Kapitel 15: Machtlosigkeit

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(Ein halbes Jahr später)

Die Schule war gerade vorbei und ich begann langsam nach Hause zu laufen. Ich bin jetzt schon seit wenigen Wochen in der Schule, konnte mich aber bis jetzt noch nicht richtig mit jemanden anfreunden. Die Bakeneko tauchte auch immer weniger auf, sie redete kaum noch mit mir, wobei ich gerne wüsste, warum? Was wenn sie nicht in dieser Zeit bestehen konnte? Kann sie vielleicht nicht mit mir reden, weil etwas anderes bei ihr ist, was ich nicht sehen kann?  Nach einiger Zeit kam ich auch schon an der Straße an, wo 'es' passierte. Ich mied sie seit jeher, doch erinnerte sie mich immer wieder 'daran'. Ich lief weiter daran vorbei und nahm einen langen Umweg. Die Schüler, die vor mir liefen, waren vielleicht doppelt so schnell wie ich, aber es interessierte mich nicht. "Lass uns heute nach der Schule Fußball spielen!", rief der eine Junge, von den Dreien, die vor mir liefen. Ich belauschte sie, während ich träge hinter ihnen her schlurfte. "Wenn ich zuhause bin, krieg ich bestimmt ärger, weil ich wieder zu spät bin", dachte ich. Am Ende ruhte ich mich auf einen Spielplatz aus, weil der Umweg schon sehr lang war. Ich fing leicht an zu schaukeln. "Und das alles nur, wegen dieser einen Sache..." Ich bekam sie einfach nicht aus dem Kopf.

(Vor 4 Monaten. Bei 'Chikas Grab')

Ich wollte damals, dass auch Chiaki und Chiharu wissen, wo wir dieses 'Gedenke' an Chika aufgebaut hatten. Doch als wir ankamen, war alles verwüstet. "Sag mal Chiaki, spürst du das auch?", fragte Chiharu, woraufhin Chiaki nickte. "Dieser Blutdurst ist enorm. Ich frag mich, von wen er ausgeht." "Man spürt ihn bis hier." Sie blickten in Richtung des Alicein Anwesen und waren eine Zeit lang still. Ich versuchte die Blumen wieder aufzustellen und suchte nach dem Bild. Der Bilderahmen war komplett zerstört, aber ich fasste ihn trotzdem an, was wohl nicht gerade die klügste Idee war, da ich mich an einer spitzen Ecke stach. Ich zuckte kurz zusammen und mir entkam auch ein leises "Autsch."  Chiaki bemerkte es und ging zu mir hin. Auch Chiharu sah zu mir hin. Blut floss aus der Wunde an meinen Finger, woraufhin Chiaki meine Hand nahm und sich den Finger in den Mund steckte. "Was soll..?" Ich wollte gerade was fragen, da wurde ich schon unterbrochen. "Na, was haben wir den da? Zwei Abkömmlinge der Völlerei und ein kleines menschliches Mädchen? Ihr habt doch nicht etwa vor das Mädchen...?Oh, wie schrecklich!", sagte ein fremder Mann. Wir drehten uns zu ihn um. "Wer ist der Psycho!?" "Und woher kennst du uns!?", fragten die Beiden, während sie mich hinter sich versteckten. "Psycho nennt ihr mich? Pfff! Denkt ihr, da beantworte ich eure Fragen? Relevant ist es jetzt eh nicht mehr, es zählen nur noch die Fakten! Und Fakt ist, ihr habt da eine interessante Beute. Also hat der 'Gute' euch damals Teilen beigebracht? Wir sind doch eine große Familie, wir Abkömmlinge..." "Ich kann mich nicht erinnern, so einen Dreckssack, wie dich, als ein Teil meiner Familie zu haben, du Haru?" "Nein, Chiaki" "Siehst du? Wir kennen dich nicht mal! Also nichts mit Teilen!" "Tsss, Völlerei und Habgier sind in diesen Fall eins, weißt du das nicht?", fragte er. "Haru, der ist wohl nicht mehr ganz dicht. Ich lenke ihn ab und du bringst Yuria in Sicherheit!" "Mach ich!" Der Mann fing an zu lachen. "Wie dumm ihr doch seid! Verratet euren Plan, vor euren Gegner!", rief er siegessicher und griff Chiharu an. Diese wich jeden seiner Angriffe aus, bis sie einige Meter weg waren. Chiaki hockte sich neben mich, diejenige, die sich nicht bewegen konnte und einfach nur angst hatte, diejenige, die keine Ahnung hatte und sich einfach beschützen ließ, anstatt mit ihrer Waffe zu kämpfen. Sie sah nochmal zu Chiharu, welche ihr zunickte. Chiaki legte ihre Hände auf den Boden und schrie: "Rabbit Hole!"

