୧﹕chapter nine﹒❀ (✅)

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Überrascht schrie ich auf. Ich wollte schon nach Hilfe rufen, als mir jemand die Hand vor den Mund hielt, und mich so zum Schweigen brachte.

Auf einmal ging das Licht an. Die Person hatte es wohl eingeschaltet. Ich drehte mich langsam um und blickte direkt in die Augen von Jungkook.

Er deutete an, dass ich still sein sollte und nahm dann langsam seine Hand aus meinem Gesicht. Ich schaute ihn nur geschockt an.

"Was zum Teufel! Ich hatte Todesangst" zischte ich verärgert "Was ist dein Problem? Was willst du von mir?"

"Was hast du alleine mit Jin gemacht? Was habt ihr miteinander zu tun?" ignorierte er meine Fragen komplett.

"Wir sind jetzt Freunde. Er hat mir geholfen, nachdem deine tollen Freunde und du mir mal wieder das Leben schwer gemacht habt. Er ist sehr nett. Ich verstehe nicht, wieso du so ein Problem damit hast" motzte ich ihn sauer an.

"Ich möchte nicht, dass du mit ihm befreundet bist. Er hat sicher keine guten Absichten" befahl Jungkook in einem strengen Ton.

"Es ist ganz allein meine Entscheidung, mit wem ich befreundet bin! Er ist wenigstens nett zu mir, ganz anders als du und der Rest meiner Mitschüler!" schrie ich ihn sauer an.

Sarkastisch lachte ich auf "Weißt du Jungkook, nachdem du bei mir warst, dachte ich wirklich, mein Leben würde sich ändern. Ich dachte alles würde jetzt besser werden. Ich Vollidiot hatte sogar schon angefangen, dich irgendwie zu mögen. Es wird sich nie etwas ändern! Niemals!"

Ich hatte gar nicht gemerkt, dass mir Tränen über beide Wangen liefen. Frustriert wollte ich sie wegwischen, jedoch kam ich nicht so weit.

Jungkook schloss die Distanz zwischen uns und schlang seine Arme um meinen Körper. Ich wollte mich wehren, jedoch hatte er zu viel Kraft.

Schluchzend legte ich meinen Kopf auf seiner Schulter ab und weinte. Als er plötzlich anfing, mir sanft über den Rücken zu streichen, breitete sich Gänsehaut auf meinem ganzen Körper aus.

Nach einer Weile lösten wir uns vorsichtig voneinander. Ich starrte direkt in seine Augen. Wieso tat er das?

Auf einmal hob Jungkook seine Hand und legte sie ganz behutsam auf meine Wange. Was hatte er vor? 

Er kam mir erneut näher und platzierte einen sanften Kuss auf meinem Haaransatz.

"Dir geht es nicht gut. Komm, ich fahre dich nach Hause" flüsterte er sanft und nahm meine Hand.

Ich war zu aufgelöst, um ihm zu widersprechen, also nickte ich einfach nur.

°   °   °

Wir wechselten während der gesamten Autofahrt kein Wort miteinander. Ich bemerkte jedoch immer wieder, wie Jungkook mich besorgt ansah.

Es dauerte nicht lange, bis wir auch schon vor meiner Wohnung standen. Anstatt mich einfach aussteigen zu lassen, parkte Jungkook den Wagen und stieg ebenfalls aus.

Ich sah ihn verwirrt an. 

"Dachtest du wirklich, dass ich dich in diesem Zustand alleine lasse?" fragte er sanft. Ich zuckte nur mit den Schultern und sperrte die Türe zu meiner Wohnung auf. 

Jungkook schmiss sich sofort auf die Couch, während ich mich entschuldigte und im Badezimmer verschwand. 

Na super, ich sah total blass und verheult aus. Eilig wusch ich mein Gesicht und öffnete den Zopf in meinen Haaren, so dass diese mir locker über die Schultern fielen.

Zum Schluss zog ich mir noch meine bequeme kurze Hose unter meinem Hoodie an und verließ das Badezimmer.

Als Jungkook mich sah, weiteten sich seine Augen. Er starrte mich ohne Unterbrechung an, während ich auf ihn zulief.

