Mittwoch Abend
Aufgewühlt lief Toni im Thistlehouse umher. Seit Stunden bereitete sie mit Veronica Cheryls Party vor, hatte sie deswegen nicht besuchen können und würde sie auch nicht aus dem Krankenhaus abholen. Die Rothaarige war nicht sonderlich begeistert gewesen als sie davon erfuhr und hatte sich seit dem nicht mehr bei ihr gemeldet. Betty würde in einer Stunde mit ihr ankommen und langsam überkam Toni die Panik.
„Bist du sicher, dass wir an alles gedacht haben?", fragt sie Veronica im Vorbeigehen, während sie zwei Stapel Plastikbecher in den Armen balancierte.
„Beruhig dich, Topaz. Wir haben Musik, genug Bier und Schnaps für alle, ein paar Snacks und coole Dekoration. Die Gäste werden in einer halben Stunde eintreffen. Die, die mit dem Auto kommen, werden ein paar Meter die Straße runter parken, damit Cheryl keinen Verdacht schöpft. Es ist alles perfekt geplant", erwiderte die Schwarzhaarige gelassen und sah sich zufrieden um. Die beiden hatten die Sofas in dem großen Wohnzimmer an die Wand geschoben und einige Stühle aus dem Wintergarten dazu gestellt, um genügen Sitzmöglichkeiten, aber auch Platz zum tanzen zu schaffen. Außerdem hatten sie einen langen Holztisch neben der Tür aufgestellt, auf dem sich Snacks und alkoholische Getränke häuften.
Toni atmete tief durch und fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
„Cheryl ist bestimmt sauer. Ich war den ganzen Tag nicht bei ihr und hole sie nicht mal ab. Wenn ihr die Überraschung nicht gefällt, bin ich am Arsch."
Veronica lachte und legte dem Serpent Mädchen beruhigend eine Hand auf die Schulter.
„Toni, du hast Cheryl gebändigt als sie sich selbst und alle Menschen um sich herum gehasst hat. Mit einer kleinen Zickerei wirst du ja wohl klar kommen. Sie wird dich schon nicht umbringen."„Ich werde Toni umbringen."
„Cheryl, ich hab dir doch gesagt, es war ein Notfall", seufzte Betty frustriert und hielt an einer roten Ampel an.
Cheryl schnaubte nur genervt. Mit dem gesunden Bein an die Brust gezogen saß sie in Bettys Wagen und sah aus dem Fenster. Seit sie nach dem großen Check am Dienstag die Gewissheit hatte, dass sie endlich aus dem Krankenhaus entlassen werden würde, hatte sie sich darauf gefreut, einen schönen Abend mit Toni verbringen zu können. Doch diese hatte überraschend eine Schicht im Whyte Wyrm angenommen, da ihre Kollegin ausgefallen war.
„Es hätte auch jemand anders einspringen können", meckerte Cheryl, als Betty auf den Hof vom Thistlehouse fuhr.
„Hör mal. Ich bin mir sicher, dass sie alles versucht hat, um heute bei dir zu sein. Aber manchmal geht es eben nicht anders. Wahrscheinlich hat sie ein unheimlich schlechtes Gewissen. Und dass du den ganzen Tag nicht auf ihre Nachrichten reagiert hast, macht es ihr bestimmt nicht leichter", sagte das Cooper Mädchen in der Hoffnung, das Gemüt ihrer Cousine ein wenig besänftigen zu können.
Cheryl seufzte und öffnete die Autotür.
„Vielleicht war ich wirklich ein wenig hart zu ihr."
„Ein wenig? Als sie dir geschrieben hat, dass sie es heute nicht schafft, war deine einzige Antwort ‚Beziehung beendet'. Das war mehr als nur ein wenig hart. Aber so wie ich Toni kenne, fand sie das vermutlich noch süß."
„Vermutlich", grinste Cheryl und zuckte mit den Schultern.
Betty stieg aus ihrem Wagen, um die Achselstützen und die Tasche für Cheryl aus dem Kofferraum zu holen und der Rothaarigen anschließend beim aussteigen zu helfen. Wie versprochen war der Gips um ihren Arm durch einen leichteren und weniger sperrigen ersetzt worden, womit ihre Hand frei lag und sie auf den hohen Krücken gehen konnte, um ihr Bein nicht zu belasten.
„Okay, dann mal los", sagte das Cooper Mädchen und griff nach Cheryls Beinen, zog sie vorsichtig aus dem Fußraum des Autos und legte sich einen Arm der Rothaarigen um die Schulter, bevor sie sie langsam auf die Beine zog.
Cheryl verlagerte ihr komplettes Gewicht auf ihren rechten Fuß und klemmte sich die Krücken unter die Arme, bevor sie auf den Eingang des Thistlehouses zuging.
Betty schloss die Tür auf und hielt sie für ihre Cousine auf.
„Sag mal, ist meine Mutter in meiner Abwesenheit wieder eingezogen oder warum ist es hier so düster?", fragte diese bitter und sah sich im dunklen Eingangsbereich um.
„Äh, keine Ahnung. Ich werd mal nach der Sicherung sehen. Setz dich so lange doch schon mal ins Wohnzimmer, dann musst du nicht so lange stehen", sagte Betty nervös.
„Na gut. Der Sicherungskasten ist im Keller."
Das Cooper Mädchen nickte und ging langsam zur Kellertür, während Cheryl sich auf den Weg ins Wohnzimmer machte. Verwirrt musste sie feststellen, dass die Doppeltür des Raumes geschossen war. Umständlich lehnte sie ihre Krücke gegen die Wand und drückte die Klinke herunter. Als sich die schweren Holztüren öffneten, ging plötzlich das Licht an und Cheryl blickte überrascht auf alle ihre Freunde, Schulkameraden und einige Serpents, die sie jubelnd in ihrem Zuhause willkommen hießen.
Cheryl zuckte erschrocken zusammen, musste dann aber unweigerlich Lächeln. Sie spürte, wie sich zwei Arme sanft um ihre Hüften legten.
„Überraschung", ertönte Tonis leise Stimme an ihrem Ohr.
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Choni ~ You Bring Out The Best In Me 🐍🍒
FanfictionHallo ihr Lieben! Dies ist meine Choni Fanfiction und gleichzeitig auch meine erste Fanfiction überhaupt! Ich hoffe sie gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :) 23.Mai 2018 : #1 in ‚Choni' (Angesagt)♥️ 02. Juni 2018: #17 in ‚lovestory...