Der Boden verschwand unter uns und wir fielen durch ein tiefes, schwarzes Loch. Ich schloss schnell meine Augen und als ich sie wieder öffnete, waren wir in Shiros und meinen Zimmer. Wir schliefen, nachdem wir den Vertrag geschlossen hatten, immer noch im selben Zimmer, da ich seitdem auch irgendwie angst hatte, alleine zu schlafen. Chiaki brach, als wir ankamen, sofort zusammen. "Was ist los?", fragte Shiro, welcher im Zimmer war. Shiro hob Chiaki hoch und legte sie in sein Bett. "Wir wurden...angegriffen", sagte ich leise. Ich saß auf den Boden und konnte mich einfach nicht bewegen. "Chiharu ist noch draußen...Geh bitte zu ihr und rette sie", sagte ich und fing an zu weinen. Ich wollte nicht so gesehen werden und sank meinen Blick, sodass auch meine Haare mein Gesicht verbargen. Auf der einen Seite wollte ich, dass er Chiharu rettet, aber auf der anderen Seite wollte ich nicht, dass er mich in dieser Situation alleine lässt. Doch Shiro legte nur seine Hand auf meinen Kopf, als hätte er gewusst, dass ich nicht wollte, dass er ging oder als hätte er über meinen inneren Konflikt bescheid gewusst. "Keine Sorge. Chiharu ist mein stärkster Abkömmling. Aber dem Angreifer möchte ich schon eine reinhauen!", sagte er. Dazu kam es aber erst gar nicht, weil Chiharu die Zimmertür aufriss und hereinstürmte. "Geht es Chiaki gut?", fragte sie besorgt und außer Atem. Ihre Augen sahen leer aus und es dauerte nicht einmal eine Sekunde, bis sie auch zusammenbrach. Shiro fing sie gekonnt auf und legte sie in mein Bett.

(Rückblende ende)

'Chiaki und Chiharu hatten sich 'überanstrengt' und brauchten Blut, um sich wieder zu erholen. Aber seitdem ich mein Lead bekommen hatte, konnte ich es nicht ein einziges Mal einsetzen, was mich machtlos machte'. Ich stoppte das Schaukeln und bemerkte, dass mittlerweile schon einige Leute auf den Spielplatz gekommen waren und es langsam wirklich spät wurde, also stand ich von der Schaukel auf. Ich wollte nachhause gehen und machte mich deshalb träge auf den Weg. "Vorsicht!", rief jemand hinter mir, aber es war schon zu spät. Ich hatte volle Kanne einen Ball gegen meinen Hinterkopf bekommen und drehte mich in die Richtung, aus der er kam. "Autsch...Schmerz lass nach!", nuschelte ich etwas leiser, während ich mir den Kopf rieb. In diesen Moment fiel mir auf, dass die Bakeneko mich diesmal nicht gewarnt hatte, wie bei den Schneeball damals. "E-Entschuldigung", rief einer der Jungs. "Hey, pass mal den Ball zurück!", rief ein anderer Junge mit blonden Haaren. Ich hob den Ball auf und legte ihn mir zurecht. Ich passte den Ball bedauerlicherweise mit links und er flog auf den Kopf von den Blonden zu. Ich hatte angst, dass er den Ball ins Gesicht bekommt, aber er hat den Ball, mit seinem Kopf,  zu seinem Freund gepasst. "Danke und guter Schuss", riefen sie mir zu, bevor sie wieder weiterspielten. 

