriffe und Beleidigungen ihrer Mutter brachten sie dazu, sich selbst und ihre Gefühle zu hassen und alle Menschen um sie herum aus ihrem Leben so gut es ging heraus zu halten. Sie hatte ihre Emotionen tief in sich vergraben und hatte eine schützende Mauer aus Arroganz um sich herum aufgebaut. Nach außen hin war sie also eine kalte, gefühllose Zicke geworden, während in ihrem Inneren alles nach Hilfe schrie.
Doch als sie jetzt in Tonis Augen sah, spürte sie bis in die Knochen, dass sie zum ersten Mal seit langem unglaublich glücklich war. Sie war zufrieden mit der Welt, so wie sie im Moment war. Und vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben, war sie zufrieden mit sich selbst und hatte nicht das Gefühl, sich verstellen oder distanzieren zu müssen.
Noch immer sah sie stumm in das Gesicht ihrer Freundin. Dann fuhr sie mit ihrem Zeige- und Mittelfinger der linken Hand vorsichtig über Tonis Stirn, über ihre Schläfe bis herab zu ihrem Kinn, ihre Augen folgten der Bewegung.
Schließlich blieben sowohl ihre Finger, als auch ihre Augen auf den Lippen des Serpent Mädchens liegen und verweilten dort kurz, bis Cheryl ihre Hand in Tonis Nacken legte und vielsagend zu ihr aufblickte.
„Küss mich", flüsterte sie kaum hörbar.
Toni antwortete nicht. Langsam beugte sie sich zu Cheryl herunter, ohne den Blickkontakt zu ihr zu unterbrechen. Ihre Nerven waren zum Zerreißen angespannt und sie hätte schwören können, dass sie ihren eigenen Herzschlag hören konnte, so heftig konnte sie ihn in ihrer Brust spüren. Als sie nur noch wenige Millimeter von Cheryl entfernt war, schloss sie schließlich die Augen und legte ihre Lippen kurz aber gefühlvoll auf die der Rothaarigen.
Dann entfernte sie sich wieder ein paar Zentimeter von ihr und schluckte hart.
„Noch mal", hauchte Cheryl mit geschlossenen Augen, ganz nah an Tonis Lippen.
Diese kam ihrer Aufforderung nach und küsste ihre Freundin erneut.
Plötzlich richtete Cheryl sich auf und drückte das Serpent Mädchen mit sich nach oben.
Toni saß nun, mit den Schienbeinen links und rechts neben Cheryls Oberschenkeln abgestützt, auf dem Schoß der Rothaarigen.
Und Cheryl war wie in Trance. Sie sah an Tonis Körper herab, der lediglich in ein übergroßes weißes Hemd gekleidet war, zugeknöpft von der Taille bis zum Dekolleté. Gleichzeitig legte sie beide Hände an Tonis' Knie, und fuhr langsam ihre Oberschenkel entlang, über ihren Hintern und unter den Stoff des Hemdes, wo sie sanft über die Haut an ihren Hüften kratzte. Zufrieden stellte sie fest, dass sich eine Gänsehaut an den Stellen bildete, an denen sie ihre Freundin berührte.
Toni hatte währenddessen die Augen geschlossen und genoss die Berührungen voll und ganz.
Doch Cheryl holte sie aus ihrer Entspannung, als sie einen Arm um ihre Taille legte und sie schwungvoll näher an sich zog. Ohne zu zögern schob sie den Stoff von Tonis Hemd ein wenig zur Seite, küsste sich über ihre Halsbeuge bis hin zu ihrer Schulter und fuhr vorsichtig mit der Zunge an ihrem Schlüsselbein entlang.
Cheryl war berauscht von Tonis Nähe. Nie hatte sich etwas so gut angefühlt wie Tonis Haut unter ihren Fingerspitzen, an ihren Lippen, an ihrer eigenen Haut. Sie hatte das Gefühl, innerlich zu zittern und fand es aufregend, zum ersten Mal den ersten Schritt zu einem Annäherungsversuch gemacht zu haben.
„Okay.. Babe?", flüsterte Toni angestrengt und versuchte sich zu konzentrieren. Cheryl reagierte nicht.
„Babe. Warte", sagte sie erneut, diesmal fester, und lehnte sich ein wenig von Cheryl weg, die noch immer leichte Küsse auf ihren Hals gehaucht hatte.
Cheryl schluckte und versuchte ihren Atem zu beruhigen, während sie Toni verwirrt ansah.
„Hab ich was falsch gemacht?", fragte sie vorsichtig.
„Nein, nein! Gott, ganz im Gegenteil. Du treibst mich in den Wahnsinn", lachte Toni leise und legte ihre Stirn an Cheryls.
„Was ist es dann?", lächelte diese und kraulte sanft Tonis Nacken.
„Schau mal, wenn ich dich nicht gestoppt hätte, weiß ich nicht, ob ich mich irgendwann selbst hätte stoppen können. Und mir ist es einfach wichtig, nichts zu überstürzen und vor allem mit dir zuerst darüber zu sprechen, bevor wir noch weiter gehen. Verstehst du das?"
„Ich denke schon", antwortete Cheryl und atmete dann frustriert aus.
„Und ich dachte immer mit jemandem zu schlafen sei unkompliziert."
Toni kicherte und gab ihrer Freundin einen sanften Kuss.
„Unkompliziert ist es nur, wenn es einem nichts bedeutet. Und das hier" - sagte sie und machte mit dem Finger eine zusammenfassende Bewegung zwischen den beiden - „bedeutet mir sehr viel."
„Mir auch", lächelte Cheryl.
„Das freut mich."
„Aber, nur fürs Protokoll: wenn ich wieder mal zu weit gehe und du versuchst mich zu stoppen, ist es äußerst kontraproduktiv wenn du mich dabei Babe nennst", sagte Cheryl frech und legte ihre Hände erneut an Tonis Hintern.
„Ist notiert. Also wenn du wütend bist, hilft es deinen Hals zu küssen um dich abzulenken. Und wenn ich dich verführen will, muss ich dich einfach Babe nennen. Du hast recht - es macht wirklich Spaß mitten in der Nacht so viel übereinander heraus zu finden!"
Cheryl verdrehte die Augen und ließ sich genervt zurück in die Kissen fallen.
„Halt die Klappe, Topaz."———
Teil 12 kommt mit viel Choni-Action daher!
Ich hoffe er gefällt euch und würde mich wie immer über eure Meinungen in den Kommentaren und über eure Votes freuen!
Und wenn euch irgendwas an der Story nicht gefällt oder ihr zB Schreibfehler oder ähnliches entdeckt, wäre es lieb von euch mir das einfach zu sagen, damit ich mich verbessern kann! :)
Gute Nacht ihr Lieben!Stay tuned for Part 13 🐍
Shannon.
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Choni ~ You Bring Out The Best In Me 🐍🍒
FanfictionHallo ihr Lieben! Dies ist meine Choni Fanfiction und gleichzeitig auch meine erste Fanfiction überhaupt! Ich hoffe sie gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :) 23.Mai 2018 : #1 in ‚Choni' (Angesagt)♥️ 02. Juni 2018: #17 in ‚lovestory...