[Meanie] "Entscheidungen Entscheidungen"

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SEVENTEEN: Mingyu X Wonwoo

Mingyu P.O.V.

"Wag's nicht." Ich sah in seine dunklen Augen. Wenn er lächelte wurden sie umspielt von lauter kleinen Lachfältchen auf die ich eigentlich viel zu selten achtete. Er legte den Kopf leicht schief und sah dabei so unschuldig aus. „Was wenn doch Min, was wenn doch?" fragte er und ließ seine Beine vom Bürotisch baumeln. „Hör auf so informell mit mir zu reden, ich bin immer noch dein Vorgesetzter." erwiderte ich. Ein Seufzen. „Ich dachte das hätten wir hinter uns gelassen. Ich bin sowieso älter als du." Ich schüttelte den Kopf und zog ihn vom Tisch. Wir waren eigentlich nur im Büro seines Vaters, einer von Seouls größten Immobilienhändlern, weil dieser der Meinung war, sein Sohn hätte genug gefaulenzt. Ich sollte ihm die aktuellen Projekte zeigen damit Wonwoo bald anfangen konnte hier zu arbeiten und eines Tages die Firma übernehmen würde. Dieser fegte gerade allerdings einen weiteren Stapel Akten aus dem Regal. Offensichtlich hatte er da nicht so viel Lust drauf. Das Papier flog durch den Raum und wir beobachteten wie es langsam zu Boden sank. Dann sah er zu mir.„Bitte. Du weist dass es richtig ist." Ich sah stumm zurück. Natürlich wusste ich dass es richtig war. Aber wir konnten nicht einfach- er ergriff meinen Anzugkragen. Noch bevor ich mich beschweren konnte begann er wieder auf mich einzureden: „Kim Mingyu. Mr. Kim. Meinetwegen was auch immer. Du weist dass ich Recht habe. Wenn mein Vater dieses Großprojekt umsetzt wird er in Korea die Nummer eins sein. Er hat jetzt schon zu viel Einfluss. Wenn er dieses Projekt umsetzt werden Millionen weiterer Familien ihr Zuhause verlieren, er wird sich einfach weiter durcherpressen und alles bekommen was er will. Er wird weiterhin auf seinem Geld sitzen während sich auf seinen Baustellen die Leute für Hungerlöhne kaputt arbeiten." Was er sagte war wahr. Ich kam aus einer der Familien die aus ihrem Zuhause vertrieben worden war weil sein Vater dort bauen wollte. Ich war auf der Straße groß geworden. Kein seltenes Schicksal. Viele hatten es nie wieder zurück in ein stabiles Leben geschafft. Deshalb war es mir wichtig gewesen mich zum persönlichen Assistent seines Vaters hochzuarbeiten, unwissend dass er es war der mein Leben ruiniert hatte. Wonwoo wusste all das. Er hatte mir erst aufgezeigt weshalb wir damals alle gehen mussten. Er kam näher und sah mir in die Augen. „Nur ein Klick. Dann hat jede Zeitung, jedes Magazin, jede Onlinepublikation und alle anderen Medien von Relevanz eine vollständige Liste der Leute die er erpresst und bestochen hat. Ein Klick. Dann wissen alle Bescheid und er kommt vor Gericht und darf garantiert nicht einmal mehr ein Gartenhaus bauen." Ich atmete tief ein. Wir gingen ein enormes Risiko ein. Nur sein Sohn und ich kannten die genauen Daten. Nur wir hatten Zugriff auf sein Büro. Er würde es wissen. Ich hatte so lange gearbeitet um Fuß zu fassen. Ich würde alles wegwerfen. Ich lies den Kopf sinken. Wonwoo ließ mich langsam los. Eine Weile standen wir so da. Ich in meinem schwarzen Anzug und er in seinen schwarzen skinny ripped Jeans, dem braunen Oversize Strickpulli und den full black Converse. Dann sagte er leise: „Wenn wir jetzt nichts tun unterschreibt er morgen den Vertrag. Mingyu das ist unsere Chance, wegen dem Projekt erwarten alle morgen große Nachrichten. Und die bekommen sie, nur anders als erwartet." Ich atmete erneut tief durch. Langsam ging ich zum Tisch seines Vaters und öffnete seinen Laptop. „Machs." Wonwoos Augen begannen zu leuchten. Er setzte sich wieder auf den Tisch, nahm den Laptop auf den Schoß und machte sich ans Werk. Ich beobachtete ihn mit pochendem Herzen. Konnten wir das hier wirklich tun? Wie hatte er mich nur dazu bringen können? Waren wir komplett wahnsinnig? Ich würde meinen Job verlieren. Andererseits überkam mich ein Gefühl von Stolz. Es war richtig. War ich ihm also eher dankbar? Aufgewühlt beschrieb meinen Zustand wohl am besten. Ich drehte mich für einen Moment um und sah durch die verglaste Wand des Büros im 29. Stock auf das gigantische Seoul hinab. Ich war an der Spitze. Gewesen. Denn jetzt würde sich wieder alles ändern. Doch ich musste auch daran denken weshalb ich hier war. Woher ich kam. Und wer daran Schuld hatte. Als Wonwoo fertig war legte er den Laptop zur Seite und grinste mich an. „Mein Vater ist ruiniert" Ich starrte ihn an.„Ich weis nicht ob ich dich küssen oder aus dem Fenster schubsen soll" Er hob die Augenbrauen. Shit. Hatte ich das gerade laut gesagt? Sein Grinsen wurde zu einem schiefen Lächeln und er zog mich zu sich an den Tisch. „Darf ich's mir aussuchen?" Unsere Flucht aus dem Büro seines Vaters verschob sich letztendlich noch ein wenig.

Hi, tja also ich hab überraschend wieder Vorschläge bekommen und mich so gefreut dass ich mich gleich ans Werk gemacht hab, hier ist Nummer 1. Ein wenig actionreicher als die bisherigen die ja eher melancholisch angehaucht waren aber mir gefällts ganz gut ich hoffe der lieben Person die sich die beiden zusammen gewünscht hat auch c:

Das Bild oben hab ich hinzugefügt weil ich fand dass es gut zu ihren Rollen in der Geschichte passt ~~~

Bin etwas aus der Übung aber voller Ideen, bis bald ^^

Ps: mein wattpad spinnt also wenn was komisch aussieht tut mir leid :c

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