Hiiiiii again!
Ich freue mich, dass es immer noch ein paar Leute gibt, die trotz der langen Wartezeit noch Interesse an meiner Geschichte haben! 🥺♥️
Ich werde versuchen, wieder öfter zu schrieben, versprechen kann ich allerdings nichts. Aber ich verspreche euch, dass die Geschichte nicht offen bleibt und es ein richtiges Ende geben wird, wenn ich merke, dass ich einfach nichts mehr gebacken bekomme.
Also dann. Viel Spaß mit dem ersten Kapitel seit einem Jahr, lasst gerne wieder konstruktive Kritik da! 😊
______________________________Der Geruch des Waldes war ihr schon immer der Liebste gewesen. Frische Luft, der Duft der vom Regen nassen Erde, der sich mit dem der Nadelbäume vermischte. Mit tiefen Atemzügen nahm sie diese wohltuende Mischung in sich auf und genoss die kühle Brise auf ihrem erhitzten Gesicht. Stunden hätten vergehen können, und Toni hätte es nicht gestört, einfach hier zu sitzen und diesen Geruch atmen. Ja, sie hatte die Luft in Riverdale vermisst. Einen ganzen Monat lang war sie fort gewesen, war mal hier und mal da bei Bekannten oder in Motels abgestiegen, und hatte sich mit Minijobs über Wasser gehalten. Es hatte durchaus seine Reize, unabhängig und spontan in den Tag hinein zu leben, die Gegenden zu erkunden und Zeit mit sich selbst zu verbringen. Doch die Einsamkeit meldete sich früher, als Toni gehofft hatte. Keinen ihrer Freunde hatte sie seit ihrer Flucht aus dem Thistlehouse gesehen oder auch nur gesprochen. Lediglich Sweetpea sendete sie alle paar Tage eine kleine Nachricht mit dem Inhalt ‚Es geht mir gut.', nur um auf seine vielen Nachrichten, die darauf folgten, nicht zu antworten.
Cheryls Nummer hatte sie inzwischen vorübergehend blockiert. Viel zu schmerzhaft war es für sie, die etwa 70 Nachrichten pro Tag zu lesen. Toni wusste, dass sie vermutlich überreagierte und dass sie für so einen Streit schon viel zu lange weg war. Doch Cheryls Worte hatten sie tief verletzt. Und was das Serpent Mädchen am meisten daran hasste, war, dass Cheryl dieses Thema ganz bewusst gewählt hatte, um ihr ganz bewusst weh zu tun. In diesem Moment war sie nicht das Mädchen gewesen, in das Toni sich Hals über Kopf verliebt hatte. Und deshalb musste sie gehen. Die Wut und die Enttäuschung trieben sie fort und auch wenn diese Gefühle jeden Tag geringer wurden, wurde ein anderes dafür um so größer: Verunsicherung. Was würde passieren, wenn sie wieder nach Hause zurück kehren würde? Wären all ihre Sachen noch im Thistlehouse? Wie würde Cheryl auf sie reagieren? Und wie würde sie selbst auf Cheryl reagieren?
Die letzten zwei Wochen lang war sie vor all diesen Fragen geflohen, zu feige, um sich der Konfrontation zu stellen. Es war einfach leichter gewesen, umher zu fahren und sich um nichts Gedanken zu machen, außer um den nächsten Schlafplatz.
Nun allerdings, trieb das Heimweh sie zurück in die Wälder Riverdales. Nach vier Wochen der Rastlosigkeit, der Einsamkeit, wollte sie zumindest für ein paar Stunden ein Gefühl von Heimat zurück bekommen.
Die Rückkehr zum Thistlehouse hielt sie dennoch für zu früh. Noch immer wusste sie nicht, wie sie sich in einem Gespräch mit Cheryl verhalten sollte und sie wusste auch nicht, ob sie in Riverdale bleiben würde. Diesen Fragen würde sie noch klären müssen. Doch zunächst einmal hatte sie Hunger.Veronica trat in die Wärme des Pop's ein, das Klingeln der Türglocke verkündete beinahe freudig ihre Anwesenheit. Ein paar Köpfe drehten sich zu ihr herum, Pop begrüßte sie freundlich, als die ihre feuchte Kapuze abnahm und sich im Raum umzusehen begann.
Links von ihr, am letzten Platz des Tresens, entdeckte sie die Person, nach der sie gesucht hatte.
„Toni", sagte Veronica, als sie neben dem Serpent Mädchen angekommen war.
Dieses drehte sich lächelnd zu ihr. „Hey, V. Schön dich zu sehen."
