Am nächsten Morgen wurde ich durch ein schrilles Klingeln geweckt.
Seufzend sah ich auf meine Uhr.
3:46 Uhr.
Ich stand auf und öffnete die Türe.Dort standen Maudado Und Zombey.
"So früh?" fragte ich halb gähnend.
"Kann er nicht bei 7 Uhr beleiben"
Dado kicherte.
"Sorry. Kann ich euch was zu trinken anbieten? N Kaffee oder so."
Die beiden nickten.
Ich brachte den beiden einen und machte mich fertig. Dann gingen wir zusammen zu ihrem Auto.
"Taddl hat uns deinen Plan erzählt. Also steig ein"
Ich bedankte mich.
Am Tatort angekommen durchfuhr mich ein schreck. Sieben Kinder, alle ungefähr 14, saßen in einer Gebetsstellung um einen Glassarg. Dort lag eine junge Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren und einem blau-gelben Kleid.
"Woher hat er den Sarg? Den Rest findet man ja einfach im Internet, aber so ein Sarg aus Glas..."
Alle umstehenden zuckten nur mit den Schultern. Ich lief zu Max.
"Wer sind sie?"
Er sah auf einen kleinen Block.
"Die Frau heißt Cara Meister. Sie ist 21 Jahre alt und Studiert zurzeit Lehramt. Nebenbei hat sie sich um Kinder gekümmert. Die heute waren alle aus der Umgebung. Der jüngste heißt Paul Schulz," er zeigte auf einen schwarzhaarigen Jungen, "er ist 10 Jahre alt und mit seinem älterem Bruder, Christian, hier. Der ist 13, wie alle anderen." er zeigte auf einen Jungen, der ziemlich genau so aussah wie er. "Die anderen heißen Frank Fischer, Jacob Wolf, Maximilian Aab, Jack Adams und Mike Thomas."
"Wurden die Eltern schon informiert?"
Er nickte. Ich sah mir alle noch einmal an. Erst jetzt fiel mir der Apfel auf, der neben der Frau lag.
Ich ging zu Florian. Kaum sah er mich, begann er zu reden.
"Die armen Kinder. Sie sind genau in der Reihenfolge gestorben, wie Max sie dir aufgezählt hat. Die Frau hat anscheinend den Apfel mit Botulinumtoxin gegessen. Die Kinder sind an Zyankali gestorben. Die hat er wohl selbst getötet. Und..."
Wir wurden von einem lauten Knall unterbrochen.
Eine Frau mit geröteten Augen kam auf uns zu.
"Warum?" stotterte sie nur.
"Wer sind Sie?"
"Maria Wolf."
Ich sah zu ihrem Sohn.
Erwartungsvoll sah ich zu unseren beiden Autopsisten. Die beiden nickten nur.
"Wir würden ihn jetzt auf eine Trage legen. Sie können mit ihm aufs Revier fahren. Sie müssen aber natürlich nicht."
Sie nickte.
"Ich denke, ich muss dort dann ein paar Fragen beantworten?"
Ich nickte und bedankte mich.
Nach und nach kamen alle anderen. Bei manchen nur die Väter, bei anderen beide und bei wieder anderen nur die Mütter. Und alle in einer anderen psychischen Verfassung.
Nachdem auch das letzte Kind weggebracht wurde, ging ich aufs Präsidium.
Die Eltern saßen in einem Raum.
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Märchenhafter Tod
Mistério / SuspenseEine Mordserie, in der die Opfer nach Märchen getötet werden , versetzt die ganze Stadt in Aufruhr. Doch am meisten belastet es Patrick Mayer, dessen Team dieser äußerst komplizierte Fall zugeteilt wurde. Werden alle heil herauskommen und wie viele...