"Bist du fertig mit starren?" neckte ich ihn. Das hatte er bei mir ja auch schon getan. Verschmitzt grinste er mich an, und klopfte neben sich auf die Couch.

Ich setzte mich neben ihm, jedoch achtete ich darauf, genügend Abstand zwischen uns zu bewahren. 

Eine Weile saßen wir einfach nur schweigend da, bis Jungkook das Wort ergriff "Hast du Hunger? Sollen wir etwas zu essen bestellen?"

Ich nickte nur. Er zückte sein Handy und verschwand aus dem Raum, um beim Lieferservice anzurufen.

Ich nutzte die Gelegenheit, um noch schnell meine Tablette einzuwerfen. Danach kuschelte ich mich in eine Decke und startete den Fernseher.

Gerade als ich es mir bequem gemacht hatte, kam Jungkook zurück und setzte sich direkt neben mich "Das Essen müsste in etwa einer halben Stunde da sein"

Mit großen Augen sah er mich an, und zog an meiner Decke "Mir ist auch kalt"

Ich rollte meine Augen und breitete die unbenutzte Hälfte der Decke über ihm aus. Grinsend kuschelte er sich neben mir ein.

Diesmal verlor Jungkook keine Zeit und legte wieder seinen muskulösen Arm um meinen Körper.

Ich gab es nur ungern zu, doch es gefiel mir. Seine Anwesenheit beruhigte mich, und ich fühlte mich sicher und geborgen.

Wir lagen eine ganze Weile zusammen auf der Couch, bis uns das Klingeln an der Türe aus der Entspannung riss.

Ich wollte aufstehen, und das Essen bezahlen, jedoch hielt Jungkook mich zurück "Das übernehme ich schon."

Ich lief rot an und setzte mich wieder auf das Sofa, während Jungkook zur Tür ging um unser Essen zu holen.

Kurz darauf kam er mit einer Pizza in der Hand wieder zurück.

Er kuschelte sich wieder zu mir und wir begannen genüsslich zu essen.

°   °   °

Irgendwann warf ich einen Blick auf die Uhr. Es war schon Abend. Saßen wir schon so lange hier?

Auf einmal legte Jungkook sich der Länge nach auf die Couch. Seine Füße waren bei mir und sein Kopf lag auf der Armlehne.

Ich seufzte und versuchte sitzend eine bequemere Position zu finden. Die Couch war nicht so lang, dass zwei Personen darauf liegen konnten.

"Willst du dich nicht lieber zu mir legen, anstatt wieder im sitzen einzuschlafen?" fragte Jungkook belustigt.

Zum Antworten blieb mir jedoch keine Zeit. Jungkook hatte mich bereits gepackt und zog mich zu sich nach hinten.

Überrascht schrie ich auf und begann zu kichern. 

Jungkook machte mir etwas Platz, so dass ich mich vor ihn hinlegen konnte. Zunächst berührten sich unsere Körper fast nicht.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis Jungkook mich in seine Arme zog und sich fest an mich kuschelte.

Ich wollte es mir selbst nicht eingestehen, aber es fühlte sich so verdammt gut an. Jungkook ließ mich einfach alle meine Probleme vergessen.

Wenn er doch nur in der Schule auch so wäre.

Nach einer Weile merkte ich, dass meine Augenlider langsam immer schwerer wurden. Ich rappelte mich auf und rieb meine Augen.

Mittlerweile war es wohl mitten in der Nacht. Die Wohnung war dunkel.

Ich schaute auf mein Handy. Ich hatte Recht. Es war bald ein Uhr nachts.

Vorsichtig rüttelte ich an Jungkook, um ihn zu wecken "Ich sollte langsam ins Bett gehen, das heißt du musst jetzt nach Hause gehen"

Schläfrig richtete er sich auf "Ich fahre doch jetzt nicht mehr nach Hause. Willst du etwa, dass ich am Steuer einschlafe und in einem Autounfall sterbe?"

"Nein, aber hier kannst du nicht bleiben. Ich habe keine Lust das Gästezimmer herzurichten. Ich bin müde" antwortete ich und wollte mich auf den Weg in mein Zimmer machen"

Ich kam jedoch nicht weit, denn zwei starke Arme, die sich um meine Hüfte legten, hielten mich auf.

winter rose | jjk  (editing & on hold)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt