Zuhause angekommen, sah ich meine Mutter im Wohnzimmer. "Mama es tut mi-", fing ich an, doch sie unterbrach mich direkt als sie realisierte, dass ich wieder Zuhause war. "Man Kaya! Ich habe mir solche Sorgen gemacht! Ich habe dich angerufen und du hast nicht zurückgeschrieben!", schrie sie und sah mich wütend an. "Es tut mir leid", flüsterte ich und sah sie entschuldigend an. "Wo warst du jetzt eigentlich die Nacht über?", fragte sie schließlich, um die Stille zu brechen. "Ähm... Bei Chris", stammelte ich und hoffte, sie würde meine kleine Lüge nicht bemerken. "Okay, aber das nächste Mal meldest du dich, hast du das verstanden". Stumm nickte ich und ging nach oben in mein Zimmer. Meine Mutter tat mir schon leid, aber sie konnte mich nicht so sehen. Es wäre mir zu peinlich gewesen. Gerade wollte ich anfangen für die bevorstehenden Prüfungen zu lernen, doch ein Anruf von Chris lenkte mich ab.
"Hey Kaya, gestern ging alles so schnell und auf einmal warst du nicht mehr da. Ich wollte fragen, wo du steckst?", hörte ich seine Stimme und fühlte mich direkt ein bisschen schlecht. "Ich bin Zuhause, wieso?" - "Können wir uns in 30 Minuten treffen?", fragte er und ich willigte ein. Ich machte noch schnell die Aufgabe fertig und ging los. Im Park angekommen sah ich Chris auf der Bank sitzen, auf welche ich langsam zu ging und mich zu ihm setzte.
"Hey Kaya, wie geht's?", fragte Chris und lächelte mich an. "Ganz in Ordnung" - "Ich wollte mit dir über etwas reden." Langsam legte er seine Hand auf meinen Oberschenkel. "Wir kennen uns jetzt schon seit vielen Jahren und sind sehr gute Freunde, aber ich finde, da ist etwas mehr zwischen dir und mir. Wie soll ich das nur sagen? Ich glaub, ich habe mich in dich verliebt". Er schaute mich an und ich konnte in seinen Augen sehen, wieviel ihm dieser Satz bedeutete. Doch ich war verwirrt, eigentlich mochte ich Chris auch. Wir waren auch kurz in der Grundschule zusammen, aber das konnte man nicht zählen. "Chris, ich weiß nicht, was ich sagen soll... Ich bin verwirrt" - "Lass dir ruhig Zeit. Ich wollte es dir nur sagen, weil es mir schon so lange auf dem Herzen lag und ich mich mit diesem Gedanken verrückt gemacht habe. Er umarmte mich, aber es fühlte sich nicht richtig an. Ich stieß ihn weg und ließ Chris allein auf der Bank sitzen. Das war jetzt nicht die beste Entscheidung, doch ich war einfach nur überfordert. Ich dachte nur an Valle und wollte sie nur noch umarmen und ihre Geborgenheit genießen. Zuhause angekommen rief ich sie sofort an und fragte sie, ob ich vorbeikommen dürfte. Zügig machte ich mich auf den weg, doch meine Tränen konnte ich nicht verbergen.
"Kaya, was ist denn los?", fragte sie überrascht, zog mich zu ihr und presste mich so nah an sich, dass ich ihren Herzschlag hören konnte. Ich heulte mich aus und erzählte ihr von allem. Von Chris, den ich seit dem Kindergarten kannte und dass er mir seine Gefühle gestanden hatte. "Ich weiß du bist überfordert, lass dir Zeit und lass dich zu nichts zwingen." Wir schauten uns an und sie strich vorsichtig meine Tränen weg und hielt mich am Kopf fest. Ich zog sie wieder zu mir, während ich in ihr Shirt weinte. Ich hatte wieder dieses kribbeln und fühlte mich sicher. Ich schaute hoch und unsere Gesichter waren so nah an einander, dass sich fast unsere Lippen trafen. Ich wich zurück und sagte: "Ich glaub ich muss gehen... Ich muss noch lernen", stotterte ich und strich mir nervös meine Haare hinters Ohr. "Okay das versteh ich natürlich ich schreib dir dann später" - "Bis dann". Ich ging raus und sah hinauf in den Himmel.
Wir hätten uns fast geküsst. Ich ging nach Hause und war mehr als nur verwirrt. Zur Beruhigung zündete ich mir eine Zigarette an, die ich von meinem Dad gestohlen hatte. Eigentlich rauche ich nicht, aber das brauchte ich jetzt. Zuhause angekommen schmiss ich mir einen Kaugummi in den Mund und legte mich auf mein Bett. 8 Ungelesene Nachrichten von Chris, aber ich wollte sie nicht lesen. Ich versteckte mich unter meiner Decke und hörte Musik. "Kaya, Abendessen!", rief meine Mutter. Ich hatte so die Zeit vergessen, denn es war inzwischen 19:27. Ich ging runter und setzte mich zu meinen Eltern. Mein Dad war wieder da. Ich sehe ihn nicht so oft, da er Tagsüber arbeiten musste. "Wie war die Party eigentlich?", fragte er. "Ja, ganz normal halt" - "Ich habe gehört du hast bei Chris geschlafen. Ist da etwa etwas zwischen euch?" - "Man Papa", kam es schließlich genervt von mir. Ich hasste solche Fragen! Meine Eltern sollten sowieso nichts von mir wissen, weshalb ich ihn ignorierte und er grinsen musste. "Vielleicht bin ich grad an Jungs nicht so interessiert?", platzte es mir raus. "Ach, dass kommt noch..." Ich warf ihnen einen genervten Blick zu und stand auf. Natürlich hatte er es nicht verstanden.
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Can't wait for you|[girlxgirl]
Novela JuvenilIch bin Kaya, 16 und geh zusammen mit meinen Freunden Chris, Anna und Justin zur Schule. Ich lebe bei meinen Eltern Und bin Einzelkind. Durch einen eher unangenehmen Zusammenstoß lerne ich Valentina kennen. Erst ist sie eine gute Freundin, doch bald...