Sie hatte kaum ausgesprochen, da zog Veronica sie schon in eine feste Umarmung. Zum ersten Mal seit vier Wochen spürte Toni wieder Nähe zu einem Menschen, der ihr etwas bedeutete. In diesem Moment war sie froh, dass sie sich dafür entscheiden hatte, Veroncia von ihrer Rückkehr zu erzählen. Erst jetzt spürte sie die kalte Leere in ihrer Brust, die die ganze Zeit über da gewesen war, und erst durch diese Umarmung ein klein wenig zu schrumpfen schien.
Veronica löste sich aus der Umarmung und schlug Toni im nächsten Moment fest gegen die Schulter.
„Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Du haust einfach ab, meldest dich bei niemandem! Kannst du dir überhaupt vorstellen, was wir uns für Sorgen gemacht haben?"
„Es tut mir leid!", erwiderte Toni kleinlaut. „Ich habe Sweets doch geschrieben, dass es mir gut geht."
„Wo zum Teufel bist du gewesen?"
„Hier und dort. Ich könnte dir keinen bestimmten Ort nennen."
„Hier und dort?", schnaubte Veronica. „Pass auf, wir alle haben verstanden dass du wütend und verletzt warst. Was Cheryl dir an den Kopf geworfen hat, war schrecklich. Und glaub mir, dafür hat sie von uns reichlich Kritik einstecken müssen. Aber findest du es nicht etwas zu viel, für einen ganzen Monat zu verschwinden? Ohne vorher mit einem von uns zu sprechen? Hör mal, ich habe gedacht wir wären Freunde!"
Toni biss sich fest auf die Unterlippe und senkte beschämt den Kopf. „Das sind wir doch, Ronnie, wirklich! Es tut mir ehrlich leid, okay? Ich hab nicht nachgedacht und habe mich von meiner Wut leiten lassen. Ich wollte euch da nie mit rein ziehen. Aber ich konnte nicht bleiben."
Veronica nickte langsam, bevor sie sich bei Pop einen Erdbeermilkshake bestellte. Toni kaute währenddessen lustlos auf einer ihrer mittlerweile kalten Fritten herum. Obwohl das Essen von Pop wie immer unglaublich lecker war, war ihr der Appetit darauf vergangen. Für ein paar Minuten trat Ruhe zwischen den beiden Mädchen ein. Toni fühlte sich elend. Sie hatte nicht daran gedacht, dass ihre Freunde durch ihr Verhalten so verletzten werden würden.
„Hast du mit Cheryl gesprochen?", fragte das Lodge Mädchen schließlich.
„Nein, noch nicht. Ich weiß einfach nicht, was ich ihr sagen soll."
„Das solltest du darüber nachdenken. Und zwar bald. Sie ist nicht mehr die Selbe seit du weg bist, Toni. Sie redet kaum noch, sie verlässt ihr Haus nur um zur Schule zu gehen. Wir besuchen sie oft. Aber selbst dann sitzt sie nur herum und drückt einen deiner Hoodies an sich. Herrgott, sie trägt nicht mal mehr ihren Lippenstift!"
„So schlimm?", fragte Toni und sah Veronica gequält an. Zu hören, dass es Cheryl so schlecht ging, brach ihr das Herz. Egal wie sehr sie ihr auch weh getan hatte, das es so ausarten würde, hatte Toni nie gewollt.
„Ich habe sie nicht mehr so gesehen, seit Archie sie aus dem Fluss ziehen musste. Und wenn du wüsstest wie schlimm es wirklich ist, würdest du keine Sekunde länger hier sitzen."
„Warte", sagte Toni verwirrt. „Was meinst du damit?"
„Du weißt nichts davon?"
„Wovon, V? Rede!"
Veronica seufzte frustriert und sah kurz über ihre Schulter um sicher zu gehen, dass ihnen niemand zuhörte.
„Ein paar Wochen nach Jasons Tod hat Cheryl versucht sich umzubringen. Habt ihr nie darüber gesprochen?"
Toni hätte schwören können, dass bei diesen Worten ihr Herz einen Schlag aussetzte. Augenblicklich wurde ihr Übel. Sie wurde in die Nacht zurück versetzt, in der sie Cheryls leblosen Körper nach ihrem Autounfall auf einer Trage liegen sah. Egal was passiert war, sie liebte Cheryl noch immer mehr als ihr eigenes Leben. Und die Vorstellung, dass ihr etwas zustoßen würde, war für Toni kaum zu ertragen.
„Sie hat was?", hauchte sie mit zittriger Stimme.
„Es war im Winter. Wir haben sie am Sweetwater River gefunden. Sie schlugen einen Stein auf das die gefrorene Wasserfläche ein. Wir versuchten sie davon abzuhalten, aber das Eis gab nach und sie brach ein."
Veronica hielt kurz inne, als ihr gesamter Körper bei der Erinnerung an diesen Moment von einer Gänsehaut überzogen wurde. Sie konnte beinahe wieder Jugs Schreie und das schreckliche knacken von Archies Hand hören, als er sich diese am Eis Brach. Sie atmete tief durch um die Bilder wieder los zu werden bevor sie weiter redete.
