Müde riss ich meine Augen auf um meinen Handy zu finden und den Wecker ab zu stellen. Erschöpft legte Ich mich wieder hin. Meine Augen brannten vor Müdigkeit, deshalb schloss Ich sie schnell wieder. Nach einigen tiefen Atemzügen stand Ich auf und lief zu meinem Fenster. Ich ließ den Rollladen nach oben und öffnete das Fenster. Sekunden später kam mir die eiskalte Luft entgegen und eine Gänsehaut überzog meinen gesammten Körper. Sofort fing Ich an zu zittern aber genau das wollte Ich erreichen. Schließlich verbrannte man unmengen an Kalorien, wenn man fror. Müde tapste Ich zu meinem Schmicktisch und fing an Foundation und Concealer auf meinem Gesicht zu verteilen. Schließlich musste Ich meine Augenringe und meine leichenblasse Haut verstecken. Anschließend ging Ich ins Bad, um mich fertig zu machen. Allein der Anblick der Waage ließ mich nervös werden. Angstrengt starrte ich die Waage an, bis Ich mich entschied mich darauf zu stellen.
Ich hasste diese Waage. Immer wenn Ich mich darauf stellte, dann dauerte es eine halbe Ewigkeit bis das Ergebniss an gezeit wurde. Kurz bevor die Zahl an gezeit wurde, blickten die zwei Nullen mehrfach auf. Es war jedes mal eine quall, auf das Ergebniss zu warten. Mit jedem Aufblicken stieg die Anspannung in mir und als das Ergebniss angezeigt wurde. Durchzog die Enttäuschung meinen ganzen Körper. Die erste Träne bahnte sich einen Weg über meine Wange und der Hass stieg in mir auf. Vor wut schlug Ich mehrfach auf mich ein. Immer wieder schlug meine Fäuste gegen meinen Bauch. Als sich meine Wut und Hass verzogen hatten, kehrte die Leere wieder in mir ein. Ich verließ wieder das Bad und ging wieder in mein Zimmer. Dort packte Ich meine Tasche und nahm meine Jacke und lief die Treppe hinunter. Leise verließ Ich das Haus und machte mich auf den Weg zur Schule. Wie jeden Tag war Ich einer der ersten, die das Schulhaus betraten. Zielsicher lief Ich in die Richtung meines Klassenzimmers. Dort angekommen riss ich erst mal alle Fenster auf. Zum einen wollte Ich, dass der ekelhafte Geruch verschwand und zum anderen regte sich Maghan immer auf, wenn die Fenster offen waren. Anschließend setzte Ich mich wieder hin und wartete darauf, dass der Unterricht began. Nach und nach betraten meine Mitschüler das Klassenzimmer und setzten sich an ihre Plätze. Die meisten schenkten mir keine Beachtung aber das war Ich gewohnt. Je mehr Schüler im Klassenzimmer war, desto höher war der Geräuchpegel. Das kam mir gerade recht, denn mein Bauch fing an zu knurren. Ich legte meine Hände auf meinen Bauch und genoss das Gefühl hunrig zu sein. Auch wenn es ekelhaft klingt aber Ich mochte das Gefühl, wenn ich meinen Puls ganz deutlich an meinem Bauch stürrte. Jedes mal fühlte ich mich dadurch lebendig und frei.
Ich wurde durch die Begrüßung der Lehrerin aus meinen Gedanken gerissen. Erst jetzt fiel mir auf, dass Ashton hinter ihr stand. Gelangweilt schaute er in die Runde und wartete darauf, dass er sich setzten durfte. Zu seinem bedauern war eine von Maghan's Frendinnen krank und er musste sich direkt neben sie setzten. In den ersten zwei Stunden hatten wir Kunst. Unsre Aufgabe bestand darin, eine Blesitiftzeichnung an zu fertigen. Ich saß still auf meinem Platz und zeichnete die zwei Stunden lang. Es war eine gute Ablenkung, um nicht dauert daran zu denken das Ich zugenommen hatte. Zeichnen gehörte noch zu den letzten Aktivitäten die Ich gerne machte, deswegen war Ich ziemlich in meiner Zeichnung vertieft. Manchmal wünschte ich, dass das Leben wie eine Zeichnung wär. Wenn man einen Fehler beim zeichnen machen würde, dann könnte man diesen mit einem Radiergummi korigieren oder einfach übermalen. Wenn einem die Zeichnung nicht mehr gefällt, kann man einen neues Bild anfangen und das alte Entsorgen. Außerdem hat der Künstler die totale kontrolle über sein Werk. Niemand schreibt ihm etwas vor oder gibt ihm Vorgaben. Der Künstler kann frei und nach seinen wünschen das Bild gestallten. Es wäre toll, wenn man mit Bleistiftstrichen sein Leben erstellen könnte und einfach Fehler ausradieren könnte und bei bedarf sich einfach ein neuses Blatt zu nehmen und wieder von Vorne anzufangen. Das Leben wäre um so vieles einfacher, wenn wir uns unser Schicksal selbst erstellen könnten. Aber statt dessen ist unser Leben schon gezeichnet. Das Schicksall ist uns vorgegeben und wir haben nur eine bestimmte Anzahl von Neuanfängen zu verfügung.
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Trigger. || Ashton Irwin
Teen Fiction**Trigger Warnung**( Ana, Mia, Cat, Sue, Dep) ❝Ich verrate euch ein kleines Geheimnis. Die Demonen sind unter uns. Die Monster nehmen menschliche Gestalt an und die Geister sitzen in unseren Hinterköpfen und warten nur darauf raus gelassen zu werden...