Gedankenverloren ging ich einen Tag später im Schloss umher und betrachtete die Blume in meiner Hand. Leon hatte sie auf mein Zimmer gelegt und ich wollte mich bedanken. Es war meinem Lieblingsblume. Eine rote Rose. Hier nicht so leicht zu bekommen. Ich wollte gar nicht wissen, wie viel er dafür bezahlt hat. Träumerisch ging ich durch die Gänge. Arthur's Verschwinden war bereits 4 Tage her und man merkte wie mit jedem Tag Uther immer verzweifelter wurde. Ausserdem hatten gestern die ersten Hichzeitsvorbereitungen begonnen. Vor allem die Anfertigung meines Kleides hatten begonnen. Ich bestand auf einen Löwen auf der Schleppe. Immerhin heiratete ich einen Ritter Camelots. Rosen sollten es auch Zieren. Aber am Mieder. Ich hörte das Klappern von Kettenhemdten. Eine Gruppe Ritter kam in den Gang eingebogen. Sir Franzis ging an ihrer Spitze und er schien nicht besonders glücklich. Sie kamen direkt auf mich zu. Hier stimmte dich etwas nicht. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Ist etwas mit Leon? Oder ist meinem Bruder etwas zugestossen? Sie blieben vor mir stehen. "Francis. Was ist denn -" "Ergreift Sie und bringt Sie in den Kerker" Ich war verwundert und geschockt, als mich die vier anderen Ritter flankieren und zwei von ihnen mich an meinen Armen packten. "Was?", meinte ich sofort, "Weswegen? Was ist denn los?" "Ihr seid verhaftet aufgrund des Gebrauchs von Zauberei. Der König gestattet es nicht länger, euch in Camelot zu haben. Ihr und eure Mutter steht unter Arrest", meinte Francis. "Ich möchte sofort mit dem König sprechen.", forderte ich. Das konnte doch nicht deren Ernst sein?! Ich war seit Monaten hier und jetzt plötzlich? War Uther verrückt geworden? "Bringt sie in ihre Zelle", erwiedere Francis nur und ich wurde weggezerrt.
Grob schubste man mich zu meiner Mutter in eine Zelle. Sie empfing mich... "Victoria", meinte Sie erleichtert, "Dein Vater und James sprechen bereits mit dem König. Es ist schändlich, dass er uns nun so behandelt. Wir haben nichts mit dieser Morgause zu tun." Ich war noch immer geschockt von der Entwicklung der Ereignisse. "Wissen die nicht, dass es für uns beide ein leichtes wäre hier auszubrechen?", murmelt ich leise für mich. Meine Gedanken gingen zu Leon. Wie würde er reagieren? "Moment warte: Wir sind wegen Morgause hier drin?", fragte ich. "Uther meinte, wir hätten bemerken müssen, was sie vorhatte und gibt uns beiden die Schuld." Ich war fassungslos und fröstelte. Ich hatte ein Sommerkelid an und hier unten war es eiskalt. Wie konnte Uther nur so dumm sein? Ich hörte das Klackern von Stiefeln. Wir blickten auf. "Leon!", erkannte ich ihn. "Victoria", machte er erleichtert. "Schliess bitte auf", forderte Leon die Wache auf und dieser zögerte. "Jetzt!", meinte er mit Nachdruck. "Jaja... Ist ja gut", meinte die Wache ängstlich und zückte den Schlüssel und schloss auf. Leon trat ein. Ich fiel ihm um den Hals und wir küssen uns kurz und innig. "Eure Majestät", nickte er meiner Mutter zu. Diese erhob sich ebenfalls, "Es freut mich sehr, dich zu sehen Leon!" "Ich wünschte die Umstände wären andere", sagte er bedrückt und kam so auch direkt zur Sache. "Arthur kam wie vom Teufel besessen zurück und hätte Uther fast getötet. Diese Morgause hat ihm eine Illusion seiner Mutter gezeigt, die behauptete, Arthur sei nur aufgrund von Magie auf die Welt gekommen." Ich blickte meine Mutter an." Illusionen mit der alten Religion konnten nur mit Tränken und dauerhaften Zaubern, wie einer den Geist befallenen Krankheit hervorgerufen werden. Aber mit einem einfachen Zauber? "Er hätte Uther fast getötet, wäre Merlin nicht dazwischen gegangen und Arthur den Kopf gewaschen.", erzählte er. "Uthers Hass auf die Magie hat das nur nochmal angezettelt." Das tönte nicht gut. Der König von Enniskillen und sein Sohn und auch ich befinden uns mit dem König in Verhandlung." Ich blickte meine Mutter an. "Das bedeutet nichts Gutes", sagte meine Mutter. Ich nam meine Hände von Leon und lief auf und ab. "Wenn sein Hass wirklich so sehr entflammt ist, dann könnte und das das Leben kosten.", murmelte ich. "Das werde ich niemals zulassen", sagte Leon und legte mir seinen Umhang um, als er bemerkte, wie ich fröstelte. Ich blickte zu ihm, "Ich glaube nicht, dass du etwas dagegen unternehmen könntest, wenn der König es befiehlt."
Im Kerker schlief es sich eher Schlecht als Recht. Schritte näherten sich. Es waren ein Paar Ritter. Sie öffneten die Zelle. "Der König möchte euch sprechen" Es war Francis. Wir wurden gepackt und grob gezogen. Wie konnte das nur passieren? Wir wurden in die grosse Halle gebracht. Vater, James und Leon waren bereits hier. Uns wurden die Handfesseln abgenommen. Sofort kam Leon auf mich zu und schloss mich in seine Arme. Arthur war auch hier. "Warum habt ihr uns eingesperrt?" fragte meine Mutter den König von Camelot sauer und wie ich fand zu Recht, "Ihr wustet bereits bevor wir unsere Reise antraten, dass wir Zauberkräfte besassen." "Ihr hättet bemerken müssen, was diese Morgause geplant hatte. Ihr hättet bemerken müssen, wie sie Arthur verhext hatte.", schrie er sogleich meine Mutter an. "Wagt es nicht so mit meiner Frau zu sprechen!", erhob nun Vater seine Stimme. "Magie kann vieles, aber was ihr von ihr für ein Bild habt ist nicht realistisch", sagte meine Mutter nun erneut. "Auf Verrat steht die Todes Strafe!", fauchte Uther. "Und Inwiefern haben wir Verrat begangen?", fragte ich nun, "Wir haben nichts mit dieser Morgause zu tun!" "Ihr bedient euch derselben Zauberei! Nach diesem Vorfall muss ein Exempel statuiert werden!" "Dan. Tut das gegen Morgause aber nicht gegen uns!", sagte nun Mutter, "Nicht gegen die Zauberei" Diese Zurechtweisung mochte Uther überhaupt nicht. "Zauberei ist das Böse! Zauberei hat meinen Sohn dazu gebracht, mich umbringen zu wollen!" "Nein. Der Mensch, der die Zauberei angewendet hat, wollte das provozieren. Die Zauberei ist nur so gut, wie der Mensch, der sie verwendet." "Genug jetzt", schrie Uther, "Die beiden Hexen werden zu Tagesanbruch gehängt." "Was?!", meinte James. Meine Knie wurden weich und Leon stütze mich. Was gut war, da auch er sehr wütend aussah. "Vater, darf ich sprechen", bat Arthur und deutete meinem Vater und Leon zu warten, da dieser seine Stimme erheben wollte. "Ich bitte darum", sagte Uther nun etwas ruhiger. "Du sprichst Recht, dass ein Zeichen gesetzt werden sollte, aber die Königin spricht ebenfalls Recht, wenn sie sagt, dass sie mit Morgause nichts zu tun hatten. Lass sie nicht hinrichten Vater. Gestatte ihnen zu sich nach Hause zu reisen. Du hast ihnen das versprechen gegeben, dass ihnen nichts aufgrund ihrer Kräfte passieren möge. Und der König von Camelot ist ein Mann, der zu seinem Wort steht, oder nicht?" Damit hatte Arthur ihn. Ich bewunderte den blonden Prinzen. "So sei es", sprach Uther, "Noch zu dieser Stunde" Ich blickte zu Leon. Er zu mir. Was hies das für uns?
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Victoria Leinster of Enniskillen
RandomEnniskillen Castle ist mein zu Hause. Das Zu Hause von mir... Prinzessin Victoria Leinster. Zu einem Wettbewerb werden einige unserer Ritter nach Camelot geschickt und einer von ihnen ist mein Bruder der Kronprinz James.