Ich kam nach einiger Zeit Zuhause an und bemerkte, dass Mikas Bogen, ihre magische Waffe, nicht am Eingang stand. "Bin wieder da", rief ich und schloss schnell die Tür hinter mir. "Yuria-chan!", rief Chiharu, die sofort angelaufen kam. "Haru, du kannst doch nicht einfach wegrennen, während du kochst!", meckerte Chiaki sie an. Sobald diese Zankereien  begannen, wusste ich, dass ich Zuhause war. "Wo ist Mika? Ist Kiyo auch weg?", fragte ich die Beiden, während ich meine Schuhe auszog, meine Tasche abstellte und wir zur Küche zurück gingen. "Sie sind rausgegangen, wegen einen kleinen Notfalls", sagte Chiaki. "Seitdem wir hier wohnen, schaffen sie es immer weniger, vor C3 die Abkömmlinge ruhig zu stimmen", sagte Chiharu. In der Küche angekommen, setzte ich mich an den Tisch und die Beiden wandten sich dem Kochen zu. -Wenn sich die Abkömmlinge, auch die der anderen Servamps, streiten, dann wird normalerweise C3 informiert. C3 würde die Abkömmlinge aber töten (wahrscheinlich), deshalb wollten Mika und Kiyo immer vor C3 da sein, um die Abkömmlinge ruhig zu stellen. Doch das ganze hat ein Problem, nämlich war Chika damals für die Koordination zuständig und C3 ist hier sowieso besser vorbereitet, weshalb es sich eigentlich nicht lohnt, den ganzen Weg auf sich zu nehmen.- Am Tisch saß schon Shiro, der sehr wahrscheinlich auf das Abendessen wartete, trotzdem sah er mich genervt an. Mit seinen Blick beschwerte er sich wahrscheinlich bei mir, dass ich so spät zurückgekommen war. Wir durften schließlich nur 24 Stunden lang getrennt sein, da ich sonst sterben würde. Ich wandte meinen Blick von ihn ab und sah zu den geschlossenen Fenster. "...Moment mal! Wie können die Abkömmlinge überhaupt draußen sein? Es ist noch hell!", fragte ich verwirrt. "...Gute Frage...", sagte Chiaki.


Cut! Habt ihr eigentlich auch so Freunde, die völlig gegen euren Anime-Crush sind? Das wird langsam echt traurig mit T. Wir sollen in Kunst jetzt Sitzmöglichkeiten designen und T und ich machen es halt in einen Team. Soweit so gut...Irgendwann meinte sie dann: "Ich mache Shiro, wie er zusammengetreten von Mika auf dem Boden liegt" Ich:" Oha!" T:*Lacht* "Moment mal! Wo soll man da sitzen? Hm..."

Erst stiftet sie mich dazu an, dass jemand Misono einen Schneeball in die Fresse wirft, dann soll Mika Shiro zusammentreten und dann will sie sowas in Kunst basteln? Falls du das hier mal liest T...Was hast du gegen Shiro und Misono? Ist es, weil, egal worum es geht, bei mir jeder dritte Satz ein "Ach übrigens, ist dir mal aufgefallen, dass Misono/Shiro..." ist? 

Außerdem ist ihr was trauriges aufgefallen, wenn wir andere Mangas, außer Servamp, lesen und ich ihr dann zeige, welche Männer/Jungs ich schmucke finde, dann findet sie immer eine gewisse Similarität zu Misono oder Shiro. 

(K)eine Servamp FFWo Geschichten leben. Entdecke jetzt