„Wir sind natürlich sofort zu ihr gerannt, doch sie war von der Strömung erfasst worden. Als Archie sie fand, schlug er das Eis ein und zog sie raus. Sie war stark unterkühlt und wäre beinahe ertrunken. Es war schrecklich."
Mit zitternden Händen wischte sich Toni eine Träne aus dem Gesicht. Ihr Puls pochte in ihren Ohren und die Üblichkeit wurde mit jedem von Veronicas Worten schlimmer. Egal wie sehr sie sich dagegen wehrte, in ihrem Kopf entstanden augenblicklich Bilder von einer blassen, kalten Cheryl, ohne Atmung, ohne Herzschlag.
Und dann erinnerte sich an die Nacht, in der Cheryl nach einem Alptraum mit einer Panikattacke aufgewacht war. Sie hatte immer wieder gesagt, dass ihr kalt wäre, und sie keine Luft bekäme.
„Ronnie, hat sie danach etwas über Jason gesagt?", fragte sie das Lodge Mädchen.
„Ja, woher weißt du das?", antwortete diese mit gerunzelter Stirn. „Sie sagte, sie hätte eine Halluzination von Jasons Leiche gehabt, als sie unter Wasser war."
„Mein Gott", flüsterte Toni verzweifelt und schlug mit ihrer Faust auf den Tisch. Dann stand sie ohne ein weiteres Wort auf und verließ eilig das Diner. Draußen prasselte der strömende Regen auf sie herunter, doch sie bemerkte es nicht mal.
„Toni? Was hast du vor?", rief Veronica, die ihr nachgelaufen war.
„Wieso hat mir davon nie jemand etwas erzählt?", rief das Serpent Mädchen unter Tränen.
„Ich dachte, du wüsstest es."
„Nein. Nein ich wusste es nicht! Verdammt noch mal, Ronnie!"
Wütend trat Toni gegen die Mülltonne des Diners.
„Sie hatte einen Alptraum davon. Ein paar Tage vor unserem Streit. Sie wollte mir damals nicht sagen, wovon sie geträumt hatte. Und seit diesem Tag hat sie sich so komisch verhalten, war dauernd gereizt und auf Streit aus. Hätte ich es gewusst.."
„Dann hättest du anderes reagieren können", vollendete Veronica ihren Satz. „Nachdem sie ihren Bruder verloren hatte, hatte sie niemanden, bis du in ihr Leben kamst. Und als du nach jedem Streit abgehauen bist, hatte sie wohl Angst, dass sie dich auch verlieren könnte."
„Und ich Idiot habe ihr Angst bestätigt und bin abgehauen."
Tausend Gedanken schwirrten in ihrem Kopf herum. Sorge, Schuldgefühl, Angst, all diese Gefühle hatten ihren Körper ergriffen und mit einem Mal war all die Wut und all die Enttäuschung der letzten Wochen verschwunden. Die Vorstellung, dass sie Cheryl nie kennen gelernt hätte, wäre sie nicht gerettet worden, brannte sich in ihren Kopf. Und sofort wurde ihr klar, dass keine bösen Worte der Welt so schlimm wären, wie dieses Szenario. Denn ein Leben ohne Cheryl Blossom war für Toni schon längst nicht mehr lebenswert.
„Ich muss sofort zu ihr. Ich muss das klären", sagte das Serpent Mädchen entschlossen. Mit großen Schritten lief sie auf ihr Bike zu und setzte gerade ihren Helm auf, als Veronica sie zurück hielt.
„Warte. Du solltest so aufgebracht nicht fahren. Außerdem schüttet es wie aus Eimern."
„V, bitte. Ich muss.." - „Ich werde dich zu ihr fahren! Aber das Motorrad bleibt stehen!"
Von Veronicas eindringlichem Ton überrascht nickte Toni widerwillig und stieg von ihrem Bike. Ronnie hatte vermutlich recht. Ein Unfall war das letzte, was sie jetzt gebrauchen konnte.
„Also gut, aber tritt ja aufs Gas, Lodge."
„So kenne ich dich", lächelte Veronica, stieg mit Toni in ihren Wagen und fuhr mit quietschenden Reifen los.———
Stay tuned for part 48! 🐍🍒
- Shannon

DU LIEST GERADE
Choni ~ You Bring Out The Best In Me 🐍🍒
FanficHallo ihr Lieben! Dies ist meine Choni Fanfiction und gleichzeitig auch meine erste Fanfiction überhaupt! Ich hoffe sie gefällt euch und wünsche euch viel Spaß beim Lesen! :) 23.Mai 2018 : #1 in ‚Choni' (Angesagt)♥️ 02. Juni 2018: #17 in ‚lovestory...