Drama and even more
Hand in Hand verließen wir mein Zuhause.
Und vor allem mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Die Nacht war wundervoll, der Morgen mindestens genauso.
Sehr bald darauf saßen wir im Klassenzimmer, hörten den Lehrern zu und trafen uns in der Pause - es war alles anders, mit einem Mal. Wir konnten offen über allesmögliche reden und schenkten uns inniges Vertrauen. Ich hatte keinen Zweifel mehr an seiner Liebe zu mir, und das nur, weil er mir beinahe alles gestanden hätte.
Und teilweise sogar hat.
[❁❁❁]
Der Tag verging viel schneller als mir lieb war, bis ich Zuhause saß und ich dazu kam endlich etwas klarer über das alles nachzudenken.
Und es kribbelte mir in den Fingern, Patrick anzurufen, ihn zu fragen wohin er geht und das ich mit will. Meine Neugierde klebte an mir, schien mich nicht loslassen zu wollen.
Immer wieder die selben Fragen, und immer wieder kam ich zu dem Entschluss das ich keine Antwort bekam. Außer ich frage meinen Freund - doch er hat sich so deutlich ausgedrückt!
"Manchmal ist es besser unwissend zu sein, vertrau mir."
Und was wenn ich ihm helfen kann? Was wenn ich mehr kann als er denkt? Vielleicht habe ich ja die Lösung, für sein Problem?
"Es ist zu gefährlich, ich kann dich dort nicht beschützen!"
Was wäre, wenn ich nicht beschützt werden muss?
Ich kam zu keinem Entschluss, zu keiner Lösung. Es war unmöglich richtig darüber nachzudenken. Ich hatte Angst, einen Fehler zu begehen. Oder Taten zu vollbringen, die mir Patrick nie verzeihen könnte.
Zum ersten Mal in meinem gesamtem Leben hier bei Tante Elli, war ich mir sogar unsicher ob ich ihr davon erzählen könnte. Ist es illegal was er dort tut?
Ich meine, was könnte er großes tun? Ich schluckte. Sogesehen schon ziemlich viel.. Aber ich zweifel daran, das mein Freund irgendetwas falsches, illegales oder gemeines tun würde.
Aber - was ist wenn doch? Wenn er es mir deswegen nicht sagen wollte? Weil ich es nicht gut heißen würde?
Hatte er immernoch gelogen?
War ich jetzt vollkommen durch mit der Welt?
Seufzend rappelte ich mich auf. Ich musste nun etwas tun, irgendwas um nicht noch mehr darüber nachzudenken. Ich sollte diese Geschichte ruhen lassen. Bloß nicht versuchen, die Geheimnisse meines Freundes aufzudecken.
Ich schnappte mir mein Fahrrad aus dem kleinen Gartenschuppen. Ich hatte es lange nicht mehr benutzt. Ich hatte das Gefühl, das ist so lange her, ich solle das Fahrradgestell doch ernsthaft entstauben.
Schmunzelnd, über meinen eigenen, zugegeben ziemlich schlechten Witz, schwung ich mich auf den Sattel. Bald erreichte ich mein Ziel, das kleine Cafe von Elli.
Sie sah mich schon von drinne, als ich gerade mein Rad abschloss. Freudig kam sie zu mir nach draußen. "Was verleiht mir denn die Ehre?", kicherte sie kindisch. Ich verdrehte die Augen, und fiel ihr um den Arm.
Sofort legte sich eine wohlige Stille in mir ein. Die Welt war für wenige Momente ruhig, und in Ordnung.
Ich erklärte ihr, das ich ihr helfen wollte. Ich betrat das kleine Gebäude, welches bald Köstlichkeiten verkaufen wird. Da war ich mir sicher. Soweit stand das wichtigste auch schon: eine gelb - weiße Theke im ländlichen Stil. Darauf die Kasse, daneben eine kleine Toppflanze die gerade von einem Jungen gegossen würde.
Er hatte einen gut gebauten Rücken, und ohne Vorahnung begrüßte ich mich fröhlich.
"Hey! Wer bist du? Ich bin Manuel, wohne bei Elli hier. Was machst du hier?", und ich setzte sogar ein Lachen an den viel zu aufgeregten Satz.
Als er sich umdrehte, blieb die Zeit stehen. Sein blaues Haar wehte quasie in dem nicht vorhanden Wind, seine Augen leuchteten leicht erschrocken und überrascht auf. Er räusperte sich, und dieser Moment der Stille, der Moment der Überraschung war vorbei.
"H-hallo Manu..", stotterte er. Wo war der Taddl hin, den ich kannte? Der überhebliche, glatt abgehobene Taddl.
Gegenüber stand nicht der Taddl wie ich ihn aus der Schule kannte. Nein, er wirkte als könnte er sich an alles erinnern. Als wäre alles geplatzt, und er hat mich nun doch erkannt.
Unsicherheit machte sich in jeder Faser meines Körpers breit. Meine Hände fingen an zu zittern, was ich zu verstecken wusste, und meinen Pulli über meine Handballen zog. Seine Stimme klang mindestens genauso unsicher, wie meine jetzt:" Was tust du hier?"
Am liebsten hätte ich das Elli gefragt. Wie sie auf diese verrückte, unglaublich undurchdachte Idee gekommen ist, ihn hier hereinzulassen - und wieso um Gottes Willen goß er eine Pflanze im Laden meiner Tante?
"Was soll ich hier schon groß tun? Ich bin die Aushilfekraft, die deine Tante gesucht hat. Darf man heutzutage nicht einmal mehr einen kleinen Job besitzen?", blaff er mich an.
Hätte ich nicht aufgepasst, wäre mir jetzt vor Missmut die Kinnlade runtergeklappt. Auf der Stelle drehte ich mich um, und blickte Tante Elli zornig an. Ihr Blick versicherte mir, dass sie einen Plan und einen guten Grund dahinter hatte.
Sie zeigte mir mit nur einem Blick, wie gut sie es gemeint hatte. Aber ich konnte diesen Blick in diesem Moment nicht sehen. Ich konnte ihr in dieser Situation einfach nur böse sein. Und ihr nächster Kommentar brachte das Fass zum Überlaufen.
"Also.. Manu, könntest du mir hintem im Lagerraum helfen? Ich müsste noch ein paar Regale aufhängen - Taddl hier kümmert sich dann um die Sitzbänke dort hinten.", den letzten Satz sagte sie an meinen blauhaarigen Gegenüber, welcher sich sofort um die ihm zugewießene Aufgabe kümmerte.
Ich hingegen schnaufte nur, und schüttelte den Kopf. "Tut mir Leid Elli, ich wollte nur kurz herrein schauen, muss auch sofort wieder los."
Sie schaute mich verunsichert an, und dieses mal war es mir Recht. Es war mir egal. Ich bin hierher gekommen um mich abzulenken, stattdessen bin ich vom einem ins nächste Drama gerutscht.
"Taddl kann dir da bestimmt gleich helfen, meinst du nicht?", hängte ich noch dran.
Ich verließ das kleine Cafe wieder, im klaren Gewissen das ich vollkommen überreagiert hatte. Ich habe ihr ja nicht einmal eine Chance dazu gegeben, alles zu erklären. Wer weiß, vielleicht hatte Taddl auch gelogen und er war nur kurz vorbeigekommen?
Obwohl das auch sehr unrealistisch wäre, warum sollte er dies tun?
Grübelnd und geschafft vom Tag ließ ich mich auf eine Parkbank sinken. Bis ich jemand etwas entfernt von mir auf dem Boden sitzen sah. Sofort war ich wieder auf den Beinen.
In binnensekunden bildete sich ein Lächeln.
I'll be happy about some Feedback! <3
Ich hab jetzt eine To-Do List, mit dem was ich noch lernen muss. Hilft nur teilweise. Ups. ;-;
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Liebe hasst mich » Kürbistumor oder Glpaddl?
FanficWas tun, wenn man erst die Familie verliert und sich dann dein Freund auch noch verhält, wie nie? Was tun, wenn plötzlich neue Menschen in dein Leben treten. Und wie sollst du reagieren wenn diese neuen Menschen doch nicht so neu sind, und alte Ge...